Denkmalstandort

Der Denkmalstandort Ballhausplatz

»Die Fenster des schönen alten Palais am Ballhausplatz […] warfen oft noch spät abends Licht in die kahlen Bäume des gegenüberliegenden Gartens [...]. Denn so wie der heilige Josef den gewöhnlichen Zimmermann Josef durchdringt, durchdrang der Name ‘der Ballhausplatz’ den dort stehenden Palast mit dem Geheimnis, eine des halben Dutzends mysteriöser Küchen zu sein, wo hinter verhängten Fenstern das Geschick er Menschheit bereitet wurde.« (Aus Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften)

Ist in den Medien heute vom »Ballhausplatz« die Rede, so ist damit heute in der Regel das Bundeskanzleramt gemeint (bis 2005 auch das österreichische Außenministerium, das hier, mit kürzeren Unterbrechungen, mehr als 250 Jahre seinen Sitz hatte). Die Adresse Ballhausplatz 2 ist daher – analog zum Quai d’ Orsay in Paris oder der Downingstreet Nr. 10 – ein Synonym für die große Bühne nationaler wie internationaler Politik. Auf der dem Bundeskanzleramt gegenüberliegenden Seite des Ballhausplatzes, im Leopoldinischen Trakt der Hofburg, hat zudem seit 1946 der österreichische Bundespräsident seinen Sitz.

Blick aus Richtung Volksgarten auf den Ballhausplatz, um 1825. Links im Anschnitt die Staatskanzlei (heute Bundeskanzleramt), in der Bildmitte das Ballhaus, rechts der östliche Trakt des Hofspitals, nach einem anonymen Aquarell.Quelle: Schloss Schönbrunn, Kultur- und Betriegsgesellschaft mbh

Blick aus Richtung Volksgarten auf den Ballhausplatz, um 1825. Links im Anschnitt die Staatskanzlei (heute Bundeskanzleramt), in der Bildmitte das Ballhaus, rechts der östliche Trakt des Hofspitals, nach einem anonymen Aquarell. Quelle: Schloss Schönbrunn, Kultur- und Betriegsgesellschaft mbh

Eine kurze Geschichte des Ballhausplatzes

Seinen Namen trägt der Ballhausplatz seit dem späten 18. Jahrhundert obwohl bereits rund 250 Jahre zuvor an dieser Stelle ein erstes Ballhaus entstanden war. Ferdinand I. von Habsburg hatte 1520 angeordnet, zur Zerstreuung des Hochadels, unweit der Hofburg, eine Halle für Ballspiele zu errichten. In den folgenden Jahrhunderten erfolgten nach Zerstörungen zwei Neuerrichtungen. Das Gebäude wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts für verschiedene Zwecke genutzt – unter anderem als Hofbauplatzkanzlei sowie als Kunstspeicher – und um 1903 abgerissen.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde am Ballhausplatz das bis heute erhaltene Gebäude nach den Plänen des Architekten Johann Lucas von Hildebrandt im barocken Stil errichtet. Der Bauplatz lag auf dem Areal des Hofspitals, dicht am damaligen Stadtwall und gegenüber der Hofburg. Es beherbergte die Geheime Hof- und Staatskanzlei nebst Archivräumen. Hier wurden seitdem die Hausangelegenheiten der Dynastie und Fragen der Außenpolitik bearbeitet – unter so namhaften Persönlichkeiten wie Clemens Graf Metternich und Felix Fürst zu Schwarzenberg. Die Hintertrakte grenzten schon damals an das Minoritenkloster. Im Kanzleigebäude am Ballhausplatz fand der Wiener Kongress (1814/15) statt, und hier versammelten sich im März 1848 revolutionäre Bürger, um gegen das Metternich’sche System der Restauration aufzubegehren. In den Räumen der Staatskanzlei am Ballhausplatz formulierten im Jahre 1914 k.u.k Beamte außerdem das Ultimatum an Serbien, das zum Ausgangspunkt des Ersten Weltkrieges werden sollte. Von einem Balkon desselben Gebäudes verkündete der letzte Außenminister Graf Andrássy gut vier Jahre später, am 29. Oktober 1918, die Auflösung des mit dem Deutschen Reich geschlossenen Bündnisses.

Die geheime Hof- und Staatskanzlei, um 1733. Das Gebäude wurde in den folgenden Jahren mehrfach umgestaltet, heute hat es eine fünfeckige Form. Rechts im Bild das Scalvinionische Haus (bis 1764), im Hintergrund rechts die Einfahrt zum Hofspital, Quelle: Federzeichnung von Salomon Kleiner

Die geheime Hof- und Staatskanzlei, um 1733. Das Gebäude wurde in den folgenden Jahren mehrfach umgestaltet, heute hat es eine fünfeckige Form. Rechts im Bild das Scalvinionische Haus (bis 1764), im Hintergrund rechts die Einfahrt zum Hofspital, Quelle: Federzeichnung von Salomon Kleiner

Doch auch nach Ende des Ersten Weltkrieges konzentrieren sich am Ballhausplatz zentrale staatliche Institutionen; die österreichischen Staats- bzw. Bundeskanzler (lange Zeit in Personalunion als Außenminister) und Bundespräsidenten residierten während der Ersten Republik wie auch zur Zeit des Austrofaschismus über weite Strecken in dem historischen Gebäude am Ballhausplatz. Insbesondere in der Endphase des Austrofaschismus wurden Heldenplatz und Ballhausplatz gemeinsam zum Ort für Aufmärsche und Demonstrationen der unterschiedlichen politischen Lager – gewissermaßen ein Vorgeschmack auf das, was am 15. März 1938, dem Tag der Verkündung des »Anschlusses« durch Adolf Hitler von der Hofburg aus geschehen sollte.

Doch bereits zuvor, am 25. Juli 1934, hatten sich am Ballhausplatz dramatische Ereignisse abgespielt, die auch baugeschichtlich Auswirkungen auf das dem Leopoldinischen Trakt der Hofburg gegenüberliegende Areal haben sollten. 154 verkleidete Angehörige der Wiener SS-Standarte 89 waren an diesem Tag zum Ballhausplatz aufgebrochen, um die austrofaschistische Regierung des Bundeskanzlers Dollfuß gefangen zu nehmen.

Belagerungszustand am Ballhausplatz, Juli 1934

Belagerungszustand am Ballhausplatz, Juli 1934

Der Ausgang der Geschichte ist bekannt: Bundeskanzler Engelbert Dollfuß wurde im »Grauen Ecksalon« des Kanzleramtes von dem nationalsozialistischen Attentäter Otto Planetta erschossen. Am Abend des 11. März 1938, also am Vorabend des Einmarschs der Wehrmacht auf österreichisches Staatsgebiet, begrüßte der von Bundespräsident Wilhelm Miklas für eine neue Regierungsbildung beauftragte bisherige Innenminster Arthur Seyß-Inquart vom Balkon des Kanzleramtes herab seine nationalsozialistischen Anhänger. Zwar wählte im Sommer 1940 der Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien Baldur von Schirach seinen Sitz wieder am Ballhausplatz; dies sollte dies jedoch eine bis heute fast vergessene Episode bleiben. Der Ballhausplatz wurde vom »politischen Machtzentrum zu einer Liquidationsstelle für die zu einem Schattendasein absinkende ‘österreichische Landesregierung’«[1]

In der Zweiten Republik wurde der Ballhausplatz schnell wieder zum Sitz von Bundeskanzler, Vizekanzler und auch Außenminister (bis 2005); der Bundespräsident zog 1946 samt Präsidentschaftskanzlei um in den gegenüberliegenden Leopoldinischen Trakt der Hofburg. Auch weiterhin sammelten sich am Ballhausplatz Demonstranten, fanden Protestaufmärsche und Umzüge statt. Doch anders als zur Zeit der Ersten Republik sowie insbesondere zur Zeit des Austrofaschismus bestimmen heute nicht mehr schwer bewaffnete Angehörige der Exekutive das Bild am und um das Gebäude. Heute prägen dies vor allem Touristen, die in großer Zahl Ballhausplatz, Heldenplatz und Volksgarten bevölkern.
Schema des Ballhausplatzbereichs.

Schema des Ballhausplatzbereichs. / Quelle: Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsbücher, hg. von Peter Pötschner, Bd. 33, Wien 1984, S. 93.

Blick auf das Otto-Wagner-Denkmal auf dem Heldenplatz (unmittelbar neben dem aktuellen Denkmalstandort), Anfang der 1930er Jahre.

Blick auf das Otto-Wagner-Denkmal auf dem Heldenplatz (unmittelbar neben dem aktuellen Denkmalstandort), Anfang der 1930er Jahre. / Quelle: www.viennatouristguide.at

Der Ballhausplatz als historischer Denkmalstandort

Am Ballhausplatz, genauer, auf einem rechteckigen Rücksprung am südwestlichen Rand des Volksgartens, wurde am 24. Oktober 2014 auf Beschluss der Wiener rot-grünen Koalition das Denkmal zur Erinnerung an die Verfolgten der NS-Militärjustiz eröffnet. Bereits zweimal seit 1930 ist dieses und das unmittelbar angrenzende Areal Standort eines Denkmals gewesen. Zwischen 1930 und 1937 fand sich dort eine Steinsäule in Erinnerung an den Wiener Architekten Otto Wagner.

Bereits kurz nach der Ermordung des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß durch illegale Nationalsozialisten am 25. Juli 1934 begannen die Planungen für ein »Dollfuß Nationaldenkmal« in unmittelbarer Nähe. Die »Vaterländische Front« richtete 1934 einen Architekten-Wettbewerb aus. Das Denkmal sollte »in machtvoller Weise das Andenken an den Heldenkanzler überbringe[n] und das wesentliche Werk und Verdienst Dollfuß’ im Wege plastischer Darstellung aufzeige[n]«[2]. Die Sakralisierung des »toten Führers« diente auf der einen Seite der propagandistischen Abgrenzung gegenüber NS-Deutschland, auf der anderen Seite der Rechtfertigung autoritärer Strukturen des austrofaschistischen Regimes. Das zu errichtende Denkmal sollte laut Ausschreibungsunterlagen den Ballhausplatz zu einem »geschlossenen Platz regulieren, […] die Intimität dieses Platzes steigern und gegen den anliegenden Heldenplatz abgrenzen«[3]. Den Zuschlag erhielten die Entwürfe des Architekten Clemens Holzmeister und des Bildhauers Hans Andre.
Siegreicher Denkmalsentwurf von Holzmeister/Andre.  Quelle:  profil, Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 4/1936, Heft 10, S.444/445

Siegreicher Denkmalsentwurf von Holzmeister/Andre. Quelle: profil, Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 4/1936, Heft 10, S.444/445

Übersichtsskizze Denkmalstandort von Holzmeister/Andre.

Übersichtsskizze Denkmalstandort von Holzmeister/Andre. / Quelle: profil, Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 4/1936, Heft 10, S.444/445

Das Denkmal bestand aus einem Steinblock mit den Maßen 10 x 3, 50 x 2, 33 m, der auf einem 2, 50 m hohen Unterbau ruhte. Darauf sollten die eingemeißelten Bilder des ermordeten Bundeskanzlers inmitten der österreichischen Jugend sowie – in schematischer Darstellung – der Stände und der Familie zu sehen sein. Der Denkmalblock sollte in einer von Mauern umgebenen Vertiefung stehen, Treppenanlagen den Zugang ermöglichen. Am 18. Oktober 1936 weihte der Wiener Kardinal Theodor Innitzer diesen und am selben Tag auch den Grundstein einer »Dollfuß-Führerschule« im 15. Wiener Gemeindebezirk (ebenfalls nach Entwürfen von Clemens Holzmeister).

Die Entwürfe indes kamen niemals zur Ausführung, das »Dollfuß-Nationaldenkmal« ebenso wenig wie ein am östlichen Rand des Ballhausplatzes (in den »Ballhausplatzgründen«) projektiertes »Haus der Vaterländischen Front«. Zwar war bereits ein Steinblock gesetzt worden am Ort des heutigen Standortes des Denkmals für die Verfolgten der NS-Militärjustiz; lediglich die Bildhauerarbeiten Hans Andres‘ fehlten noch. Der »Anschluss« im Frühjahr 1938 und die Übernahme der Regierung durch die Nationalsozialisten beendeten alle Planungen, die fertig gestellten Teile des Denkmals wurden schnell wieder entfernt.

Der Ballhausplatz mit geplanten »Haus der Vaterländischen Front«, oben rechts und Dollfuß-Nationaldenkmal, unten Mitte, Modell von Clemens Holzmeister von 1937.

Der Ballhausplatz mit geplanten »Haus der Vaterländischen Front«, oben rechts und Dollfuß-Nationaldenkmal, unten Mitte, Modell von Clemens Holzmeister von 1937.

Stattdessen brachten die neuen Machthaber an der Außenseite des Bundeskanzleramtes eine Gedenktafel für die »154 deutschen Männer« an, die dort am 25. Juli 1934 »für Deutschland« gehandelt hätten. Der Dollfuß-Attentäter Otto Planetta war nach dem Mord verhaftet und am 31. Juli 1934 im Wiener Landesgericht hingerichtet worden. Die Nationalsozialisten stilisierten ihn in den folgenden Jahren zum »ostmärkischen Freiheitshelden«. Bis 1944 fanden jährlich am 25. Juli Prozessionen zum Ballhausplatz statt, die Gedenktafel für Planetta wurde unmittelbar nach Kriegsende entfernt. Im Bundeskanzleramt erinnert bis heute eine Inschrift im Fußboden des »Grauen Ecksalons« an den Mord an Engelbert Dollfuß. Bis 2006 gab es im Gebäude noch eine kleine Gedenkstätte mit Portraitfoto und Kerze am Tatort, bis 2010 noch einen jährlichen Gedenkgottesdienst in der Amtskapelle am Ballhausplatz.

Seit 1937/1938 ist der Ort also nicht mehr für Denkmäler genutzt worden. Seit den Zeiten der schwarz-blauen Koalition (2000-2007) diente die Fläche als Park- und Abstellplatz für Einsatzfahrzeuge bzw. Absperrgitter, die anlässlich von Großveranstaltungen oder Staatsbesuchen auf dem Heldenplatz benötigt wurden. Auf der seit 1995 alljährlich durch das Bundesheer abgehaltenen »Informations- und Leistungsschau« am Nationalfeiertag auf dem Heldenplatz wurde das künftige Denkmalareal auf dem Ballhausplatz ebenfalls als Abstellfläche genutzt.

Inhaltliche Gründe für die Wahl des Ballhausplatzes als Denkmalstandort

Angesichts der oben kurz zusammengefassten historischen Ereignisse rund um den Denkmalstandort am Ballhausplatz seien hier die wichtigsten Kriterien für seine thematische Eignung zusammengefasst. Die Entscheidung für diesen Ort war von intensiven inhaltlichen und politischen Diskussionen begleitet, was sich auch in der medialen Berichterstattung widerspiegelte:

  1. Heldenplatz und Ballhausplatz sind von der räumlichen Wahrnehmung her kaum voneinander zu trennen, sie gehen ineinander über. Beide Areale sind also mindestens im Sinne der dort verhandelten Präsentation staatlicher Macht eng verknüpft – und damit auch ihre Bedeutung für die hier noch immer präsenten Themenkomplexe Krieg, »Heldentum«, Militär und Opfergedenken.
  2. Vom Ballhausplatz aus besteht eine Sichtbeziehung zu dem Balkon in der »Neuen Burg«, von dem aus Adolf Hitler am 15. März 1938 den »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich erklärte. Nur ein Jahr später begann die Wehrmacht einen beispiellosen Angriffs- und Vernichtungskrieg, der rund 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Verfolgten einer verbrecherischen Wehrmachtjustiz zählen zu den Opfern dieser verbrecherischen Kriegführung. Aufgrund der besonders hohen Zahl hingerichteter Deserteure ist das Denkmal in starkem Maße auch ihnen gewidmet und ihren ganz spezifi­schen Entscheidungen, sich – wenn auch nicht immer bewusst und im Sinne einer höheren poli­tischen Moral – einem verbrecherischen Krieg zu verweigern; insofern setzt das Denkmal an diesem zentralen und geschichtsträchtigen Ort ein Fragezeichen hinter Konzepte absoluten Gehorsams und autoritärer Gewalt.
  3. Am Ballhausplatz konzentrier(t)en sich wichtige staatliche Institutionen der Exekutive – im historischen wie im gegenwärtigen Österreich. Jeder Staatsgast passiert das Denkmal; der Ort bietet eine exzellente Möglichkeit, um die Abkehr von den Zielen und Mitteln eines verbrecherischen Staates deutlich zu machen, zu dem Österreich zwischen 1938 und 1945 gehörte. Hier kann vergangenheitspolitisch klar Position bezogen und damit ein Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit, Friedfertigkeit und Zivilcourage abgelegt werden.
  4. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Ballhausplatz, in der Krypta am Äußeren Burgtor, gedenkt die Republik Österreich bis heute seiner »Kriegshelden« – auch wenn diese Gedenkpraxis zur Zeit einer eingehenden Prüfung unterzogen wird (Stand Herbst 2016). In diese Richtung einer Konservierung militärischer Traditionen weisen auch die Reiterstandbilder für Erzherzog Karl und den Prinzen Eugen auf dem Heldenplatz. Ein in Sichtweite errichtetes Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz am Ballhausplatz sollte dort als Gegenentwurf verstanden werden zum Handeln gehorsamer (österreichischer) Wehrmachtssoldaten, die, wie es (Stand Januar 2017) in einer offenbar zeitlos verstandenen Widmung in der Krypta sinngemäß heißt, »in Erfüllung Ihres Auftrages ihr Leben ließen«. Dagegen zu setzen wäre der Satz von Elfriede Jelinek: »Wir können nicht wissen, wie wir uns damals verhalten hätten, aber wir wissen, wie wir uns verhalten hätten sollen«

[1] Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsbücher, hg. von Peter Pötschner, Bd. 33, Wien 1984, S. 100.

[2] & [3] Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 4/1936, H.10, S.444..

Weiterführende links zum Ballhausplatz

Literatur

  • Ackerl, Isabella (Red.): Wien Ballhausplatz 2. Ein Haus und seine Geschichte, Wien 2001.
  • Brait, Andrea: Das Bundeskanzleramt in Wien. Ein österreichischer Gedächtnisort. Hamburg 2010.
  • Das Dollfuß-Nationaldenkmal auf dem Ballhausplatz in Wien. In: Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 4/1936, H.10, S.444f.
  • Bundespressdienst (Hg.): Schicksal eines Hauses. Wien, Ballhausplatz 2, Wien 1977.
  • Engel-Janosi, Friedrich: Geschichte auf dem Ballhausplatz, Essays zur österreichischen Außenpolitik, Wien 1963.
  • Grassegger, Friedrich: Denkmäler des autoritären Ständestaates. Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs 1934-1938. In: Ders. (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die öffentliche Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern, Wien/Köln/Weimar 1998, S. 495-546.
  • Grassegger, Friedrich: Nationalsozialistische Denkmäler in Österreich. Denkmalspuren der NS-Herrschaft und die Frage nach der österreichischen Identität (1938-1945). In: Ders. (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die öffentliche Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern, Wien / Köln /Weimar 1998, S. 547-573.
  • Holzbauer, Wilhelm: Das ungebaute Wien. 1800 bis 2000. Projekte für die Metropole, Katalog für die Sonderausstellung des Historischen Museums Wien, Wien 2000.
  • Hufschmied, Richard; Rathkolb, Oliver (Hg.): Mehrfach gewendet: Eine historisch-künstlerische Collage der Schlüsseljahre 1918 / 1938 / 1945 / 1955. Präsidentschaftskanzlei, Hofburg, Ballhausplatz. 26. 10. 2008, Wien 2008.
  • Kellerhoff, Sven Felix: Schüsse am Ballhausplatz. Der Putsch gegen Österreichs Kanzler Dollfuß 1934. In: Demandt, Alexander (Hg.): Das Attentat in der Geschichte, Wien/Köln 1996, S. 345-366.
  • Reiter-Zatloukal, Ilse; Rothländer, Christiane; Schölnberger, Pia (Hg.): Österreich 1933–1938. Interdisziplinäre Annäherungen an das Dollfuß-/Schuschnigg-Regime, Wien 2012.
  • Stachel, Peter: Signs and the City. Meaning and Function of »Heroes Squares« in Centrale Europe, In: Barbara Lášticová, Sophie Wahnich, Andrej Findor (Hg.), Politics of Collective Memory. Cultural Patterns of Commemorative Practices in Post-War Europe, Wien/Berlin 2008, S. 69-91.
  • Stachel, Peter: Der Heldenplatz. Zur Semiotik eines österreichischen Gedächtnis-Ortes. In: Riesenfellner, Stefan (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die öffentliche Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern, Wien/Köln/Weimar 1998, S. 619-656.
  • Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsbücher, hg. von Peter Pötschner, Bd. 33, Wien 1984.

Ausgewählte Berichterstattung zur Standortentscheidung am Ballhausplatz


Aktuelle Artikel

6. Mai 2017: Gedenk- und Befreiungsfeier: Richard Wadani spricht in Greifenburg

Mit 95 Jahren ist Richard Wadani einer der letzten Zeitzeugen des Widerstandes von Wehrmachtsdeserteuren gegen das NS-Regime. Er spricht am Samstag, den 6. Mai bei der Gedenk- und Befreiungsfeier am Denkmal für die Verfolgten des NS-Regimes am Bahnhof in Greifenburg. Der Künstler Hans-Peter Profunser wird eine neue Serie von Kunstdrucken zum Thema Widerstand und Verfolgung präsentieren, die in einer limitierten Auflage von 149 Stück erscheinen. Die Kunstdrucke sind gegen eine Spende erhältlich, die in die Erhaltung des Denkmals fließt.

Einladung als Download

Begrüßung: Bürgermeister Josef Brandner

Szenische Lesung: SchülerInnen der HLW Spittal/Drau

Rede: Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur

Präsentation: Hans-Peter Profunser, Kunstdrucke (neue Serie)

Musik: Jan Kubis (Akkordeon), Marjetka Luznik (Gesang)

 

Samstag, 6. Mai 2017,17.00 Uhr

Denkmal für die NS-Opfer, Greifenburg (Bahnhof)

Mehr Informationen: www.aegide.at

Rückfragen: Dr. Peter Pirker Obmann Verein aegide 0676 327 28 33

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