{"id":754,"date":"2014-02-18T13:46:20","date_gmt":"2014-02-18T12:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=754"},"modified":"2017-01-24T12:29:05","modified_gmt":"2017-01-24T11:29:05","slug":"nachkrieg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/nachkrieg\/","title":{"rendered":"Nachkrieg"},"content":{"rendered":"<h1><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/nachkrieg-2\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-4317\" alt=\"flag_uk\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/flag_uk.jpg\" width=\"27\" height=\"18\" \/><\/a> <img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-4316\" alt=\"flag_at\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/flag_at.jpg\" width=\"27\" height=\"18\" \/><\/h1>\n<h1><span style=\"color: #caac34;\"><strong>NACHKRIEG<\/strong><\/span><\/h1>\n<p>Die \u00fcber Jahrzehnte hinweg ausgebliebenen Auseinandersetzungen um die Nachgeschichte der wehrmachtgerichtlichen Sprucht\u00e4tigkeit in \u00d6sterreich sind vor dem Hintergrund eines komplexen Arrangements der Bewertung des Nationalsozialismus in der Zweiten Republik zu betrachten. Seit Kriegsende interpretierten die ma\u00dfgeblichen politischen Eliten die Ereignisse zwischen 1938 und 1945 entlang der sogenannten Opferthese. Demnach sei \u00d6sterreich als Objekt einer aggressiven und auf Expansion abzielenden Politik des Deutschen Reiches zu sehen: Staat und Bev\u00f6lkerung seien ohnm\u00e4chtig und widerwillig \u00bbangeschlossen\u00ab, die der Wehrmacht einverleibten \u00f6sterreichischen Soldaten in einen brutalen Krieg gezwungen worden; sowohl gegen Nationalsozialismus als auch gegen den Krieg habe es seitens der Bev\u00f6lkerung breiten Widerstand gegeben, so die Diktion.<\/p>\n<p>Diese den historischen Fakten nicht entsprechende Erinnerungss\u00e4ule von \u00bbOpfer und Widerstand\u00ab wurde seit Beginn des Kalten Krieges erg\u00e4nzt durch eine zweite geschichtspolitische Erz\u00e4hlung: den \u00bbPflichterf\u00fcllungsdiskurs\u00ab. Demnach h\u00e4tten insbesondere die rund 1,3 Millionen \u00d6sterreicher in der Wehrmacht ihre vaterl\u00e4ndische Pflicht erf\u00fcllt und (heldenhaft) einen Krieg zur Verteidigung der (\u00f6sterreichischen) Heimat und gegen den Bolschewismus in Europa gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Durchsetzung dieser beiden sich widersprechenden Erinnerungsnarrative erforderte spezifische Formen des Vergessens, die bald nach Gr\u00fcndung der Zweiten Republik vor allem zu Lasten der eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus gingen: die aus rassis(ti)schen, politischen, religi\u00f6sen und anderen Gr\u00fcnden Verfolgten, darunter auch jene Deserteure und \u201eWehrkraftzersetzer\u201c, die entlang der Opferthese eigentlich das Richtige getan hatten: n\u00e4mlich, sich durch ihren Ungehorsam gegen eine gewaltsame Herrschaft zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<p>Auf den Unterseiten dieses Themenschwerpunktes wird das Tehma anhand von zwei Kapiteln behandelt:<\/p>\n<ul>\n<li>Einer <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/nachkrieg\/chronik_rehabilitierung\/\">Chronik der gesellschaftlichen Rehabilitierung<\/a> vor dem oben erw\u00e4hnten Hintergrund<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">sowie<\/p>\n<ul>\n<li>Beispiele der <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/nachkrieg\/wiedergutmachung\/\">sozialrechtlichen, finanziellen und damit auch symbolischen Wiedergutmachung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NACHKRIEG Die \u00fcber Jahrzehnte hinweg ausgebliebenen Auseinandersetzungen um die Nachgeschichte der wehrmachtgerichtlichen Sprucht\u00e4tigkeit in \u00d6sterreich sind vor dem Hintergrund eines komplexen Arrangements der Bewertung des Nationalsozialismus in der Zweiten Republik zu betrachten. 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