{"id":751,"date":"2014-02-18T13:45:24","date_gmt":"2014-02-18T12:45:24","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=751"},"modified":"2017-01-24T12:40:49","modified_gmt":"2017-01-24T11:40:49","slug":"strafvollzug","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/strafvollzug\/","title":{"rendered":"Strafvollzug"},"content":{"rendered":"<h1><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/penal-system\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-4317\" alt=\"flag_uk\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/flag_uk.jpg\" width=\"27\" height=\"18\" \/><\/a> <img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-4316\" alt=\"flag_at\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/flag_at.jpg\" width=\"27\" height=\"18\" \/><\/h1>\n<p><span style=\"color: #c0a93f;\"><strong>Abschreckung \u2013 Vergeltung \u2013 Erziehung<\/strong><\/span><b> <\/b><\/p>\n<p>Die nationalsozialistische F\u00fchrung begann unmittelbar nach ihrem Machtantritt 1933 mit Planungen f\u00fcr einen neuen Krieg. Die wieder eingef\u00fchrte Milit\u00e4rjustiz sollte dabei eine wichtige Rolle spielen: als Mittel zur Erringung des k\u00fcnftigen Sieges. Die Wehrmachtgerichtsbarkeit hatte dabei die komplexe Aufgabe, durch harte Urteile einerseits m\u00f6glichst viele Soldaten davor abzuschrecken, straff\u00e4llig zu werden, andererseits durfte die Spruchpraxis der Gerichte die Truppe nicht zu sehr schw\u00e4chen. F\u00fcr die Erreichung beider Ziele waren Strafvollstreckung und Strafvollzug von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>Fahnenflucht, \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab oder \u00bbKriegsverrat\u00ab bildeten nur einen geringen Teil der von Wehrmachtgerichten w\u00e4hrend des Krieges abgeurteilten Straftaten \u2013 auch wenn daf\u00fcr die \u00fcberwiegende Zahl aller Todesurteile verh\u00e4ngt wurde. Von den insgesamt rund drei Millionen Urteilsspr\u00fcchen entfielen die meisten auf \u00bbunerlaubte Entfernung\u00ab, Ungehorsam, Diebstahl und andere kleinere Vergehen. Die Strafen hierf\u00fcr bewegten sich durchschnittlich zwischen drei Monaten und einem Jahr Gef\u00e4ngnis; je nach Richter, \u00bbT\u00e4terpers\u00f6nlichkeit\u00ab des Angeklagten, Kriegsschauplatz oder Frontsituation fielen die Urteile h\u00f6her oder niedriger aus, oder sie wurden sogar disziplinarisch, also ohne Gerichtsverhandlung, erledigt.<\/p>\n<p>Je l\u00e4nger der Krieg dauerte, desto t\u00f6dlicher wurde jedoch die Gefahr, die auch k\u00fcrzere Freiheitsstrafen f\u00fcr die Verurteilten bedeuten konnten. Die Truppenf\u00fchrung bereitete die Soldaten bereits in der Grundausbildung darauf vor, dass die kleinste Abweichung von der Norm h\u00e4rteste Formen des Strafvollzugs nach sich ziehen konnte. Abschreckung war hier oberstes Gebot. Entsprechend findet sich in den Kriegsgerichtsakten eine eigene Kategorie von Fluchtmotiven: die Furcht vor Bestrafung.<\/p>\n<p>Kriegsgerichtlich verurteilte Soldaten durchliefen ein komplexes Strafsystem, gekennzeichnet von \u00bbharter S\u00fchne\u00ab, \u00bbBew\u00e4hrung\u00ab und \u00bbErziehung\u00ab, so die zeitgen\u00f6ssischen Begriffe. In den unterschiedlichen Straflagern, Gef\u00e4ngnissen oder im Strafvollzug als Kriegseinsatz waren die Lebensbedingungen durch unerbittliche H\u00e4rte gekennzeichnet: Mangelern\u00e4hrung, unzureichende Kleidung und medizinische Versorgung, praktisch schrankenlose Gewaltanwendung und besonders gef\u00e4hrliche Eins\u00e4tze an den Fronten. All dies war auch Ausdruck eines NS-Menschenbildes, das ungehorsame Soldaten als \u00bbminderwertig\u00ab kategorisierte. Zugleich existierte der Gedanke der \u00bbErziehung\u00ab, der den bestraften Soldaten im Falle einer \u00bbBew\u00e4hrung\u00ab die Aussicht auf R\u00fcckkehr in die \u00bbv\u00f6lkische Wehrgemeinschaft\u00ab verhie\u00df. Die Chancen daf\u00fcr standen aufgrund der furchtbaren Behandlung allerdings schlecht. Wie viele Soldaten in diesem Strafsystem umkamen, ist nicht bekannt; jedoch z\u00e4hlen auch diese Opfer nach Zehntausenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wehrmachtgef\u00e4ngnisse und andere Haftanstalten<\/strong><\/p>\n<p>In den unterschiedlichen Milit\u00e4rhaftanstalten versuchte die milit\u00e4rische F\u00fchrung, \u00bbunerziehbare\u00ab von \u00bbbesserungsf\u00e4higen\u00ab Soldaten zu trennen und letztere f\u00fcr die regul\u00e4re Truppe zur\u00fcckzugewinnen. Vor allem seit Beginn des verlustreichen Krieges gegen die Sowjetunion verlagerte sich der Strafvollzug von den Gef\u00e4ngnissen im Hinterland an die Front. Die Soldaten sollten unter versch\u00e4rften Bedingungen Gelegenheit erhalten, sich vor dem Feind zu \u00bbbew\u00e4hren\u00ab. Zentrale Drehscheibe des Systems der Frontbew\u00e4hrung war das Wehrmachtgef\u00e4ngnis Fort Zinna im s\u00e4chsischen Torgau. Hier waren w\u00e4hrend des Krieges zwischen 60.000 und 70.000 Gefangene interniert, hier wurden H\u00e4ftlinge auf ihre \u00bbEignung f\u00fcr die Bew\u00e4hrungstruppe\u00ab \u00fcberpr\u00fcft und nach einer brutalen Aussonderungspraxis Bew\u00e4hrungs- und Feldstrafeinheiten zugewiesen, oder \u00bbunverbesserliche Wehrmachtsch\u00e4dlinge\u00ab an Konzentrationslager \u00fcberstellt. Wien war einer der wichtigsten Truppenstandorte im Reichsgebiet. Es gab hier gleich mehrere sogenannte Wehrmachtuntersuchungsgef\u00e4ngnisse, in denen Soldaten ihre Strafe verb\u00fc\u00dften, auf ihre Verfahren, die Urteilsvollstreckung oder auf einen Weitertransport zu anderen Haftorten warteten. Der Strafvollzug in der \u00bbOstmark\u00ab ist noch unerforscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zu <em>Wehrmachtgef\u00e4ngnisse und andere Haftanstalten<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3372\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/R_2017_300dpi-002.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3372\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3372   \" alt=\"Wehrmachtgef\u00e4ngnis Torgau\/Fort Zinna (sternf\u00f6rmiger Festungsbau in der Bildmitte), Ausschnitt einer US-amerikanischen Luftaufnahme, 18. April 1945.Quelle: Archiv DIZ Torgau, Stiftung S\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten, Dresden\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/R_2017_300dpi-002-1024x592.jpg\" width=\"280\" height=\"162\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/R_2017_300dpi-002-1024x592.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/R_2017_300dpi-002-300x173.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/R_2017_300dpi-002-500x289.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3372\" class=\"wp-caption-text\">Wehrmachtgef\u00e4ngnis Torgau\/Fort Zinna (sternf\u00f6rmiger Festungsbau in der Bildmitte), Ausschnitt einer US-amerikanischen Luftaufnahme, 18. April 1945.Quelle: Archiv DIZ Torgau, Stiftung S\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten, Dresden<\/p><\/div>\n<h5>Links im Bild sind die Seydlitz- sowie die Ziethenkaserne zu erkennen. Letztere war von August 1943 bis April 1945 Sitz des Reichskriegsgerichts, des h\u00f6chsten Milit\u00e4rgerichts der Wehrmacht.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fallbeispiel Wien: <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/verfolgungsorte\/wug-x\/\">Das Wehrmachtuntersuchungsgef\u00e4ngnis X (Favoriten)<\/a><\/p>\n<p>Haftbedingungen: <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/H\u00f6rstation_7_Theresa-Piniarska_WM-Gef\u00e4ngnis-Glatz.wav\">O-Ton Theresa Piniarska \u00fcber Milit\u00e4rstrafgefangene im Wehrmachtgef\u00e4ngnis Glatz<\/a><\/p>\n<p>Quelle: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Emslandlager<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen 1933 und 1938 lie\u00df das NS-Regime im Emsland, im \u00e4u\u00dfersten Nordwesten des Reiches, 15 Lager errichten, in denen H\u00e4ftlinge und Kriegsgefangene aus ganz Europa festgehalten wurden. Seit Kriegsbeginn internierte das Reichsjustizministerium in den sechs n\u00f6rdlichen Lagern vermehrt ehemalige deutsche Soldaten. Sie waren f\u00fcr \u00bbwehrunw\u00fcrdig\u00ab erkl\u00e4rt und aus der Wehrmacht ausgeschlossen worden. Sie galten als \u00bbverwahrt\u00ab, das hei\u00dft, die dort verbrachte Haftdauer wurde nicht auf die eigentliche Strafzeit angerechnet; diese sollte erst nach Kriegsende beginnen. Insgesamt sa\u00dfen in den Lagern Esterwegen, Brual-Rhede, B\u00f6rgermoor, Aschendorfermoor, Walchum und Neusustrum zwischen 25.000 und 30.000 kriegsgerichtlich Verurteilte ein. Mindestens 780 von ihnen starben hier w\u00e4hrend des Krieges an Hunger, Krankheiten und Misshandlung, wurden \u00bbauf der Flucht erschossen\u00ab oder hingerichtet. Die Wehrmachtjustiz \u00fcberstellte 5.000 bis 6.000 H\u00e4ftlinge in das Torgauer Wehrmachtgef\u00e4ngnis Fort Zinna, wo \u00fcber ihren weiteren Weg durch den Strafvollzug entschieden wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zu <em>Die Emslandlager<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3442\" style=\"width: 373px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Lager-Esterwegen1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3442\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3442 \" title=\"Ansicht des Strafgefangenenlagers Esterwegen, undatiert. Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg\" alt=\"Ansicht des Strafgefangenenlagers Esterwegen, undatiert. Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Lager-Esterwegen1.jpg\" width=\"363\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Lager-Esterwegen1.jpg 363w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Lager-Esterwegen1-242x300.jpg 242w\" sizes=\"(max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3442\" class=\"wp-caption-text\">Ansicht des Strafgefangenenlagers Esterwegen, undatiert. Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg<\/p><\/div>\n<p>Bei den H\u00e4ftlingen handelte es sich vor allem um Gefangene, die Strafen wegen \u00bbFahnenflucht\u00ab oder \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab verb\u00fc\u00dften. Die Haftbedingungen waren gepr\u00e4gt von m\u00f6rderischer Arbeit im Moor, unzureichender Ern\u00e4hrung und Bekleidung sowie Dem\u00fctigungen und Misshandlungen seitens der Wachmannschaften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3445\" style=\"width: 531px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Emslandlager4.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3445\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3445 \" title=\"Aushebung eines Grabens, von der Lagerleitung offiziell genehmigtes Foto, 1937.  Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg\" alt=\"Aushebung eines Grabens, von der Lagerleitung offiziell genehmigtes Foto, 1937.  Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Emslandlager4.jpg\" width=\"521\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Emslandlager4.jpg 651w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Emslandlager4-300x205.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Emslandlager4-437x300.jpg 437w\" sizes=\"(max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3445\" class=\"wp-caption-text\">Aushebung eines Grabens, von der Lagerleitung offiziell genehmigtes Foto, 1937.<br \/>Quelle: Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Papenburg<\/p><\/div>\n<p>Gemeinsam mit anderen H\u00e4ftlingen verrichteten ehemalige Soldaten schwerste Arbeiten zur Kultivierung des Moorbodens. Der Lageralltag war gepr\u00e4gt von Hunger, Gewalt und Tod.<\/p>\n<p>Haftbedingungen: <a href=\"http:\/\/www.peterpirker.at\/de\/index.php?nav=14\">Ausschnitt Filminterview mit Daniel Holzer \u00fcber seine Haft im Lager B\u00f6rgermoor<\/a> (Timecode: ab 4:51 Min).<\/p>\n<p>Haftbedingungen: <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/H\u00f6rstation_5_Host-Schluckner_Esterwegen.wav\">O-Ton des Deserteurs und Straflagerh\u00e4ftlings Horst Schluckner in Esterwegen<\/a>, Emsland.<\/p>\n<p>Quelle: Fietje Ausl\u00e4nder (Hg.): Verr\u00e4ter oder Vorbilder, Bremen 1990, S. 14-40; urspr\u00fcnglich abgedruckt in, Horst Schluckner: \u00bb\u00dcberlebende\u00ab, Berlin (Ost) 1956.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lLgoM3RH8HY\">Das Moorsoldatenlied<\/a> (Text: Johann Esser, Wolfgang Langhoff; Musik: Rudi Goguel).<\/p>\n<p>Quelle: Youtube<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hinrichtungsst\u00e4tten<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Todesurteile lie\u00df die Wehrmachtjustiz gegen Deserteure und \u00bbWehrkraftzersetzer\u00ab vollstrecken, in der Regel durch Erschie\u00dfen. Im Verlauf des Krieges \u00fcberstellten die deutschen Milit\u00e4rgerichte zum Tode verurteilte Soldaten au\u00dferdem in die Richtst\u00e4tten der Reichsjustizverwaltung. Dabei handelte es sich in der Regel um Zuchth\u00e4user. Dort wurden die meisten Verurteilten gek\u00f6pft, einige auch erh\u00e4ngt. Diese Hinrichtungsarten galten als besonders \u00bbentehrend\u00ab. Die Henker des Reichsjustizministeriums t\u00f6teten w\u00e4hrend des Krieges zwischen 1.500 und 2.000 kriegsgerichtlich verurteilte Wehrmachtsangeh\u00f6rige. Nicht zu ermitteln ist die Zahl der Opfer von Standgerichten in der Endphase des Krieges; dies gilt ebenso f\u00fcr die Soldaten und Zivilisten, die in den letzten Monaten vor der Kapitulation ohne jedes Verfahren erschossen oder geh\u00e4ngt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zu<em> Hinrichtungsst\u00e4tten<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3378\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Erschie\u00dfungspf\u00e4hle-Torgau.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3378\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3378   \" title=\"Hinrichtungsst\u00e4tte im n\u00f6rdlichen Wallgraben des Wehrmachtgef\u00e4ngnisses Torgau\/Fort Zinna, aufgenommen von alliierten Soldaten, April 1945.  Quelle: Archiv DIZ Torgau, Stiftung S\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten\" alt=\"Hinrichtungsst\u00e4tte im n\u00f6rdlichen Wallgraben des Wehrmachtgef\u00e4ngnisses Torgau\/Fort Zinna, aufgenommen von alliierten Soldaten, April 1945.  Quelle: Archiv DIZ Torgau, Stiftung S\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Erschie\u00dfungspf\u00e4hle-Torgau.jpg\" width=\"240\" height=\"232\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3378\" class=\"wp-caption-text\">Hinrichtungsst\u00e4tte im n\u00f6rdlichen Wallgraben des Wehrmachtgef\u00e4ngnisses Torgau\/Fort Zinna, aufgenommen von alliierten Soldaten, April 1945.<br \/>Quelle: Archiv DIZ Torgau, Stiftung S\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten<\/p><\/div>\n<p>Hier und an mehreren anderen Orten rund um die Festungsanlagen lie\u00df die Wehrmachtjustiz mindestens 197 kriegsgerichtlich verurteilte H\u00e4ftlinge t\u00f6ten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3379\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Huth-D\u00d6W.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3379\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3379  \" title=\"Aufnahme des von der Gestapo geh\u00e4ngten Hauptmanns der Wehrmacht Alfred Huth (1918-1945), April 1945. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands\" alt=\"Aufnahme des von der Gestapo geh\u00e4ngten Hauptmanns der Wehrmacht Alfred Huth (1918-1945), April 1945. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Huth-D\u00d6W.jpg\" width=\"180\" height=\"281\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3379\" class=\"wp-caption-text\">Aufnahme des von der Gestapo geh\u00e4ngten Hauptmanns der Wehrmacht Alfred Huth (1918-1945), April 1945. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands<\/p><\/div>\n<p>Huth war Teil eines Wiener Widerstandsnetzwerks. Am 6. April wurde er verhaftet, von einem Wehrmachtgericht zun\u00e4chst freigesprochen, allerdings wenig sp\u00e4ter durch ein SS-Standgericht zum Tode verurteilt und am 8. April am Floridsdorfer Spitz in Wien \u00f6ffentlich erh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachkriegsjustiz.at\/vgew\/1210_amspitz.php\">N\u00e4heres zum Widerstandskreis um die Wehrmachtsoffiziere Karl Biedermann, Alfred Huth u.a.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3380\" style=\"width: 195px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/200604261549_4_19_h.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3380\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3380 \" title=\"Guillotine im Wiener Landesgericht, undatiert. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands \" alt=\"Guillotine im Wiener Landesgericht, undatiert. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands \" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/200604261549_4_19_h.jpg\" width=\"185\" height=\"264\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3380\" class=\"wp-caption-text\">Guillotine im Wiener Landesgericht, undatiert. Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands<\/p><\/div>\n<p>In den Haftr\u00e4umen im Landesgerichts waren ab 1938 auch Soldaten interniert. Seit 1943 wurden hier milit\u00e4rgerichtlich Verurteilte get\u00f6tet. Dabei handelte es sich zumeist um solche Personen, die politische Delikte begangen hatten (\u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab, \u00bbKriegsverrat\u00ab usw.). Exekutionen fanden durch Erh\u00e4ngen und das Fallbeil statt. Ein 1951 eingerichteter Gedenkraum nennt auch die Namen zwanzig hingerichteter Wehrmachtsangeh\u00f6riger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3381\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3381\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3381 \" title=\"Milit\u00e4rschie\u00dfplatz Wien-Kagran (heute Donaupark), undatiert. Quelle: Bezirksmuseum Donaustadt\" alt=\"Milit\u00e4rschie\u00dfplatz Wien-Kagran (heute Donaupark), undatiert. Quelle: Bezirksmuseum Donaustadt\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran-1024x671.jpg\" width=\"584\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran-1024x671.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran-300x196.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran-457x300.jpg 457w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3.1-Milit\u00e4rschie\u00dfplatz-Wien-Kagran.jpg 1181w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3381\" class=\"wp-caption-text\">Milit\u00e4rschie\u00dfplatz Wien-Kagran (heute Donaupark), undatiert. Quelle: Bezirksmuseum Donaustadt<\/p><\/div>\n<p>Hier wurden zwischen 1940 und 1945 mindestens 129 Menschen zumeist nach milit\u00e4rgerichtlichen Urteilen erschossen. Am 5. November 1984 weihte die Stadt Wien und das Ministerium f\u00fcr Landesverteidigung ein Erinnerungszeichen f\u00fcr die Erschossenen ein. Seit 2002 veranstaltet das Personenkomitee \u00bbGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab hier allj\u00e4hrlich am 26. Oktober eine Gedenkfeier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_4037\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hinrichtung-Stedry-I+II.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4037\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4037\" alt=\"Hinrichtungsprotokoll, 7. Februar 1945 (zwei Bl\u00e4tter). Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/Archiv der Republik\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hinrichtung-Stedry-I+II.jpg\" width=\"1024\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hinrichtung-Stedry-I+II.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hinrichtung-Stedry-I+II-300x205.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hinrichtung-Stedry-I+II-438x300.jpg 438w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4037\" class=\"wp-caption-text\">Hinrichtungsprotokoll, 7. Februar 1945 (zwei Bl\u00e4tter).<br \/>Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/Archiv der Republik<\/p><\/div>\n<p>Protokoll der Hinrichtung von 14 \u00bbWehrkraftzersetzern\u00ab durch das Gericht der Division 177 in Wien-Kagran, 7. Februar 1945.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bew\u00e4hrungseinheiten 500<\/strong><\/p>\n<p>In der sogenannten Bew\u00e4hrungstruppe 500 k\u00e4mpften seit April 1941 wehrmachtgerichtlich verurteilte Soldaten an \u00bbbesonders gef\u00e4hrlichen Abschnitten der Front\u00ab, wo sie sich durch \u00bbau\u00dfergew\u00f6hnliche Tapferkeit\u00ab bew\u00e4hren sollten. Gelang dies, wurde ihnen Strafmilderung oder sogar Straferlass in Aussicht gestellt; ansonsten drohte die Vollstreckung der urspr\u00fcnglich verh\u00e4ngten Strafen. Bei den 500er-Bataillonen dienten w\u00e4hrend des Krieges rund 27.000 \u00bbBew\u00e4hrungsm\u00e4nner\u00ab, \u00fcberwacht und befehligt durch besonders ausgesuchte Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften aus der regul\u00e4ren Truppe. Fachlich qualifiziertes F\u00fchrungspersonal auf der einen Seite, Bew\u00e4hrungsdruck und zum Teil vorhandener \u00bbBew\u00e4hrungswille\u00ab auf der anderen Seite machten die Bataillone zu kampfstarken Einheiten. Doch auch die Verluste waren au\u00dferordentlich hoch. Nach durchschnittlich sechs Monaten war ein Bataillon von gut 1.000 Mann \u00bbaufgerieben\u00ab, d.h. seine M\u00e4nner gefallen, vermisst oder verwundet. Die Existenz von Bew\u00e4hrungsbataillonen sollte die gehorsamen Soldaten von jeder Form der Verweigerung abschrecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zu <em>Bew\u00e4hrungseinheiten 500<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3385\" style=\"width: 377px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-7-Leichenbergung_2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3385\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3385  \" title=\"Leichenbergung in Kamenka-Wald, nordwestlich von Smolensk, Fr\u00fchjahr 1942. Quelle: Fritz Kammerer: \u00bbPilzdivision im Einsatz\u00ab, Infanterie Division Oberrhein, Frankreich, Ru\u00dfland, M\u00fcllheim 1969\" alt=\"Leichenbergung in Kamenka-Wald, nordwestlich von Smolensk, Fr\u00fchjahr 1942. Quelle: Fritz Kammerer: \u00bbPilzdivision im Einsatz\u00ab, Infanterie Division Oberrhein, Frankreich, Ru\u00dfland, M\u00fcllheim 1969\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-7-Leichenbergung_2.jpg\" width=\"367\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-7-Leichenbergung_2.jpg 524w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-7-Leichenbergung_2-300x196.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-7-Leichenbergung_2-458x300.jpg 458w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3385\" class=\"wp-caption-text\">Leichenbergung in Kamenka-Wald, nordwestlich von Smolensk, Fr\u00fchjahr 1942.<br \/>Quelle: Fritz Kammerer: \u00bbPilzdivision im Einsatz\u00ab, Infanterie Division Oberrhein, Frankreich, Ru\u00dfland, M\u00fcllheim 1969<\/p><\/div>\n<p>Ein ehemaliger Regimentskommandeur ver\u00f6ffentlichte die Aufnahmen gefallener Strafsoldaten in einer Erinnerungsschrift. Er berichtet darin von verheerenden Verlusten bei der Bew\u00e4hrungstruppe 500.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_4115\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20061201_Verlustmeldung_I+II.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4115\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-4115 \" alt=\"Auszug aus einer Verlustliste der 2. Kompanie des Bataillons 550 \u00bbzur besonderen Verwendung\u00ab, M\u00e4rz bis Mai 1942 (Familiennamen geschw\u00e4rzt).  Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20061201_Verlustmeldung_I+II.jpg\" width=\"673\" height=\"494\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20061201_Verlustmeldung_I+II.jpg 673w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20061201_Verlustmeldung_I+II-300x220.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20061201_Verlustmeldung_I+II-408x300.jpg 408w\" sizes=\"(max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4115\" class=\"wp-caption-text\">Auszug aus einer Verlustliste der 2. Kompanie des Bataillons 550 \u00bbzur besonderen Verwendung\u00ab, M\u00e4rz bis Mai 1942 (Familiennamen geschw\u00e4rzt).<br \/>Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin<\/p><\/div>\n<p>Die Aufstellung verdeutlicht die enormen Verluste des Bataillons in den K\u00e4mpfen in der Gegend von Smolensk. Alle im Dokument aufgef\u00fchrten Soldaten starben am 22. M\u00e4rz 1942 als das Bataillon an einem Tag die H\u00e4lfte seiner \u00bbGefechtsst\u00e4rke\u00ab verlor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Bew\u00e4hrungstruppe 999<\/strong><\/p>\n<p>Die Strafeinheit 999 wurde in der Regel aus M\u00e4nnern gebildet, die zuvor keinen Wehrdienst geleistet hatten, weil sie als \u00bbwehrunw\u00fcrdig\u00ab galten \u2013 vor allem Zivilisten, Gef\u00e4ngnis-, Zuchthaus- und KZ-H\u00e4ftlinge. Zu Beginn des vierten Kriegsjahres ben\u00f6tigte die Wehrmacht allerdings jeden verf\u00fcgbaren Mann. Auch den Eingezogenen der Bew\u00e4hrungstruppe 999 stellte die Wehrmachtf\u00fchrung in Aussicht, durch \u00bbvorbildlich tapferen Einsatz als Soldaten vor dem Feinde den Schandfleck auf ihrer Ehre zu tilgen und dadurch wieder vollwertige Soldaten und Staatsb\u00fcrger zu werden\u00ab. Auch hier drohten bei Nichtbew\u00e4hrung die R\u00fcckf\u00fchrung in den Strafvollzug ohne Strafzeitanrechnung f\u00fcr die Dauer des Krieges oder eine Einweisung in ein Konzentrationslager. Knapp ein Drittel der rund 28.000 Bew\u00e4hrungssoldaten der 999er bestand aus \u00bbPolitischen\u00ab, zumeist Kommunisten oder Sozialdemokraten; die anderen waren als \u00bbKriminelle\u00ab eingestuft. Die Einheiten dienten vor allem in Afrika und auf dem Balkan. Gerade von den \u00bbpolitischen\u00ab Bew\u00e4hrungssoldaten liefen einige Hundert \u00fcber und leisteten Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0Dokumente zu <em>Die Bew\u00e4hrungstruppe 999<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3918\" style=\"width: 384px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/999er1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3918\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3918  \" title=\"Vereidigung von 999ern auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Heuberg, Fr\u00fchjahr 1943:  Quelle: Privatarchiv Klausch, Oldenburg\" alt=\"Vereidigung von 999ern auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Heuberg, Fr\u00fchjahr 1943:  Quelle: Privatarchiv Klausch, Oldenburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/999er1-1024x698.jpg\" width=\"374\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/999er1-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/999er1-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3918\" class=\"wp-caption-text\">Vereidigung von 999ern auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Heuberg, Fr\u00fchjahr 1943:<br \/>Quelle: Privatarchiv Klausch, Oldenburg<\/p><\/div>\n<p>Die Zeremonie fand in \u00bbbesonders feierlicher Form\u00ab statt. Den Bew\u00e4hrungssoldaten sollte verdeutlicht werden, dass ihnen \u00bbvom F\u00fchrer in hochherziger Weise die einmalige Gelegenheit gegeben w\u00fcrde\u00ab, durch \u00bbmutigen Einsatz vor dem Feinde [\u2026] ihre Ehre wiederherzustellen\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Feldstrafeinheiten<\/strong><\/p>\n<p>In Feldstrafgefangenen-Abteilungen und Feldstraflagern herrschten die h\u00e4rtesten Haftbedingungen. Wer seit Fr\u00fchjahr 1942 zu mehr als drei Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt worden war, den \u00fcberstellten die Wehrmachtgerichte h\u00e4ufig nicht mehr an ortsfeste Haftanstalten, sondern an die mobilen <strong>Feldstrafgefangenen-Abteilungen<\/strong>. Den Dienst leisteten die Gefangenen in der Regel unbewaffnet, bei unzureichender Ern\u00e4hrung und sch\u00e4rfstem Drill, meist an der Ostfront. Der Alltag war gepr\u00e4gt durch \u00bbh\u00e4rteste Arbeiten unter gefahrvollen Umst\u00e4nden\u00ab, Bunker- und Stellungsbau, Minenr\u00e4umen sowie die Bergung von Leichen. Insgesamt waren \u00fcber 50.000 Soldaten zum Dienst in diesen Einheiten gezwungen. In <strong>Feldstraflager<\/strong> \u00fcberstellten die Gerichte solche Soldaten, die sie zu \u00bbunverbesserlichen Wehrmachtsch\u00e4dlingen\u00ab oder \u00bbTr\u00e4gern wehrfeindlichen Geistes\u00ab erkl\u00e4rt, oder die sich in den Feldstrafgefangenen-Abteilungen nicht \u00bbgebessert\u00ab hatten. In den Feldstraflagern sollten die Bedingungen noch h\u00e4rter sein. 4.000 bis 5.000 Soldaten haben diese zwischen Mai 1942 und Kriegsende durchlaufen; \u00fcber ihr genaues Schicksal ist aufgrund der schlechten Quellenlage wenig bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zu <em>Die Feldstrafeinheiten<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3394\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Straeflinge-Pietarsari.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3394\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3394 \" title=\"Farb-Dia mit der Beschriftung: \u00bbStr\u00e4flinge bei Pietarsaari\u00ab, vermutlich 1942:  Quelle: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas\" alt=\"Farb-Dia mit der Beschriftung: \u00bbStr\u00e4flinge bei Pietarsaari\u00ab, vermutlich 1942:  Quelle: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Straeflinge-Pietarsari.jpg\" width=\"1024\" height=\"701\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Straeflinge-Pietarsari.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Straeflinge-Pietarsari-300x205.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Straeflinge-Pietarsari-438x300.jpg 438w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3394\" class=\"wp-caption-text\">Farb-Dia mit der Beschriftung: \u00bbStr\u00e4flinge bei Pietarsaari\u00ab, vermutlich 1942:<br \/>Quelle: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/p><\/div>\n<p>Ab Juni 1942 wurden die bis dahin eingerichteten Feldstraflager I und II mit Schiffen nach Jakobstaad\/Pietarsaari (Finnland) verlegt. Die Transporte umfassten etwa 1.200 Straflagerverwahrte. Sie wurden zum Bau milit\u00e4rischer K\u00fcstenbefestigungen, sp\u00e4ter auch zur Instandhaltung von Nachschubverbindungen eingesetzt. Nur wenige der H\u00e4ftlinge \u00fcberlebten diese Eins\u00e4tze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3397\" style=\"width: 477px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Verlustmeldung-Feldstrafgefangenenabteilung.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3397\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3397 \" title=\"Meldung \u00fcber den Tod des Strafgefangenen Kurt M\u00fcller, 7. M\u00e4rz 1943:  Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin\" alt=\"Meldung \u00fcber den Tod des Strafgefangenen Kurt M\u00fcller, 7. M\u00e4rz 1943:  Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Verlustmeldung-Feldstrafgefangenenabteilung-736x1024.jpg\" width=\"467\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Verlustmeldung-Feldstrafgefangenenabteilung-736x1024.jpg 736w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Verlustmeldung-Feldstrafgefangenenabteilung-215x300.jpg 215w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Verlustmeldung-Feldstrafgefangenenabteilung.jpg 978w\" sizes=\"(max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3397\" class=\"wp-caption-text\">Meldung \u00fcber den Tod des Strafgefangenen Kurt M\u00fcller, 7. M\u00e4rz 1943:<br \/>Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin<\/p><\/div>\n<p>Die angegebene Todesursache zeigt deutlich, wie sehr die Feldstrafgefangenen unter Hunger gelitten haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3396\" style=\"width: 678px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schr\u00f6mbges.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3396\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3396 \" title=\"Meldung \u00fcber den Tod des Straflagerverwahrten Wilhelm Schr\u00f6mbges, 3. November 1942:  Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin\" alt=\"Meldung \u00fcber den Tod des Straflagerverwahrten Wilhelm Schr\u00f6mbges, 3. November 1942:  Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schr\u00f6mbges.jpg\" width=\"668\" height=\"943\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schr\u00f6mbges.jpg 668w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schr\u00f6mbges-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3396\" class=\"wp-caption-text\">Meldung \u00fcber den Tod des Straflagerverwahrten Wilhelm Schr\u00f6mbges, 3. November 1942:<br \/>Quelle: Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin<\/p><\/div>\n<p>Der Vordruck sieht die regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Todesursache \u00bbErschie\u00dfung auf der Flucht\u00ab vor (hier erkennbar daran, dass der vorgedruckte Text mit schwarzem Stift durchgestrichen wurde). Die im Falle Wilhelm Schr\u00f6mbges angegebene Todesursache findet sich ebenfalls h\u00e4ufig und zeugt von Hunger und gnadenloser Ausbeutung der Arbeitskraft der Straflagerverwahrten.<\/p>\n<p>Haftbedingungen: <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/H\u00f6rstation1_Karl-Baumann_WM-Gef\u00e4ngnis_FGA.wav\">Feldstrafgefangenenabteilung XVII: O-Ton Karl Baumann \u00fcber Milit\u00e4rstrafgefangene an der Ostfront, 1943<\/a> (Audio-File).<\/p>\n<p>Quelle: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/p>\n<p>Haftbedingungen <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/H\u00f6rstation_3_Robert-Stein_FSL.wav\">Feldstrafgefangenenabteilung XVII: O-Ton Karl Baumann \u00fcber Milit\u00e4rstrafgefangene an der Ostfront, 1942<\/a> (Audio-File).<\/p>\n<p>Quelle: Robert Stein: Vom Wehrmachtstraflager zur Zwangsarbeit bei Daimler-Benz, in: 1999. Zeitschrift f\u00fcr Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, Band 2, Heft 4 (1987)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wege der Strafvollstreckung: Fallbeispiele<\/strong><\/p>\n<p><em>Tod im Konzentrationslager<\/em><\/p>\n<p><strong>Karl Rupitsch (1910-1944)<\/strong><\/p>\n<p>Der aus Goldegg im Salzburger Land stammende Landwirt Karl Rupitsch war zun\u00e4chst wegen einer Knieverletzung vom Wehrdienst zur\u00fcckgestellt worden, bevor er 1943 erneut einen Einberufungsbescheid bekam. Als Regimegegner leistete er diesem keine Folge und versteckte sich seit dem Winter 1943\/1944 bei Freunden auf umliegenden Bauernh\u00f6fen und Almen. Nachdem weitere Soldaten aus der Region im vorletzten Kriegsjahr nicht mehr zu ihren Einheiten zur\u00fcckkehrten, beschloss die NS-F\u00fchrung die fahnenfl\u00fcchtigen Soldaten mittels einer Gro\u00dfrazzia zu ergreifen. Rund 1.000 SS-Soldaten und 60 Gestapobeamte durchk\u00e4mmten am 2. Juli 1944 das Gebiet um Goldegg und verhafteten neben Karl Rupitsch weitere rund 50 Personen, die eine Gruppe von sechs Deserteuren unterst\u00fctzt hatten. Drei Personen wurden bei der Razzia get\u00f6tet, drei der Deserteure entkamen, zwei von ihnen wurden sp\u00e4ter verhaftet und nur einer \u00fcberlebte den Krieg in einem entlegenen Tal. Karl Rupitsch und mit ihm viele andere wurden in Zuchth\u00e4user und Konzentrationslager verschleppt. Er selbst wurde am 28. Oktober 1944 gemeinsam mit dreien seiner Freunde im KZ Mauthausen ermordet. Nachdem Angeh\u00f6rige bereits kurz nach Kriegsende ein Erinnerungszeichen f\u00fcr ihre zwei get\u00f6teten S\u00f6hne in der N\u00e4he des B\u00f6ndlsees anbrachten, dauerte es bis zum 8. August 2014 bis ein Gedenkstein f\u00fcr die Opfer errichtete werden konnte. Er steht auf dem Gel\u00e4nde des Regenerationszentrums in Goldegg. Die Initiative dazu ging von Brigitte H\u00f6fert aus, der Tochter Karl Rupitschs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zur Fallgeschichte Karl Rupitsch<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3401\" style=\"width: 601px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Karl-Rupitsch-mit-Familie-und-Kuh-beim-Pauss1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3401\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3401 \" title=\"Die Familie Rupitsch vor ihrem Bauernhof Pauss in M\u00fchlbach am Hochk\u00f6nig, Winter 1935.  Quelle: privat\" alt=\"Die Familie Rupitsch vor ihrem Bauernhof Pauss in M\u00fchlbach am Hochk\u00f6nig, Winter 1935.  Quelle: privat\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Karl-Rupitsch-mit-Familie-und-Kuh-beim-Pauss1.jpg\" width=\"591\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Karl-Rupitsch-mit-Familie-und-Kuh-beim-Pauss1.jpg 591w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Karl-Rupitsch-mit-Familie-und-Kuh-beim-Pauss1-300x202.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Karl-Rupitsch-mit-Familie-und-Kuh-beim-Pauss1-444x300.jpg 444w\" sizes=\"(max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3401\" class=\"wp-caption-text\">Die Familie Rupitsch vor ihrem Bauernhof Pauss in M\u00fchlbach am Hochk\u00f6nig, Winter 1935.<br \/>Quelle: privat<\/p><\/div>\n<p>Von rechts: Karl Rupitsch (mit Kuh), Karls Vater Johann Rupitsch, Hiasi, der Ziehsohn der Familie, Karls Mutter Anna Rupitsch und das uneheliche Kind Engelbert Portenkirchner<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3402\" style=\"width: 456px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Portrait-Karl-Ruppitsch.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3402\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3402  \" title=\"Karl Rupitsch mit seiner Tochter Brigitte, 1943.  Quelle: privat\" alt=\"Karl Rupitsch mit seiner Tochter Brigitte, 1943.  Quelle: privat\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Portrait-Karl-Ruppitsch.jpg\" width=\"446\" height=\"614\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Portrait-Karl-Ruppitsch.jpg 557w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Portrait-Karl-Ruppitsch-217x300.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3402\" class=\"wp-caption-text\">Karl Rupitsch mit seiner Tochter Brigitte, 1943.<br \/>Quelle: privat<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3403\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Parte-Karl-Ruppitsch.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3403\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3403   \" title=\"Partezettel f\u00fcr Karl Rupitsch, 1945.  Quelle: privat\" alt=\"Partezettel f\u00fcr Karl Rupitsch, 1945.  Quelle: privat\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Parte-Karl-Ruppitsch.jpg\" width=\"350\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Parte-Karl-Ruppitsch.jpg 486w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Parte-Karl-Ruppitsch-189x300.jpg 189w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3403\" class=\"wp-caption-text\">Partezettel f\u00fcr Karl Rupitsch, 1945.<br \/>Quelle: privat<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3404\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Totenbuch-Mauthausen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3404\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3404 \" title=\"Auszug aus dem Mauthausener Totenbuch.  Quelle: privat\" alt=\"Auszug aus dem Mauthausener Totenbuch.  Quelle: privat\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Totenbuch-Mauthausen.jpg\" width=\"1024\" height=\"711\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Totenbuch-Mauthausen.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Totenbuch-Mauthausen-300x208.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Totenbuch-Mauthausen-432x300.jpg 432w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3404\" class=\"wp-caption-text\">Auszug aus dem Mauthausener Totenbuch.<br \/>Quelle: privat<\/p><\/div>\n<p>Der Name befindet sich in der vierten Zeile von oben (hier falsch geschrieben). Karl Rupitsch wurde am 28. Oktober 1944 \u00bbauf Befehl des R[eich]-F[\u00fchrers]-SS erh\u00e4ngt\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Adalbert von Springer (1896-1943)<\/strong><\/p>\n<p><em>Enthauptung im Zuchthaus Halle\/Saale<\/em><\/p>\n<p>Am 7. Juli 1943 verurteilte der 2. Senat des Reichskriegsgerichts den Stabsarzt der Reserve Dr. Adalbert von Springer zum Tode. Ihm wurde unter anderem \u00bbKriegsverrat\u00ab und \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab vorgeworfen. Reichskriegsgerichtsrat Werner Lueben stellte im Urteil fest, von Springer habe die \u00bbSicherheit des Reiches\u00ab gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Nach seinem Abitur 1914 begann der 1896 in Galizien geborene von Springer in Wien ein Medizinstudium und meldete sich ein Jahr sp\u00e4ter freiwillig zum Kriegsdienst in der \u00f6sterreichischen Armee. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss er sein Studium ab und lie\u00df sich in Wien als Facharzt f\u00fcr Frauenheilkunde nieder. Kurz vor Kriegsbeginn wurde er zur Wehrmacht eingezogen. 1943 verhaftete ihn die Geheime Staatspolizei (Gestapo), da er f\u00fcr die verbotene Kommunistische Partei \u00d6sterreichs Flugbl\u00e4tter gegen das NS-Regime und gegen den Krieg verfasst hatte.<\/p>\n<p>An Adalbert von Springer wurde das Todesurteil am 17. September 1943 in Halle\/Saale durch Enthaupten vollstreckt. Diese Hinrichtungsart in einem Zuchthaus des Reichsjustizministeriums w\u00e4hlten die NS-Gerichte in der Regel f\u00fcr Verurteilte, die (angeblich) Kriegs- oder Landesverrat begangen hatten. Als \u00bbKriegsverrat\u00ab galt ein Landesverrat, der \u00bbim Felde\u00ab, also von Angeh\u00f6rigen der Wehrmacht w\u00e4hrend des Krieges, begangen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zur Fallgeschichte Adalbert von Springer<\/strong><b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_3408\" style=\"width: 359px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Springer_3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3408\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3408 \" title=\"Portraitaufnahme Adalbert von Springers, undatiert.  Quelle:Privatarchiv Hofrat Dr. Kurt Seidl, Wien\" alt=\"Portraitaufnahme Adalbert von Springers, undatiert.  Quelle:Privatarchiv Hofrat Dr. Kurt Seidl, Wien\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Springer_3.jpg\" width=\"349\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Springer_3.jpg 436w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Springer_3-213x300.jpg 213w\" sizes=\"(max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3408\" class=\"wp-caption-text\">Portraitaufnahme Adalbert von Springers, undatiert.<br \/>Quelle:Privatarchiv Hofrat Dr. Kurt Seidl, Wien<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_4121\" style=\"width: 558px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/RKG-Urteil-von-Springer_I-III.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4121\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4121\" alt=\"Feldurteil, 7. Juli 1943 (Ausz\u00fcge, drei Bl\u00e4tter).  Quelle: Vojensky Historicky Archiv, Prag\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/RKG-Urteil-von-Springer_I-III-e1483634020511.jpg\" width=\"548\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/RKG-Urteil-von-Springer_I-III-e1483634020511.jpg 548w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/RKG-Urteil-von-Springer_I-III-e1483634020511-300x153.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4121\" class=\"wp-caption-text\">Feldurteil, 7. Juli 1943 (Ausz\u00fcge, drei Bl\u00e4tter).<br \/>Quelle: Vojensky Historicky Archiv, Prag<\/p><\/div>\n<p>Der Stabsarzt Adalbert von Springer engagierte sich politisch aktiv gegen den Nationalsozialismus. Laut Urteil war er in den 1920er und 1930er Jahren Mitglied der sozialdemokratischen Partei \u00d6sterreichs und zahlte au\u00dferdem Beitr\u00e4ge an die \u00bbRote Hilfe\u00ab, eine Organisation der damals illegalen Kommunistischen Partei \u00d6sterreichs. Das Todesurteil zitiert vier Flugbl\u00e4tter, die von Springer zugeschrieben werden; darin werden das NS-Regime und der von diesem begonnene Krieg scharf verurteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3414\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/D\u00d6W_467_4-e1481626798289.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3414\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3414 \" title=\"Abschrift Totenschein, ausgestellt von der Stadt Halle\/Saale, 18. September 1943.  Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands\" alt=\"Abschrift Totenschein, ausgestellt von der Stadt Halle\/Saale, 18. September 1943.  Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/D\u00d6W_467_4-e1481626798289-723x1024.jpg\" width=\"584\" height=\"827\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/D\u00d6W_467_4-e1481626798289-723x1024.jpg 723w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/D\u00d6W_467_4-e1481626798289-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3414\" class=\"wp-caption-text\">Abschrift Totenschein, ausgestellt von der Stadt Halle\/Saale, 18. September 1943.<br \/>Quelle: Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands<\/p><\/div>\n<p>Adalbert von Springer starb am 17. September um 17 Uhr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3419\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Ehrenzeichen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3419\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3419 \" title=\"Verleihungsurkunde f\u00fcr das Ehrenzeichen f\u00fcr Verdienste um die Befreiung \u00d6sterreichs, 29. Dezember 2006.  Quelle: Gedenkst\u00e4tte ROTER OCHSE Halle (Saale)\" alt=\"Verleihungsurkunde f\u00fcr das Ehrenzeichen f\u00fcr Verdienste um die Befreiung \u00d6sterreichs, 29. Dezember 2006.  Quelle: Gedenkst\u00e4tte ROTER OCHSE Halle (Saale)\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Ehrenzeichen-721x1024.jpg\" width=\"584\" height=\"829\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Ehrenzeichen-721x1024.jpg 721w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Ehrenzeichen-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3419\" class=\"wp-caption-text\">Verleihungsurkunde f\u00fcr das Ehrenzeichen f\u00fcr Verdienste um die Befreiung \u00d6sterreichs, 29. Dezember 2006.<br \/>Quelle: Gedenkst\u00e4tte ROTER OCHSE Halle (Saale)<\/p><\/div>\n<p>62 Jahre nach dem Todesurteil ehrte die Republik \u00d6sterreich Adalbert von Springer f\u00fcr sein mutiges Eintreten gegen den NS-Terror. Es dauerte noch bis zum Jahr 2009 bis alle Unrechtsurteile der NS-Milit\u00e4rjustiz pauschal aufgehoben wurden.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrend:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/deserteure-wehrkraftzersetzer-und-kriegsverraeter.984.de.html?dram:article_id=153431\">Bericht von Otto Langels in <em>Deutschlandradio Kultur<\/em> \u00fcber &#8220;Deserteure, &#8216;Wehrkraftzersetzer&#8217; und &#8216;Kriegsverr\u00e4ter'&#8221;, <\/a>20. August 2008<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adalbert_von_Springer#\">Wikipedia-Eintrag zu Adalbert von Springer<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/A-Kriegsverrat.pdf\">Artikel von Wolfram Wette (&#8220;Die Verratenen) <\/a><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/A-Kriegsverrat.pdf\">in <em>Die Zeit, <\/em><\/a>24. April 2008 <em><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Johann Z\u00f6hrer (1923-1997)<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0Fahnenflucht aus Angst vor Bestrafung und einem m\u00f6rderischen Strafvollzug<\/em><\/p>\n<p>Im Juli 1944 verlie\u00df der Unteroffiziersanw\u00e4rter Johann Z\u00f6hrer seine Einheit, die zu dieser Zeit im Norden Finnlands stationiert war. Der 1923 in einem Dorf bei Deutschlandlandsberg in der Steiermark geborene Arbeiter f\u00fcrchtete eine Anklage wegen eines Kameradendiebstahls; der brutale Vollzug solcher Strafen, die in der Regel mit mehreren Monaten Gef\u00e4ngnis geahndet wurden, fl\u00f6\u00dfte Z\u00f6hrer solche Furcht ein, dass er lieber ein f\u00fcr Fahnenflucht drohendes Todesurteil in Kauf nahm. Er plante, sich \u00fcber die nahe gelegene Grenze ins neutrale Schweden abzusetzen, wurde jedoch vier Tage nach seiner Entziehung im grenznahen Tornio aufgegriffen und verhaftet. Das Gericht sah es in der Verhandlung vom 2. August zwar als erwiesen an, dass Z\u00f6hrer desertiert war, verh\u00e4ngte die sonst \u00fcbliche Todesstrafe jedoch nicht. Oberstabsrichter M\u00fcller vom Gericht der 2. Gebirgsj\u00e4gerdivision hielt dem Angeklagten zugute, er habe nicht aus Furcht vor pers\u00f6nlicher Gefahr und auch nicht aus \u00bbwehrfeindlicher Gesinnung\u00ab gehandelt. Z\u00f6hrer k\u00f6nne \u00bbin einem scharfen Strafvollzug ohne weiteres noch zu einem brauchbaren Soldaten erzogen werden\u00ab. \u00a0Der Oberbefehlshaber der 20. Gebirgsarmee verf\u00fcgte, dass die im Kontext mit der Zuchthausstrafe ausgesprochene Aberkennung der Wehrw\u00fcrdigkeit aufgehoben und Z\u00f6hrer die M\u00f6glichkeit gegeben werde, sich in einer Feldstrafgefangenenabteilung zu \u00bbbew\u00e4hren\u00ab. Johann Z\u00f6hrer konnte den Krieg \u00fcberleben und starb 1997 in Deutschlandsberg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zur Fallgeschichte Johann Z\u00f6hrer<\/strong><b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_3495\" style=\"width: 477px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301030.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3495\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3495 \" title=\"Feldurteil gegen Johann Z\u00f6hrer, 2. August 1944 (Auszug).  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" alt=\"Feldurteil gegen Johann Z\u00f6hrer, 2. August 1944 (Auszug).  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301030-685x1024.jpg\" width=\"467\" height=\"698\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301030-685x1024.jpg 685w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301030-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3495\" class=\"wp-caption-text\">Feldurteil gegen Johann Z\u00f6hrer, 2. August 1944 (Auszug).<br \/>Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3496\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301035.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3496\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3496 \" title=\"Verf\u00fcgung des Oberbefehlshabers der 20. Gebirgsarmee, Generaloberst Rendulic, 14. August 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" alt=\"Verf\u00fcgung des Oberbefehlshabers der 20. Gebirgsarmee, Generaloberst Rendulic, 14. August 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301035-664x1024.jpg\" width=\"584\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301035-664x1024.jpg 664w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301035-194x300.jpg 194w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3496\" class=\"wp-caption-text\">Verf\u00fcgung des Oberbefehlshabers der 20. Gebirgsarmee, Generaloberst Rendulic, 14. August 1944.<br \/>Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3497\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301036.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3497\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3497 \" title=\"Mitteilung an die Wehrmachthaftanstalt Svanvik, 8. September 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" alt=\"Mitteilung an die Wehrmachthaftanstalt Svanvik, 8. September 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301036-1024x799.jpg\" width=\"584\" height=\"455\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301036-1024x799.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301036-300x234.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301036-384x300.jpg 384w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3497\" class=\"wp-caption-text\">Mitteilung an die Wehrmachthaftanstalt Svanvik, 8. September 1944.<br \/>Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik<\/p><\/div>\n<p>Wie zu dieser Phase des Krieges \u00fcblich, sollten Gef\u00e4ngnis- oder Zuchthausstrafen nicht in festen Hafteinrichtungen vollstreckt werden, sondern in den mobilen Strafeinheiten der Wehrmacht, hier eine Feldstrafgefangenenabteilung. \u00dcber den weiteren Weg durch die Haft Johann Z\u00f6hrers ist nichts weiter bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3498\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301037.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3498\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3498 \" title=\"Meldung der Wehrmachtgefangenenabteilung Bernau bei Berlin, 13. Oktober 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" alt=\"Meldung der Wehrmachtgefangenenabteilung Bernau bei Berlin, 13. Oktober 1944.  Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301037-1024x710.jpg\" width=\"584\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301037-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301037-300x208.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/00301037-432x300.jpg 432w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3498\" class=\"wp-caption-text\">Meldung der Wehrmachtgefangenenabteilung Bernau bei Berlin, 13. Oktober 1944.<br \/>Quelle: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv\/ Archiv der Republik<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franz Mattersberger (1913-1943)<\/strong><\/p>\n<p><em>Dem Verfahren ausgeliefert<\/em><\/p>\n<p>Eine regelrechte Odyssee durch verschiedene milit\u00e4rische und zivile Hafteinrichtungen durchlief der u.a. wegen Fahnenflucht angeklagte Tiroler Franz Mattersberger. Der 29-j\u00e4hrige Soldat verb\u00fc\u00dfte im Herbst 1942 eine Strafe in einer Wehrmachtgefangenen-Abteilung in Vorarlberg. Vermutlich aus Heimweh floh er von dort und schlug sich zu seiner Familie nach Osttirol durch. Unterwegs beging er einen Einbruchdiebstahl, um an zivile Kleidung, Lebensmittel und Geld zu gelangen. In Lienz wurde er festgenommen. Innerhalb weniger Monate fanden drei Prozesse gegen ihn statt. Zweimal verh\u00e4ngten die Richter langj\u00e4hrige Zuchthausstrafen; die Urteile wurden jedoch nicht best\u00e4tigt. Im dritten Verfahren lautete das Urteil auf Tod. Franz Mattersberger starb im Mai 1943 unter dem Fallbeil des Zuchthauses Brandenburg-G\u00f6rden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0Dokumente zur Fallgeschichte Franz Mattersberger<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3427\" style=\"width: 541px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Denunziation.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3427\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3427 \" title=\"Vernehmungsprotokoll, 10. November 1942.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Vernehmungsprotokoll, 10. November 1942.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Denunziation.jpg\" width=\"531\" height=\"777\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Denunziation.jpg 531w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Denunziation-205x300.jpg 205w\" sizes=\"(max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3427\" class=\"wp-caption-text\">Vernehmungsprotokoll, 10. November 1942.<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Franz Mattersberger war es nach seiner Festnahme zweimal gelungen, aus der Haft zu fliehen. Nach der \u00dcberstellung in das Wehrmachtgef\u00e4ngnis Freiburg denunzierte ihn ein Mith\u00e4ftling weil er st\u00e4ndig NS-kritische \u00bbpolitische Gespr\u00e4che\u00ab gef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3431\" style=\"width: 591px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Seite_1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3431\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3431 \" title=\"Feldurteil, 7. Januar 1943 (Auszug).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Feldurteil, 7. Januar 1943 (Auszug).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Seite_1.jpg\" width=\"581\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Seite_1.jpg 581w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Seite_1-217x300.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3431\" class=\"wp-caption-text\">Feldurteil, 7. Januar 1943 (Auszug).<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Nachdem ihn das Gericht der \u00bbWehrmachtkommandantur Befestigungen Oberrhein\u00ab wegen Fahnenflucht und schweren Diebstahls zu elf Jahren Zuchthaus verurteilt hatte, ordnete es seine Einweisung in eine \u00bbHeil- und Pflegeanstalt\u00ab an. Das Gericht sah es aufgrund eines \u00e4rztlichen Gutachtens und des Auftretens von Franz Mattersberger w\u00e4hrend des Prozesses als erwiesen an, dass er \u00bbinfolge Schwachsinns mittleren Grades\u00ab in seiner Zurechnungsf\u00e4higkeit erheblich beschr\u00e4nkt sei.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_3432\" style=\"width: 591px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Gutachten_asoziale_Persoenlichkeit.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3432\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3432 \" title=\"Rechtsgutachten, 21. Januar 1943.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Rechtsgutachten, 21. Januar 1943.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Gutachten_asoziale_Persoenlichkeit.jpg\" width=\"581\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Gutachten_asoziale_Persoenlichkeit.jpg 581w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_1_Gutachten_asoziale_Persoenlichkeit-217x300.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3432\" class=\"wp-caption-text\">Rechtsgutachten, 21. Januar 1943.<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Kriegsgerichtsrat Leidig schien \u00bbim Hinblick auf die durchaus asoziale Pers\u00f6nlichkeit des Angeklagten\u00ab die Todesstrafe geboten. Er empfahl dem Chef der Heeresr\u00fcstung und Befehlshaber des Ersatzheeres, Generaloberst Friedrich Fromm, bei dem die letzte Entscheidung lag, das Urteil aufzuheben. Fromm folgte der Empfehlung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3433\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Telegramm_Ueberstellung_Freiburg_Berlin_Lehrter_Strasse.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3433\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3433 \" title=\"Telegramm, 10. April 1943.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Telegramm, 10. April 1943.  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Telegramm_Ueberstellung_Freiburg_Berlin_Lehrter_Strasse.jpg\" width=\"800\" height=\"616\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Telegramm_Ueberstellung_Freiburg_Berlin_Lehrter_Strasse.jpg 800w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Telegramm_Ueberstellung_Freiburg_Berlin_Lehrter_Strasse-300x231.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Telegramm_Ueberstellung_Freiburg_Berlin_Lehrter_Strasse-389x300.jpg 389w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3433\" class=\"wp-caption-text\">Telegramm, 10. April 1943.<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Nach Aufhebung des Urteils verhandelte das Gericht in anderer Zusammensetzung am 11. Februar 1943 ein zweites Mal. Die vom Befehlshaber des Ersatzheeres geforderte Todesstrafe verh\u00e4ngte es jedoch nicht. Daraufhin \u00fcberstellte das Gericht in Baden Baden Mattersberger in das Berliner Wehrmachtgef\u00e4ngnis in der Lehrterstra\u00dfe. Dort wartete er auf ein drittes Verfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3428\" style=\"width: 591px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3428\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3428 \" title=\"Feldurteil, 4. Mai 1943 (Auszug).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Feldurteil, 4. Mai 1943 (Auszug).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_3.jpg\" width=\"581\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_3.jpg 581w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Urteil_3-217x300.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3428\" class=\"wp-caption-text\">Feldurteil, 4. Mai 1943 (Auszug).<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Im dritten Verfahren rechnete das Gericht der Wehrmachtkommandantur Berlin Franz Mattersberger seine (angeblich) verminderte Zurechnungsf\u00e4higkeit nun nicht mehr als Strafmilderungsgrund an, sondern umgekehrt als zus\u00e4tzliches Belastungsmoment.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_4126\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Protokoll_Hinrichtung_I+II.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4126\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4126 \" title=\"Vollstreckungsprotokoll, 1. Juni 1943 (zwei Bl\u00e4tter).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" alt=\"Vollstreckungsprotokoll, 1. Juni 1943 (zwei Bl\u00e4tter).  Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Protokoll_Hinrichtung_I+II.jpg\" width=\"1024\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Protokoll_Hinrichtung_I+II.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Protokoll_Hinrichtung_I+II-300x211.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BArch_MW_55_2269_Protokoll_Hinrichtung_I+II-424x300.jpg 424w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4126\" class=\"wp-caption-text\">Vollstreckungsprotokoll, 1. Juni 1943 (zwei Bl\u00e4tter).<br \/>Quelle: Bundesarchiv-Milit\u00e4rarchiv, Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Franz Mattersbergers letzter Wunsch lautete: \u00bbIch m\u00f6chte noch etwas zu rauchen haben.\u00ab Dem Protokoll zufolge betrat er \u00bbohne Widerstreben\u00ab die Richtst\u00e4tte. Seine Haltung war \u00bbgefestigt\u00ab. Die Gef\u00e4ngnisbeamten ma\u00dfen sieben Sekunden zwischen der \u00dcbergabe an den Scharfrichter und der Vollstreckung auf dem Schaffott. Der Leichnam von Franz Mattersberger wurde, wie es h\u00e4ufig gehandhabt wurde, dem Anatomisch-Biologischen Institut der Berliner Universit\u00e4t \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franz Scheider (1913-1944)<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8220;Kriegsverrat&#8221; und Hinrichtung bei der Bew\u00e4hrungstruppe 999<\/em><\/p>\n<p>Der Maschineningenieur Franz Scheider geh\u00f6rte nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 zum kommunistischen Untergrund in M\u00fcnchen. Drei Jahre lang wurde er deshalb im Konzentrationslager Dachau und in Zuchth\u00e4usern festgehalten. Er galt fortan als \u00bbwehrunw\u00fcrdig\u00ab. Ab 1942 musste er in der sogenannten Bew\u00e4hrungstruppe 999 dienen. Als Besatzungssoldat in Griechenland geh\u00f6rte er zu einer Widerstandsgruppe, die Kontakt zu dortigen Partisanen aufbaute. Nach der Denunziation durch einen Kameraden wurde Franz Scheider wegen \u00bbKriegsverrats\u00ab zum Tode verurteilt und im Juni 1944 hingerichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dokumente zur Fallgeschichte Franz Scheider<\/strong><b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_3449\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_mit_Frau.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3449\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3449 \" title=\"Franz Scheider mit seiner Jugendfreundin und sp\u00e4teren Ehefrau Dora, geb. Ettmeier, undatiert.  Quelle: Privatarchiv Hans-Peter Klausch\" alt=\"Franz Scheider mit seiner Jugendfreundin und sp\u00e4teren Ehefrau Dora, geb. Ettmeier, undatiert.  Quelle: Privatarchiv Hans-Peter Klausch\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_mit_Frau.jpg\" width=\"1024\" height=\"697\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_mit_Frau.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_mit_Frau-300x204.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_mit_Frau-440x300.jpg 440w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3449\" class=\"wp-caption-text\">Franz Scheider mit seiner Jugendfreundin und sp\u00e4teren Ehefrau Dora, geb. Ettmeier, undatiert.<br \/>Quelle: Privatarchiv Hans-Peter Klausch<\/p><\/div>\n<p>Das Paar heiratete 1939. Auch Dora Scheider hatte bis 1933 dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands angeh\u00f6rt. Nachdem die Nationalsozialisten die Macht \u00fcbernommen hatten, organisierte Franz Scheider u.a. den illegalen Druck des KPD-Blattes \u00bbNeue Zeitung\u00ab.<\/p>\n<div id=\"attachment_3448\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Foto3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3448\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3448 \" title=\"Angeh\u00f6rige der Bew\u00e4hrungstruppe 999, Heuberg, 1943:  Quelle: Privatbesitz\/Reproduktion Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand, Berlin\" alt=\"Angeh\u00f6rige der Bew\u00e4hrungstruppe 999, Heuberg, 1943:  Quelle: Privatbesitz\/Reproduktion Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand, Berlin\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Foto3.jpg\" width=\"1024\" height=\"655\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Foto3.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Foto3-300x191.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Foto3-469x300.jpg 469w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3448\" class=\"wp-caption-text\">Angeh\u00f6rige der Bew\u00e4hrungstruppe 999, Heuberg, 1943:<br \/>Quelle: Privatbesitz\/Reproduktion Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand, Berlin<\/p><\/div>\n<p>Oppositionell gesinnte Soldaten konnten angesichts der \u00dcberwachung durch das Stammpersonal der Einheit nur unter gro\u00dfen Schwierigkeiten politische Kontakte kn\u00fcpfen. Eine Gefahr drohte auch durch die Bespitzelung insbesondere kriminell Vorbestrafter, die rund zwei Drittel der Bew\u00e4hrungssoldaten ausmachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3436\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_Uniform.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3436\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3436 \" title=\"Portr\u00e4t Franz Scheiders als Bew\u00e4hrungssoldat in Griechenland, undatiert:  Quelle: Reproduktion aus einem im Selbstverlag erschienenen Buch seines Bataillonskameraden Albert Mainz\" alt=\"Portr\u00e4t Franz Scheiders als Bew\u00e4hrungssoldat in Griechenland, undatiert:  Quelle: Reproduktion aus einem im Selbstverlag erschienenen Buch seines Bataillonskameraden Albert Mainz\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_Uniform-696x1024.jpg\" width=\"584\" height=\"859\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_Uniform-696x1024.jpg 696w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_Uniform-204x300.jpg 204w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Franz_Scheider_Uniform.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3436\" class=\"wp-caption-text\">Portr\u00e4t Franz Scheiders als Bew\u00e4hrungssoldat in Griechenland, undatiert:<br \/>Quelle: Reproduktion aus einem im Selbstverlag erschienenen Buch seines Bataillonskameraden Albert Mainz<\/p><\/div>\n<p>Gegen die brutale deutsche Besatzungspolitik setzten sich einheimische Partisanen zu Wehr. Auch um die Zivilbev\u00f6lkerung vor deutschen \u00bbS\u00fchnema\u00dfnahmen\u00ab zu sch\u00fctzen, kn\u00fcpfte Franz Scheider Kontakte zur Widerstandsbewegung.<\/p>\n<div id=\"attachment_3439\" style=\"width: 606px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20060502_Urteil_Titel1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3439\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3439 \" title=\"Feldurteil gegen Hermann Bode und Mitangeklagte, darunter Franz Scheider, 4. Juni 1944 (Auszug):  Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg\" alt=\"Feldurteil gegen Hermann Bode und Mitangeklagte, darunter Franz Scheider, 4. Juni 1944 (Auszug):  Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20060502_Urteil_Titel1.jpg\" width=\"596\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20060502_Urteil_Titel1.jpg 596w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20060502_Urteil_Titel1-223x300.jpg 223w\" sizes=\"(max-width: 596px) 100vw, 596px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3439\" class=\"wp-caption-text\">Feldurteil gegen Hermann Bode und Mitangeklagte, darunter Franz Scheider, 4. Juni 1944 (Auszug):<br \/>Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg<\/p><\/div>\n<p>Zentraler Anklagepunkt war die Verbreitung eines Flugblattes, in dem deutsche Soldaten aufgefordert wurden, zu den Partisanen \u00fcberzulaufen. Im Fall Franz Scheiders und zweier anderer kommunistisch gesinnter Angeklagter lautete die Urteilsbegr\u00fcndung auf \u00bbKriegsverrat\u00ab und \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab bzw. \u00bbNichtanzeigen eines Kriegsverrats\u00ab. Am 9. Juni 1944 wurden alle Verurteilten erschossen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3451\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BA_MA_RM19_VII_30_204_Flugblatt_dt1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3451\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3451 \" title=\"\u00dcbersetzte Fassung eines Flugblatts der Ortsgruppe Amalias der Kommunistischen Partei Griechenlands zum Andenken an die hingerichteten Verschw\u00f6rer, Juni 1944.  Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg\" alt=\"\u00dcbersetzte Fassung eines Flugblatts der Ortsgruppe Amalias der Kommunistischen Partei Griechenlands zum Andenken an die hingerichteten Verschw\u00f6rer, Juni 1944.  Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BA_MA_RM19_VII_30_204_Flugblatt_dt1.jpg\" width=\"570\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BA_MA_RM19_VII_30_204_Flugblatt_dt1.jpg 570w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/BA_MA_RM19_VII_30_204_Flugblatt_dt1-213x300.jpg 213w\" sizes=\"(max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3451\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcbersetzte Fassung eines Flugblatts der Ortsgruppe Amalias der Kommunistischen Partei Griechenlands zum Andenken an die hingerichteten Verschw\u00f6rer, Juni 1944.<br \/>Quelle: Bundesarchiv Milit\u00e4rarchiv Freiburg<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allgemeine Literaturhinweise zum Abschnitt Strafvollzug<\/p>\n<p>Geldmacher, Thomas: Strafvollzug. Der Umgang der deutschen Wehrmacht mit milit\u00e4rgerichtlich verurteilten Soldaten. In:\u00a0Manoschek, Walter (Hg.): Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz. Urteilspraxis \u2013 Strafvollzug \u2013 Entsch\u00e4digungspolitik in \u00d6sterreich, Wien 2003, S. 420-481.<\/p>\n<p>Klausch, Hans-Peter: Die Sonderabteilungen, Strafeinheiten und Bew\u00e4hrungstruppen der Wehrmacht. In: Kirschner, Albrecht (Hg.): Deserteure, Wehrkraftzersetzer und ihre Richter. Marburger Zwischenbilanz zur NS-Milit\u00e4rjustiz vor und nach 1945, Marburg 2010, S. 197-216.<\/p>\n<p>Klausch, Hans-Peter: Antifaschisten in SS-Uniform. Schicksal und Widerstand der deutschen politischen KZ-H\u00e4ftlinge, Zuchthaus- und Wehrmachtsstrafgefangenen in der SS-Sonderformation Dirlewanger. Bremen 1993.<\/p>\n<p>Klausch, Hans-Peter: Die 999er. Von der Brigade \u00bbZ\u00ab zur Afrika-Division 999: Die Bew\u00e4hrungsbataillone und ihr Anteil am antifaschistischen Widerstand. Frankfurt a.M. 1986.<\/p>\n<p>Klausch, Hans-Peter: Die Bew\u00e4hrungstruppe 500. Stellung und Funkton der Bew\u00e4hrungstruppe 500 im System von NS-Wehrrecht, NS-Milit\u00e4rjustiz und Wehrmachtstrafvollzug. Bremen 1995.<\/p>\n<p>Messerschmidt, Manfred: Die Wehrmachtjustiz 1933-1945, Paderborn 2005.<\/p>\n<p>Wachsmann, Nikolaus: Gefangen unter Hitler. Justizterror und Strafvollzug im NS-Staat, M\u00fcnchen 2004.<\/p>\n<p>W\u00fcllner, Fritz: Wehrmacht \u00abStrafvollzug\u201d im Dritten Reich. Zur zentralen Rolle der Wehrmachtgef\u00e4nginsse in Torgau. In: Haase, Norbert; Oleschinski, Brigitte (Hg.): Das Torgau-Tabu. Wehrmachtsstrafsystem &#8211; NKWD-Speziallager &#8211; DDR-Strafvollzug, Leipzig 1993. S. 29-44.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschreckung \u2013 Vergeltung \u2013 Erziehung Die nationalsozialistische F\u00fchrung begann unmittelbar nach ihrem Machtantritt 1933 mit Planungen f\u00fcr einen neuen Krieg. Die wieder eingef\u00fchrte Milit\u00e4rjustiz sollte dabei eine wichtige Rolle spielen: als Mittel zur Erringung des k\u00fcnftigen Sieges. 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