{"id":669,"date":"2014-02-18T11:49:49","date_gmt":"2014-02-18T10:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=669"},"modified":"2026-03-01T19:48:45","modified_gmt":"2026-03-01T18:48:45","slug":"denkmaeler-im-deutschland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/1-hintergrund\/denkmaeler-im-deutschland\/","title":{"rendered":"Gedenkorte in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #b78847;\"><strong>Erinnerungszeichen in Deutschland<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Die ersten Denkmalsinitiativen auf deutschem Boden gibt es seit Mitte der 1980er Jahre &#8211;<strong> sie liefen zun\u00e4chst noch ausschlie\u00dflich unter der Bezeichnung Deserteursdenkm\u00e4ler<\/strong>. Wichtige Anst\u00f6\u00dfe gab dabei unter anderen die Friedensbewegung, die vor allem seit dem so genannten NATO-Doppelbeschluss (1979) \u2013 der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland \u2013 viele Menschen mobilisierte. Eine breite gesellschaftliche Basisbewegung aus Geschichtswerkst\u00e4tten, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien des linken Spektrums stritten mit Parteien und Institutionen des b\u00fcrgerlichen Lagers und soldatischen Traditionverb\u00e4nden vor allem \u00fcber zwei Fragen: Die Bewertung von Desertion in einem von Deutschland verursachten verbrecherischen Angriffskrieg und in diesem Zusammenhang auch \u00fcber die Legitimit\u00e4t aktueller Kriege bzw. Rolle und Verantwortung des Einzelnen darin.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><em>Bemerkung zur Aktualit\u00e4t: Diese Zusammenstellung wurde 2014 von Dr. Magnus Koch im Rahmen der Vorbereitung f\u00fcr die Errichtung des Deserteursdenkmals in Wien erstellt. Sie wurde seither nicht ver\u00e4ndert oder erg\u00e4nzt, gibt also den damaligen Stand wieder. So es Ver\u00e4nderungen an konkreten Ort gab und wir diese mitbekommen haben, erg\u00e4nzen wir dies und weisen dies explizit aus.<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>40 Erinnerungszeichen in Deutschland<\/strong><br \/>\n\u00dcber 40 Erinnerungszeichen sind seither in Deutschland entstanden, das j\u00fcngste wurde 2015 in Hamburg er\u00f6ffnet. Das Spektrum reicht dabei vom Stolperstein \u00fcber einfache Gedenktafeln bis hin zu meterhohen und tonnenschweren Skulpturen. Einige stehen an prominenten Pl\u00e4tzen, die meisten allerdings noch immer unauff\u00e4llig auf Privatgrundst\u00fccken. Manche Denkmale erinnern an konkrete Einzelne, meist aber an \u00bbden unbekannten Deserteur\u00ab. Oft sind es nur Gedenktafeln, auf Steine oder andere Tr\u00e4germaterialien aufgebracht \u2013 einige greifen in mehr oder weniger fig\u00fcrlichen Entw\u00fcrfen das Thema des Einzelnen gegen\u00fcber dem milit\u00e4rischen Apparat oder der Mehrheit der gehorsamen Soldaten auf. Die folgende Aufstellung ist nicht vollst\u00e4ndig; noch immer bilden sich an vielen Orten neue Gedenkinitiativen. Wir sind dankbar f\u00fcr jegliche Hinweise zu neuen oder \u00e4lteren Erinnerungszeichen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1751\" style=\"width: 306px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_berlin1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1751\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1751 \" title=\"Denkmal in Berlin-Charlottenburg \/ Foto: Patricia Pisani, Berlin\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_berlin1.jpg\" alt=\"Denkmal in Berlin-Charlottenburg \/ Foto: Patricia Pisani, Berlin\" width=\"296\" height=\"237\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1751\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Berlin-Charlottenburg \/ Foto: Patricia Pisani, Berlin<\/p><\/div>\n<p><strong>Berlin\/Charlottenburg I<\/strong><br \/>\nDas \u00bbDenkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab der K\u00fcnstlerin Patricia Pisani wurde 2002 in der N\u00e4he der Murellenschlucht (Berlin-Charlottenburg) eingeweiht. Die evangelische Kreissynode Charlottenburg hatte das Projekt im Jahre 1995 angeregt. In den sieben Jahren bis zur Umsetzung gab es eine lange Reihe von Streitpunkten zwischen den InitiatorInnen und dem Land Berlin. Dieses nutzte zu das Gel\u00e4nde bis vor kurzem noch als Schie\u00dfgel\u00e4nde seiner Polizei. Die Hinrichtungsst\u00e4tte lag auf diesem Gel\u00e4nde; das Land Berlin weigerte sich bis zum Schluss, das Denkmal direkt an der historischen St\u00e4tte errichten zu lassen.<\/p>\n<p>Das Denkmal von\u00a0<strong>Patricia Pisani\u00a0<\/strong>besteht aus einer Installation von 104 beschrifteten Verkehrsspiegeln, die Aussagen von Zeitzeugen sowie zeitgen\u00f6ssische und aktuelle Gesetzestexte zum Thema wiedergeben. Auf dem Schie\u00dfgel\u00e4nde im Westen Berlins, in unmittelbarer N\u00e4he zum Olympiastadion, wurden zwischen dem 12. August 1944 und dem 14. April 1945 rund 340 kriegsgerichtlich verurteilte Wehrmachtsoldaten erschossen.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.denkzeichen-am-murellenberg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.denkzeichen-am-murellenberg.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_3132\" style=\"width: 236px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Siegel-Charlottenburg1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3132\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3132\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Siegel-Charlottenburg1.jpg\" alt=\"Quelle: commons.wikimedia.org\" width=\"226\" height=\"223\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3132\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: commons.wikimedia.org<\/p><\/div>\n<p><strong>Berlin\/Charlottenburg II<\/strong><\/p>\n<p><b><b>In der <\/b>Hardenbergstra\u00df<b>e wurde am 2<b>7. No<b>vember 2012 der Sto<b>lperstein f\u00fcr den Landarbeiter Otto <\/b><\/b><\/b><\/b><\/b>Reinhold Siegel verlegt. Seit 1943 zum Kriegsdienst eingezogen diente Siegel zun\u00e4chst an der Ostfront. Seine Hinrichtung am 5. Juni 1944 erfolgte vermutlich aufgrund religi\u00f6ser Verweigerung; das Urteil ist nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: <a href=\"https:\/\/www.stolpersteine-berlin.de\/de\/biografie\/4660\">Stolpersteinverlegung f\u00fcr Otto Reinhold Siegel<\/a><\/p>\n<p><strong>Berlin\/Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3011\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Richard_Scheibe_Widerstand_1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3011\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3011\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Richard_Scheibe_Widerstand_1-750x1024.jpg\" alt=\"Richard Scheibe: Skulptur im Innenhof des Bendlerblocks in der Stauffenbergstra\u00dfe 18. Quelle: de.wikipedia.org\" width=\"584\" height=\"797\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Richard_Scheibe_Widerstand_1-750x1024.jpg 750w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Richard_Scheibe_Widerstand_1-219x300.jpg 219w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Richard_Scheibe_Widerstand_1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3011\" class=\"wp-caption-text\">Richard Scheibe: Skulptur im Innenhof des Bendlerblocks in der Stauffenbergstra\u00dfe 18.<br \/>Quelle: de.wikipedia.org<\/p><\/div>\n<p>Eine Gedenk- und Bildungsst\u00e4tte im &#8220;Bendlerblock&#8221;, w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Sitz des Befehlshabers des Ersatzheeres und Zentrale des Offizierswiderstands des &#8220;20. Juli 2944&#8221;, informiert seit 1968 an Personen und Ereignisse rund um den gescheiterten Staatsstreich in den letzten Monaten des &#8220;Dritten Reiches&#8221;. Im Innenhof des Geb\u00e4udekomplexes im Stadtteil Tiergarten befindet sich zudem ein 1953 eingeweihtes und seitdem mehrfach erweitertes Mahnmal, das an die hier erschossenen Wehrmachtsoffiziere erinnert.<\/p>\n<div id=\"attachment_3009\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Ausstellung.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3009\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3009\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Ausstellung.jpg\" alt=\"Blick in die neue Dauerausstellung der Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand Quelle: museumsportal-berlin.de\" width=\"281\" height=\"189\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3009\" class=\"wp-caption-text\">Blick in die neue Dauerausstellung der Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand<br \/>Quelle: museumsportal-berlin.de<\/p><\/div>\n<p>Seit 1983 erinnert eine Dauerausstellung auch an die Schicksale von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern &#8211; wenn auch anfangs nur im engeren Sinne politisch motivierter Widerstand Ber\u00fccksichtigung fand. Es sollte noch mehr als 20 Jahre dauern bis die Verfolgten der Wehrmachtgerichte allgemein als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt wurden: 1998 hob der Deutsche Bundestag die Urteile wegen sogenannter Wehrkraftzersetzung auf, 2002 rehabilitierte das Parlament die Deserteure der Wehrmacht, 2009 folgten die wegen &#8220;Kriegsverrat&#8221; Verurteilten. Seit 2014 ist eine Neufassung der Dauerausstellung zu sehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3010\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Gedenktafel_Bendlerblock.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3010\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3010\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Gedenktafel_Bendlerblock.jpg\" alt=\"Gedenktafel im Innenhof mit den Namen der infolge des gescheiterten Aufstands erschossenen Offiziere. Quelle:  de.wikipedia.org\" width=\"555\" height=\"740\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Gedenktafel_Bendlerblock.jpg 340w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/GDW-Gedenktafel_Bendlerblock-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3010\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel im Innenhof mit den Namen der infolge des gescheiterten Aufstands erschossenen Offiziere.<br \/>Quelle: de.wikipedia.org<\/p><\/div>\n<p><strong>Berlin\/Friedrichshain<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2978\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/index.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2978\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2978 \" title=\"Gedenkstein f\u00fcr Hermann-St\u00f6hr, gesetzt 1998.&lt;br \/&gt;Quelle: www.gedenktafeln-in-berlin.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/index.jpg\" alt=\"Gedenkstein f\u00fcr Hermann-St\u00f6hr, gesetzt 1998. Quelle: www.gedenktafeln-in-berlin.de\" width=\"240\" height=\"159\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2978\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkstein f\u00fcr Hermann-St\u00f6hr, gesetzt 1998.<br \/>Quelle: www.gedenktafeln-in-berlin.de<\/p><\/div>\n<p>Auf dem Hermann-St\u00f6hr-Platz, unweit des Berliner Ostbahnhofs wurde 1998 auf Initiative der evangelischen Kirche und der Friedensbibliothek im Antikriegsmuseum Berlin ein Gedenkstein eingeweiht. Auf dem Stein befindet sich eine Texttafel, die an den Widerstandsk\u00e4mpfer Hermann St\u00f6hr erinnert, der aus Glaubensgr\u00fcnden den Kriegsdienst verweigert hatte. St\u00f6hr war deshalb 1940 im Strafgef\u00e4ngnis Pl\u00f6tzensee hingerichtet worden. Die Gr\u00fcnanlage befindet sich nahe seiner fr\u00fcheren Wohnung in der Fruchtstra\u00dfe, heute Stra\u00dfe der Pariser Kommune.<\/p>\n<div id=\"attachment_2981\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/440px-Gedenktafel_Hermann_St\u00f6hr.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2981\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2981\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/440px-Gedenktafel_Hermann_St\u00f6hr.jpg\" alt=\"Quelle: Holger H\u00fcbner\" width=\"440\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/440px-Gedenktafel_Hermann_St\u00f6hr.jpg 440w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/440px-Gedenktafel_Hermann_St\u00f6hr-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2981\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Holger H\u00fcbner<\/p><\/div>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gedenktafeln-in-berlin.de\/nc\/gedenktafeln\/gedenktafel-anzeige\/tid\/hermann-stoehr\/\">Verzeichnis Gedenktafeln in Berlin<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gdw-berlin.de\/de\/vertiefung\/biographien\/biografie\/view-bio\/stoehr\/\">Kurzportrait Hermann St\u00f6hrs der Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand<\/a><\/p>\n<p>Artikel in <em>Die Zeit<\/em>, 24. Januar 1986, Besch\u00e4mend auch f\u00fcr die Kirche: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1986\/05\/beschaemend-auch-fuer-die-kirche\">&#8220;Was Jesus fordert, war f\u00fcr sie zuviel&#8221;<\/a><\/p>\n<p><strong>Berlin\/Mitte<\/strong><\/p>\n<p>Der Bahnhof Friedrichstra\u00dfe geh\u00f6rt zu den wenigen Orten, an denen bereits im ersten Jahrzehnt nach nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine Denkzeichen angebracht wurde. Die Inschrift verweist auf einen Fall von willk\u00fcrlicher Gewalt gegen zwei Soldaten in den letzten Kriegstagen; ob sie tats\u00e4chlich desertiert waren oder in der un\u00fcbersichtlichen Lage im &#8220;Endkampf&#8221; um Berlin lediglich die Orientierung verloren hatten, l\u00e4sst sich nicht mehr feststellen. Eine provisorische Gedenktafel wurde 1952 auf Initiative der \u00bbVereinigung der Verfolgten des Naziregimes\u00ab (VVN) installiert. Nachdem das Erinnerungszeichen nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 mehrmals entfernt worden war, setzte das Aktive Museum Berlin im Jahr 1999 die Befestigung einer neuen Tafel durch. Diese befindet sich in der Bahnunterf\u00fchrung. Der Text lautet:<\/p>\n<p>Kurz vor Beendigung des \/<br \/>\nverbrecherischen \/<br \/>\nHitlerkrieges wurden hier \/<br \/>\nzwei junge deutsche \/<br \/>\nSoldaten von entmenschten \/<br \/>\nSS-Banditen erh\u00e4ngt. \/<br \/>\n1952 Erneuert 1999<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Hinweise: <a href=\"http:\/\/www.luise-berlin.de\/gedenktafeln\/mit\/z\/zwei_deserteure_opfer_der_wa.htm\">Zwei Deserteure &#8211; Opfer der Waffen-SS<\/a><\/p>\n<p><strong>Berlin\/Wilmersdorf<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2641\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/P1000308.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2641\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2641  \" title=\"Erinnerungstafel in Berlin\/Wilmersdorf\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/P1000308-1024x682.jpg\" alt=\"Foto: Martin Hoffmann\" width=\"584\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/P1000308-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/P1000308-300x200.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/P1000308-450x300.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2641\" class=\"wp-caption-text\">Erinnerungstafel in Berlin\/Wilmersdorf<br \/>Foto: Martin Hoffmann<\/p><\/div>\n<p>Am 24. April 2015 wurde an der Kreuzung Berliner Stra\u00dfe\/Uhlandstra\u00dfe eine Gedenktafel enth\u00fcllt. Sie erinnert an einen 17j\u00e4hrigen Soldaten, der dort in den letzten Apriltagen 1945 wegen angeblicher Fahnenflucht erh\u00e4ngt wurde. Bereits unmittelbar nach Kriegsende legten Bewohner am ehemaligen Tatort Blumen nieder, anschlie\u00dfend geriet die Geschichte jedoch in Vergessenheit. Nachdem sich dann die Friedensinitiative Wilmersdorf Mitte der 1990er Jahre erfolglos f\u00fcr eine Gedenktafel eingesetzt hatte, ergriff der Historiker Michael Roeder 2013 erneut die Initiative; Unterst\u00fctzung erfuhr er durch ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Institutionen, darunter die Arbeitsgemeinschaft Frieden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und das Aktive Museum. Finanziert wurde die Gedenktafel durch Spenden zahlreicher Privatpersonen und Organisationen. An der Er\u00f6ffnungsfeier nahmen 200 Menschen teil; es sprachen unter anderen der Bezirksb\u00fcrgermeister Reinhard Naumann sowie der Historiker Prof. Dr. Wolfgang Benz.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: <a href=\"http:\/\/blog.klausenerplatz-kiez.de\/archive\/2015\/04\/25\/gedenktafel_fuer_ermordete_des\">Gedenktafel f\u00fcr ermordete Deserteure<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1752\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bernau1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1752\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1752  \" title=\"Denkmal in Bernau bei Berlin \/ Foto: www.offenehuette.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bernau1.jpg\" alt=\"Denkmal in Bernau bei Berlin \/ Foto: www.offenehuette.de\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bernau1.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bernau1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1752\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Bernau bei Berlin \/ Foto: www.offenehuette.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Bernau bei Berlin<\/strong><br \/>\n15. Mai 1998 weihte die Stadt Bernau nord\u00f6stlich von Berlin das Deserteursdenkmal mit dem Titel \u00bbWeil er nicht t\u00f6ten wollte\u00ab des Bildhauers <strong>Friedrich Sch\u00f6tschel\u00a0<\/strong>ein. Die Anregung zum Denkmal war von einer Bernauer Sch\u00fclergruppe ausgegangen; eine Eingabe an die Stadtverordnetenversammlung wurde 1997 positiv beschieden. Das Denkmal, in Form einer Relieftafel auf einem Betonblock steht in der M\u00fchlenstra\u00dfe, direkt an der historischen Stadtmauer; direkt gegen\u00fcber befindet sich ein Kriegerdenkmal f\u00fcr die gefallenen deutschen Soldaten des deutsch-franz\u00f6sischen Krieges von 1870\/71, au\u00dferdem ein Denkmal f\u00fcr die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, sowie ein sowjetisches Ehrenmal f\u00fcr die gefallenen sowjetischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs.<\/p>\n<p>Das Deserteursdenkmal zeigt einen an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gefesselten Deserteur bei seiner Hinrichtung. Die Augen sind ihm verbunden. Neben ihm befinden sich in der Wand zahlreiche Einschussl\u00f6cher. Zu F\u00fc\u00dfen des Reliefs ist eine Bronzeplatte angebracht; die Inschrift \u2013 angelehnt an Verse Gerhard Sch\u00f6nes \u2013 lautet:<\/p>\n<p>\u00bbGewidmet allen Deserteuren und Verweigerern \/ deren Heimat die Mutter Erde ist, \/ die im Feind den Menschenbruder erkennen, \/ die statt auf Gener\u00e4le auf den Befehl ihres Gewissens h\u00f6ren, \/ die nicht an Ideologen, sondern am Leben h\u00e4ngen, \/ deren Angst kleiner als ihre Liebe ist.\u00ab<\/p>\n<p>In Bernau bei Berlin waren noch im April 1945 Deserteure von Feldj\u00e4gern erschossen worden. Das Grab von zw\u00f6lf Soldaten eines Strafbataillons, die sich von ihrer Truppe entfernt hatten, wurde 1956 n\u00f6rdlich der Chaussee Bernau-Albertshof gefunden. Die Gebeine der Ermordeten wurden auf dem Friedhof von Bernau im Beisein der Hinterbliebenen beigesetzt.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.offenehuette.de\/denk.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.offenehuette.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1755\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_braunschweig1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1755\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1755\" title=\"Denkmal in Braunschweig\/Stadt \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_braunschweig1.jpg\" alt=\"Denkmal in Braunschweig\/Stadt \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_braunschweig1.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_braunschweig1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1755\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Braunschweig\/Stadt \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig<\/p><\/div>\n<p><strong>Braunschweig\/Stadt<\/strong><br \/>\nEine in der Braunschweiger Innenstadt an der Westseite der Magni-Kirche angebrachte Steintafel nimmt hier insofern eine Sonderstellung ein, als sie formal eher ein Platzhalter f\u00fcr ein Deserteursdenkmal ist. Dieses Denkmal des Braunschweiger K\u00fcnstlers und Totalverweigerers Rainer Scheer wurde zun\u00e4chst zweimal von Unbekannten zerst\u00f6rt und sp\u00e4ter, in der Neujahrsnacht 1995, gestohlen. Die ersten Anf\u00e4nge des Kampfes f\u00fcr ein Deserteursdenkmal in der Region Braunschweig gehen noch viel weiter zur\u00fcck: Erstmals 1989 und dann noch weitere vier Male versuchten Friedensaktivisten der Stadt Braunschweig ein Denkmal zu \u00bbschenken\u00ab. Die beiden ersten Denkm\u00e4ler von\u00a0<strong>Rainer Scheer <\/strong>wurden jeweils zerst\u00f6rt, ein neuer Denkmalsentwurf endete zweimal mit der R\u00fcckgabe des Denkmals an den K\u00fcnstler. Verbunden mit den Denkm\u00e4lern waren jeweils radikal-pazifistische Interventionen, Kritik an den Kriegen der NATO in Somalia, Jugoslawien und anderswo und damit eine Verkn\u00fcpfung historischer und aktueller Bilder von Deserteuren.<br \/>\nAuch wenn keines der Denkm\u00e4ler in der Braunschweiger Innenstadt jemals einen Platz finden konnte, erinnerte das Friedenszentrum Braunschweig als Initiator bei der Einweihung einer Steintafel am 12. April 1995 nicht nur an das verhinderte Denkmal, sondern auch an die Deserteure der Wehrmacht des Zweiten Weltkrieges. Unter dem Motto:\u00a0<em>\u00bbDen Deserteuren ein Denkmal, sie schaden dem Krieg\u00ab\u00a0<\/em>hei\u00dft es hier:\u00a0<em>\u00bbHier stand vom 1.9.1994 bis zum 1.1.1995 ein Deserteurdenkmal. Nach zwei Zerst\u00f6rungsversuchen wurde es am Neujahrsmorgen entwendet. Also seid ihr verschwunden, aber nicht vergessen; niedergekn\u00fcppelt, aber nicht widerlegt, zusammen mit allen unbeirrbar auf der Wahrheit Beharrenden uns Mahnung und Beispiel. Nach Bert Brecht\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Jahr gelang es dem Braunschweiger Friedenszentrum allerdings doch noch, die Stadt in die Pflicht zu nehmen. Historische Recherchen hatten ergeben, dass die Wehrmachtjustiz bei den Schiessst\u00e4nden in der Buchhorst, einem Wald bei Riddagshausen (siehe n\u00e4chster Eintrag), auch verurteilte Wehrmachtssoldaten hatte hinrichten lassen. Wieder bildete sich eine Initiative f\u00fcr die Errichtung eines Deserteursdenkmals. Standort solllte der Garnisonsfriedhof Rebenring\/Pockelstra\u00dfe (nahe der heutigen TU-Mensa) werden. Ein Wettbewerb wurde ausgelobt, eine Jury berufen und am 12. April 1996 kam es zu einer Preisverleihung. Ausgezeichnet wurde Arne Witt aus Flensburg f\u00fcr eine Skulpturen-Reihe von Beton-Kl\u00f6tzen, von denen einer umgefallen und zerbrochen ist. Umgesetzt wurde das Denkmal indes nicht.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.friedenszentrum.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.friedenszentrum.info<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1758\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_buchhorst1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1758\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1758 \" title=\"Denkmal in Braunschweig\/Buchhorst \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_buchhorst1.jpg\" alt=\"Denkmal in Braunschweig\/Buchhorst \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1758\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Braunschweig\/Buchhorst \/ Foto: Manuela B\u00fcchting, Braunschweig<\/p><\/div>\n<p><strong>Braunschweig\/Buchhorst<\/strong><br \/>\nAm 16. November 2003 weihte das Friedenzentrum Braunschweig mit Unterst\u00fctzung des Kloster- und Studienfonds sowie des Forstamts Riddagshausen eine Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die auf dem Schie\u00dfstand Buchhorst erschossen Opfer des Nationalsozialismus ein. In den Ruinen des noch bis 1962 von Polizei und Bundesgrenzschutz als Schie\u00dfanlage genutzten Gel\u00e4ndes erinnert eine bemerkenswerte Installation an den Ort der Hinrichtung von mindestens sechs wehrmachtgerichtlich Verurteilten. Entworfen und umgesetzt wurde sie seit 2002 von Studierenden der Braunschweiger Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste unter Leitung der Bildhauerin Petra F\u00f6rster. Die roten F\u00e4den auf der Fotografie versinnbildlichen die Geschossbahnen der Hinrichtungskommandos. Auf Tafeln im inneren der Kugelf\u00e4nge sind Namen der Exekutierten aufgebracht. Zudem markieren vier Skulpturen aus Ziegelsteinen und Ruinenresten den Weg zur Hinrichtungsst\u00e4tte. Sie sollen die Aufmerksamkeit von Spazierg\u00e4ngern und Wanderern des naheliegenden Waldweges erregen.<br \/>\nDie in Braunschweig meist von der Division 191 gef\u00e4llten Todesurteile wurden au\u00dfer in Buchhorst, in Wolfenb\u00fcttel, im Kasernengel\u00e4nde in der Lindener Stra\u00dfe sowie im dortigen Gef\u00e4ngnis vollstreckt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.friedenszentrum.info\/ged-punkte.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.friedenszentrum.info <\/a>sowie\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/kramerwf.de\/Gedenkstaette-Buchhorst-Braunschweig.79.0.html,\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kramerwf.de<\/a>\u00a0und\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.vernetztes-gedaechtnis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vernetztes-gedaechtnis.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1756\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bremen1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1756\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1756\" title=\"Denkmal in Bremen\/Vegesack \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bremen1.jpg\" alt=\"Denkmal in Bremen\/Vegesack \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bremen1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bremen1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1756\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Bremen\/Vegesack \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22<\/p><\/div>\n<p><strong>Bremen\/Vegesack<\/strong><br \/>\nAm 26. April 1986 weihte die Gruppe\u00a0<strong>\u00bbReservisten verweigern sich\u00ab<\/strong>\u00a0das Mahnmal\u00a0<em>\u00bbDem unbekannten Deserteur\u00ab<\/em>\u00a0auf dem Ansgarikirchhof in Bremen ein. Durch Vermittlung des Bremer Senators f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kunst wurde mit dem Gustav-Heinemann-B\u00fcrgerhaus bald ein neuer Standort gefunden; hier ist das Mahnmal noch heute zu sehen. An der \u00f6ffentlichen Veranstaltung zur \u00dcbergabe des Mahnmals am 18. Oktober 1986 waren die Initiatoren, Vertreter des B\u00fcrgerhausvereins sowie der Antifaschistische Arbeitskreis, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes\/Bund der Antifaschisten, Angeh\u00f6rige der Volkshochschule und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beteiligt.<br \/>\nDie politische Auseinandersetzung vor allem mit Vertretern der b\u00fcrgerlichen Parteien in und au\u00dferhalb Bremens wurde erbittert gef\u00fchrt. Dies lag vor allem daran, dass das Mahnmalprojekt von Anfang an einen besonderen politischen Charakter hatte. Bei den Initiatoren und Gestaltern der Skulptur handelte es sich um eine Gruppe von Reservisten der Bundeswehr, die nachtr\u00e4glich den Kriegsdienst verweigert und sich zuvor explizit vom NATO-Doppelbeschluss, der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland, distanziert hatten. Sie bezeichneten sich als \u00bbdie bekannten Deserteure\u00ab von morgen. Um dies zu verdeutlichen, wurde der Kopf des Soldaten bzw. Deserteurs auf dem Mahnmal mit einem NATO-Helm versehen. Die Gruppe \u00bbReservisten verweigern sich\u00ab suchte im Rahmen der Auseinandersetzung mit zeitgen\u00f6ssischen Deserteuren gleichzeitig nach Bez\u00fcgen zu den Deserteuren der Wehrmacht.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen<a title=\"external-link-new-window\" href=\"http:\/\/typo3\/http:\/\/www.zeit.de\/1987\/19\/ehrlos-immer-noch\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">\u00a0<\/a><a title=\"external-link-new-window\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1987\/19\/ehrlos-immer-noch\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">www.zeit.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1757\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_buchenwald1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1757\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1757\" title=\"Gedenktafel in der KZ-Gedenkst\u00e4tte Buchenwald \/ Foto: www.braunzonebw.blogsport.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_buchenwald1.jpg\" alt=\"Gedenktafel in der KZ-Gedenkst\u00e4tte Buchenwald \/ Foto: www.braunzonebw.blogsport.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1757\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel in der KZ-Gedenkst\u00e4tte Buchenwald \/ Foto: www.braunzonebw.blogsport.de<\/p><\/div>\n<p><strong>KZ-Gedenkst\u00e4tte Buchenwald<\/strong><br \/>\nAm ehemaligen Block 45 des ehemaligen Konzentrationslagers erinnert heute ein Gedenkstein an Deserteure und so genannte Wehrkraftzersetzer der Wehrmacht, die von November 1944 bis M\u00e4rz 1945 aus dem Milit\u00e4rstrafvollzug oder aus Zuchth\u00e4usern in das Konzentrationslager Buchenwald eingewiesen worden waren. Die Gedenkplatte wurde im Rahmen eines Festakts am 15. Mai 2001 \u2013 dem internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer \u2013 auf dem Gel\u00e4nde der KZ-Gedenkst\u00e4tte der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben. Der Gedenkstein tr\u00e4gt folgende Inschrift: \u00bbIn Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Milit\u00e4rjustiz, die den Kriegsdienst verweigert haben und einem verbrecherischen Regime nicht mehr dienen wollten.\u00ab Der Ansto\u00df zu der Gedenkplatte ging aus von einer Tagung des Vereins \u00bbGegen das Vergessen \u2013 f\u00fcr Demokratie\u00ab, drei Jahre zuvor; Mitinitiator war Ludwig Baumann, Vorsitzender der \u00bbBundesvereinigung Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: <a href=\"www.buchenwald.de\/media_de\/index.html\">KZ-Gedenkst\u00e4tte Buchenwald<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1759\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_darmstadt1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1759\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1759\" title=\"Denkmal in Darmstadt \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22 \" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_darmstadt1.jpg\" alt=\"Denkmal in Darmstadt \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22 \" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1759\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Darmstadt \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22<\/p><\/div>\n<p><strong>Darmstadt<\/strong><br \/>\nEine Gruppe von Ex-Reservisten der Bundeswehr mit dem Titel\u00a0<strong>\u00bbDarmst\u00e4dter Friedenshetzer\u00ab<\/strong>\u00a0weihte am 14. November 1987 im Garten des Pfarrers der evangelischen Martinsgemeinde eine Stahlplastik mit dem Titel \u00bbDem unbekannten Deserteur ein\u00ab. Das Denkmal zeigt die Silhouetten von f\u00fcnf Soldaten, die die Hand zum Gru\u00df an den Helm gelegt haben. Mit dem Denkmal wollten die Initiatoren darauf aufmerksam machen,\u00a0<em>\u00bbda\u00df sich der Soldat in einem &#8216;Unrechtsstaat&#8217; nicht an der Rechtslage, sondern an seinem Gewissen orientieren soll\u00ab<\/em>, hei\u00dft es in einer Pressemedlung aus dem Jahre 1987. Au\u00dferdem wollte die Reservistengruppe auf die Diskriminierung und Benachteiligung der \u00fcberlebenden Wehrmachtsdeserteure hinweisen.<br \/>\nGefertigt wurde das Denkmal von einer Gruppe des Werkhofes Darmstadt. Die Aktion fand noch jenseits staatlicher Unterst\u00fctzung oder Finanzierung statt. Da die Denkmalsetzer einen m\u00f6glichst gro\u00dfen Kreis von Menschen erreichen wollten, war von vornherein geplant, das Denkmal an verschiedene Orte zu bringen. Nach dem Garten des Pastors wurde es an weiteren zwei Orten gezeigt, auf einem Schulgel\u00e4nde und an einer Mauer in der Lauteschl\u00e4gerstra\u00dfe in Darmstadt. Dort ist die Plastik seit 1994 noch immer angebracht.<\/p>\n<div id=\"attachment_1760\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ebern1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1760\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1760\" title=\"Denkmal in Ebern bei W\u00fcrzburg \/ Foto: Privatarchiv G\u00fcnter Lipp\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ebern1.jpg\" alt=\"Denkmal in Ebern bei W\u00fcrzburg \/ Foto: Privatarchiv G\u00fcnter Lipp\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1760\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Ebern bei W\u00fcrzburg \/ Foto: Privatarchiv G\u00fcnter Lipp<\/p><\/div>\n<p><strong>Ebern bei W\u00fcrzburg<\/strong><br \/>\nSechzig Jahre nach der Erschie\u00dfung von vier namentlich bekannten Wehrmachtssoldaten weihte die mainfr\u00e4nkische Stadt Ebern am Hinrichtungsort eine Gedenktafel ein. Seit 2005 gedenkt die Stadt den M\u00e4nnern, die sich vermutlich in den letzten Kriegstagen von ihren Einheiten abgesetzt hatten und daf\u00fcr am 5. April 1945 im Gef\u00e4ngnishof der Stadt vor einem Erschie\u00dfungskommando sterben mussten \u2013 nur sechs Tage, bevor amerikanische Truppen die Stadt befreiten. Auf dem Stein, den der B\u00fcrgerverein Ebern gesetzt hat, sind die Namen der vier Erschossenen eingraviert; an der Unterkante ist ein Ausspruch von Martin Luther eingraviert:\u00a0<em>\u00bbDas Recht ist ein zeitlich Ding, das zuletzt aufh\u00f6ren muss. Aber das Gewissen ist ein ewig Ding, das nimmermehr stirbt.\u00ab<\/em>Durch intensive lokalhistorische Spurensuche konnten in Franken viele \u00e4hnliche Beispiele vollstreckter Todesurteile, vor allem durch das Standgericht Helm, dokumentiert werden, unter anderem in Aschaffenburg, Bad Kissingen, Kronach, Hof, Coburg, N\u00fcrnberg und Zellingen bei W\u00fcrzburg. Hier stehen entsprechende Denkmalsetzungen allerdings noch aus.<\/p>\n<p><strong>Emslandlager<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen 1933 und 1938 lie\u00df das NS-Regime 15 Straflager im Emsland errichten, in denen H\u00e4ftlinge und Kriegsgefangene aus ganz Europa festgehalten wurden. Von den hier inhaftierten Soldaten waren die meisten wegen unerlaubter Entfernung, Fahnenflucht oder \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab f\u00fcr \u00bbwehrunw\u00fcrdig\u00ab erkl\u00e4rt und an die zivile Reichsjustizverwaltung \u00fcbergeben worden. Die Haftbedingungen waren gepr\u00e4gt von m\u00f6rderischer Arbeit im Moor, unzureichender\u00a0 Ern\u00e4hrung und Bekleidung sowie Dem\u00fctigungen und Misshandlungen seitens der Wachmannschaften.<\/p>\n<div id=\"attachment_3007\" style=\"width: 338px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenst\u00e4tte.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3007\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3007 \" title=\"Das Gedenkst\u00e4ttengel\u00e4ndeheute. Foto: wes-la.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenst\u00e4tte.jpg\" alt=\"Das Gedenkst\u00e4ttengel\u00e4ndeheute. Foto: wes-la.de\" width=\"328\" height=\"154\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenst\u00e4tte.jpg 328w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenst\u00e4tte-300x140.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3007\" class=\"wp-caption-text\">Das Gedenkst\u00e4ttengel\u00e4ndeheute.<br \/>Foto: wes-la.de<\/p><\/div>\n<p>Insgesamt sa\u00dfen in den Lagern Esterwegen, Brual-Rhede, B\u00f6rgermoor, Aschendorfermoor, Walchum und Neusustrum zwischen 25.000 und 30.000 kriegsgerichtlich Verurteilte ein. Sie nannten sich selbst \u00bbMoorsoldaten\u00ab, in Anspielung auf die schwere Arbeit, die sie bei der Kultivierung des Emsl\u00e4ndischen Moores leisten mussten. Mindestens 780 von ihnen starben hier w\u00e4hrend des Krieges an Hunger, Krankheiten und Misshandlung. Von den Emslandlagern aus wurden 5.000 bis 6.000 milit\u00e4rgerichtlich Verurteilte in das Torgauer Wehrmachtgef\u00e4ngnis Fort Zinna \u00fcberstellt, wo sie auf ihre Eignung f\u00fcr die Bew\u00e4hrungstruppe 500 \u00fcberpr\u00fcft wurden. Die so zusammengestellten Bataillone kamen an besonders gef\u00e4hrlichen Frontabschnitten zum Einsatz.<\/p>\n<p>Nach Kriegsende fand sich f\u00fcr die Errichtung eines Gedenkortes zun\u00e4chst keine Unterst\u00fctzung. Ein \u00bbAktionskomitee f\u00fcr ein Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager e. V.\u00ab (DIZ) setzte sich seit 1981 mit einer Dauerausstellung in Papenburg f\u00fcr die Aufarbeitung der regionalen Geschichte ein. Seit 2011 f\u00fchrt sie ihre Arbeit in der neu er\u00f6ffneten <em>Gedenkst\u00e4tte Esterwegen<\/em> fort.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Hinweise<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gedenkstaette-esterwegen.de\/index.php?con_cat=51&amp;con_lang=1\">Homepage der Gedenkst\u00e4tte Esterwegen<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1761\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_erfurt1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1761\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1761\" title=\"Denkmal in Erfurt \/ Foto: Privatarchiv Eckart Sch\u00f6rle, Erfurt\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_erfurt1.jpg\" alt=\"Denkmal in Erfurt \/ Foto: Privatarchiv Eckart Sch\u00f6rle, Erfurt\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1761\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Erfurt \/ Foto: Privatarchiv Eckart Sch\u00f6rle, Erfurt<\/p><\/div>\n<p><strong>Erfurt<\/strong><br \/>\nAm 1. September 1995 weihte die Stadt Erfurt bei den Wallanlagen der ehemaligen Zitadelle auf dem Petersberg das Deserteursdenkmal des Erfurter K\u00fcnstlers<strong>Thomas Nicolai<\/strong>\u00a0ein. Die Initiative f\u00fcr das Denkmal war im November 1994 unter anderen von Gewerkschaften, Friedensgruppen, Kirchenvertretern, K\u00fcnstlern sowie \u00fcberlebenden Deserteuren der Wehrmacht und anderen Opfern des Nationalsozialismus ausgegangen. Zahlreiche Prominente unterst\u00fctzen das Projekt u. a. Ralph Giordano, Gerd Zwerenz, Joschka Fischer, der evangelische Erfurter Bischof Christoph Demke und Christa Wolf. Der christdemokratische Erfurter Oberb\u00fcrgermeister Manfred Ruge stand dem Denkmal bis zu seiner Er\u00f6ffnung ablehnend gegen\u00fcber. Die Fraktionen von B\u00fcndnis 90\/DIE GR\u00dcNEN und PDS\/DIE LINKE setzten sich schlie\u00dflich durch.<br \/>\nDas Denkmal besteht aus acht Metallstelen, von denen sieben die Anmutung einer starren, disziplinierten Haltung haben. Eine ist abweichend gestaltet, wendet sich aus der Reihe ab; sie symbolisiert einen Fahnenfl\u00fcchtigen. Eine Bronzetafel am Boden tr\u00e4gt die Inschrift \u00bbDem unbekannten Wehrmachtsdeserteur \u2013 Den Opfern der NS-Milit\u00e4rjustiz \u2013 Allen die sich dem Naziregime verweigerten\u00ab. Der Text schlie\u00dft mit einem Zitat von G\u00fcnter Eich:\u00a0<em>\u00bbSeid Sand, nicht das \u00d6l im Getriebe der Welt\u00ab<\/em>.<br \/>\nDer Petersberg ist ein authentischer Ort der NS-Milit\u00e4rjustiz: Im Kommandantenhaus der Zitadelle Petersberg befand sich seit 1940 das Feldgericht 409. Infanterie Division. Zudem waren Zellen f\u00fcr Untersuchungsh\u00e4ftlinge im Keller der gro\u00dfen Defensionskaserne im inneren Ring der Festung untergebracht. An einer nahe gelegenen H\u00e4userwand kam es zur Erschie\u00dfung von mindestens 20 wehrmachtgerichtlich verurteilten Soldaten.<\/p>\n<div id=\"attachment_1762\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_flensburg1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1762\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1762 \" title=\"Denkmal in Flensburg \/ Foto: Stadtarchiv Flensburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_flensburg1.jpg\" alt=\"Denkmal in Flensburg \/ Foto: Stadtarchiv Flensburg\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1762\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Flensburg \/ Foto: Stadtarchiv Flensburg<\/p><\/div>\n<p><strong>Flensburg I<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em>I<\/em>m Jahre 2003 wurde dem aus Flensburg stammenden Kapit\u00e4nleutnant Asmus Jepsen eine Stra\u00dfe im Neubaugebiet Twedter Feld gewidmet. Es liegt unweit des Gel\u00e4ndes des Marinestandorts M\u00fcrwik, in dem bei Kriegsende der Gro\u00dfadmiral Karl D\u00f6nitz als Nachfolger Adolf Hitlers seinen Sitz hatte. Jepsen hatte wenige Stundenvor der Kapitulation in Norddeutschland seine Soldaten nach Hause geschickt und war dann selbst in seinen Heimatort zur\u00fcckgekehrt. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde er verhaftet, von einem Standgericht wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und am 6. Mai 1945 auf dem Twedter Feld erschossen. Allein in den letzten Kriegstagen starben in und um Flensburg nach wehrmachtgerichtlichen Urteilen mindestens 150 Soldaten. Die Stra\u00dfenbenennung soll hier stellvertretend f\u00fcr andere \u00e4hnlich Aktionen stehen (vgl. den Eintrag zu Kiel-Holtenau, K\u00f6ln-D\u00fcnnwald und T\u00fcbingen).<\/p>\n<p><strong>Flensburg II<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2298\" style=\"width: 4010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2298\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2298 \" title=\"Flensburger Denkmal \u201e\u2026.f\u00fcr Menschen, die sich nicht missbrauchen lie\u00dfen f\u00fcr einen verbrecherischen Krieg.&lt;br \/&gt;Foto: Dr. Helmreich Eberlein\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal.jpg\" alt=\"Flensburger Denkmal \u201e\u2026.f\u00fcr Menschen, die sich nicht missbrauchen lie\u00dfen f\u00fcr einen verbrecherischen Krieg.&lt;br \/&gt;Foto: Dr. Helmreich Eberlein\" width=\"4000\" height=\"3000\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal.jpg 4000w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal-300x225.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/02a-Denkmal-400x300.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 4000px) 100vw, 4000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2298\" class=\"wp-caption-text\">Flensburger Denkmal \u201e\u2026.f\u00fcr Menschen, die sich nicht missbrauchen lie\u00dfen f\u00fcr einen verbrecherischen Krieg.<br \/>Foto: Dr. Helmreich Eberlein<\/p><\/div>\n<p>Am 7. Januar 2014 wurde in Flensburg das Denkmal \u201ef\u00fcr Menschen, die sich nicht missbrauchen lie\u00dfen f\u00fcr einen verbrecherischen Krieg\u201c er\u00f6ffnet. Es befindet sich am &#8220;Platz der G\u00e4rtner&#8221; in der Roten Stra\u00dfe. Die erste Initiative dazu gab es bereits im Jahre 1994: Die Gruppe \u201eChristen f\u00fcr die Abr\u00fcstung\u201c hatte das Mamor-Relief in Auftrag gegeben und sich f\u00fcr die Errichtung stark gemacht. Zwar hatte die rot-gr\u00fcne Ratsmehrheit die Aufstellung des Denkmals zun\u00e4chst zugesagt. Die SPD-Fraktion r\u00fcckte davon allerdings wieder ab, alle weiteren Versuche einer Errichtung scheiterten in der Folge. \u00dcber zwanzig Jahre lang stand das Denkmal in einem Flensburger Hinterhof. Im Januar\/Februar 2012 brachte die Station der Wanderausstellung <a href=\"http:\/\/www.stiftung-denkmal.de\/ausstellungen\/was-damals-recht-war.html\">&#8220;Was damals Recht war &#8211; Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht&#8221;<\/a> im Flensburger Rathaus die Diskussion wieder in Schwung. Die Ratsversammlung beschloss am 22. M\u00e4rz 2012 mit gro\u00dfer Mehrheit die Aufstellung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2014-1-7-Rede-von-Anke-Spoorendonk-DenkmalFL.doc\">Er\u00f6ffnungsrede<\/a> von Anke Sporendonk (Ministerin f\u00fcr Justiz, Kultur und Europa in Schleswig Holstein)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2014-1-7-Rede-zur-Einweihung-des-Denkmals.doc\">Er\u00f6ffnungsrede <\/a>von Dr. Helmreich Eberlein (Christen f\u00fcr die Abr\u00fcstung)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2014-1-7-Gru\u00dfwort-der-Stadtpr\u00e4sidentin-zur-Denkmal-Einweihung.doc\">Gru\u00dfwort<\/a> der Stadtpr\u00e4sidentin Swetlana Kr\u00e4tzschmar<\/p>\n<div id=\"attachment_3134\" style=\"width: 272px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/G\u00f6ttingen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3134\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3134 \" title=\"Gedenktafel am ehemaligen  Kasernenstandort des preu\u00dfischen Infanterie Regiments Nr. 82. Foto: museenkoeln.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/G\u00f6ttingen.jpg\" alt=\"Gedenktafel am ehemaligen  Kasernenstandort des preu\u00dfischen Infanterie Regiments Nr. 82. Foto: museenkoeln.de\" width=\"262\" height=\"193\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3134\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel am ehemaligen Kasernenstandort des preu\u00dfischen Infanterie Regiments Nr. 82.<br \/>Foto: museenkoeln.de<\/p><\/div>\n<p><strong>G\u00f6ttingen<\/strong><br \/>\nDie nieders\u00e4chsische Stadt war eine der ersten in Deutschland, die am 1. September 1990 offiziell eine Gedenktafel f\u00fcr Deserteure einweihte. Das Steinrelief mit dem Titel \u00bbDie Kirschen der Freiheit\u00ab des G\u00f6ttinger K\u00fcnstlers\u00a0<strong>Joachim Nitsch<\/strong>\u00a0wurde am Amtshaus, dem ehemaligen Sitz des in G\u00f6ttingen stationierten 82. Infanterie Regiments, angebracht. Initiator war die G\u00f6ttinger Gruppe \u00bbReservisten verweigern den Kriegsdienst\u00ab, unterst\u00fctzt durch weitere Gruppen der Friedensbewegung, die \u00f6rtliche Geschichtswerkstatt, kulturpolitischen Initiativen und Parteien. Dem Bremer Beispiel folgend nahm die Reservistengruppe den Volkstrauertag 1987 zum Anlass, sich auch gegen die anhaltende Diskriminierung und Kriminalisierung von Deserteuren in der Bundesrepublik auszusprechen.<br \/>\nIn den folgenden Jahren bis zur Er\u00f6ffnung fand in der st\u00e4dtischen \u00d6ffentlichkeit eine intensive Auseinandersetzung statt. Die Historiker J\u00f6rg Kammler (Kassel) und Norbert Haase (Berlin) reisten f\u00fcr Veranstaltungen nach G\u00f6ttingen, um Ergebnisse der damals erst beginnenden Forschung zum Thema zu referieren. Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen etwa aus Anlass von Antikriegstagen fanden statt, und es kam parallel auch zu sehr engagiert gef\u00fchrten kommunalpolitischen Auseinandersetzungen. SPD und Gr\u00fcn Alternative Liste (GAL) setzten sich schlie\u00dflich gegen die Fraktionen von CDU und FDP durch, wenn auch mit jeweils unterschiedlichen Vorstellungen \u00fcber den Text der Gedenkplatte.<br \/>\nAuf die Steintafel ist der Satz des Schriftstellers Alfred Andersch \u00bbNicht aus Furcht vor dem Tod, sondern aus dem Willen zu leben\u00ab eingraviert. Das Motto stammt aus dem Roman Die Kirschen der Freiheit, in dem Alfred Andersch seine eigene Desertion aus der Wehrmacht im Juni 1944 in Italien verarbeitet. Das Denkmal wendet sich damit gegen falsche Ideale von Heldentum, bedingungslosen Gehorsam und Opferbereitschaft, die f\u00fcr die Initiatoren mit dem nur ca. 200 Meter entfernten Kriegerdenkmal f\u00fcr die Gefallenen des 82er Regiments aufgerufen werden. Dessen Motto hei\u00dft: \u00bbBis zum Tode getreu\u00ab.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/p>\n<p>http:\/\/portal-militaergeschichte.de\/draeger_wehrmachts-deserteure<\/p>\n<div id=\"attachment_3135\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12.-Hamburg-H\u00f6ltigbaum.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3135\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3135 \" title=\"Gedenktafel f\u00fcr die mindestens 147 am Truppen\u00fcbungsplatz Hamburg-H\u00f6ltigbaum hingerichteten Wehrmachtssoldaten. Foto: Detlef Garbe\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12.-Hamburg-H\u00f6ltigbaum.jpg\" alt=\"Gedenktafel f\u00fcr die mindestens 147 am Truppen\u00fcbungsplatz Hamburg-H\u00f6ltigbaum hingerichteten Wehrmachtssoldaten. Foto: Detlef Garbe\" width=\"650\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12.-Hamburg-H\u00f6ltigbaum.jpg 650w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12.-Hamburg-H\u00f6ltigbaum-300x189.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12.-Hamburg-H\u00f6ltigbaum-475x300.jpg 475w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3135\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel f\u00fcr die mindestens 147 am Truppen\u00fcbungsplatz Hamburg-H\u00f6ltigbaum hingerichteten Wehrmachtssoldaten.<br \/>Foto: Detlef Garbe<\/p><\/div>\n<p><strong>Hamburg\/H\u00f6ltigbaum<\/strong><br \/>\nAm 5. September 2003 weihte die Kulturbeh\u00f6rde Hamburg eine Informationstafel zur Hinrichtungsst\u00e4tte auf dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz auf dem H\u00f6ltigbaum ein. Erste Impulse hierf\u00fcr waren bereits im Jahre 1988 von der Friedensinitiative Rahlstedt ausgegangen; lange Zeit war eine Umsetzung jedoch politisch nicht durchsetzbar. Der Standort, den Wehrmacht wie sp\u00e4ter auch die Bundeswehr genutzt hatten, war erst kurz vor der Einweihung aufgegeben worden. Heute ist das Arreal ein Naherholungsgebiet. Auf der vom Denkmalschutzamt Hamburg aufgestellten Tafel ist folgender &#8211; inzwischen hinsichtlich der Zahlen von der Forschung \u00fcberholte &#8211; Text abgedruckt:\u00a0<em>\u00bbAuf den Schie\u00dfst\u00e4nden des \u00dcbungsplatzes wurden beginnend mit dem Jahr 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mindestens 330 Wehrmachtsangeh\u00f6rige, auch Kriegsgefangene hingerichtet. Die Todesurteile f\u00e4llten Kriegsgerichte der Wehrmacht in Hamburg, Fahnenflucht oder Wehrkraftzersetzung waren zumeist die Gr\u00fcnde. Aus Soldaten der umliegenden Kasernen bildete man die Hinrichtungskommandos. Kurz vor Kriegsende, am 28. April 1945, fanden die letzten Exekutionen statt.\u00ab<\/em><br \/>\nIm Jahr 2005 stellte die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek den Antrag, die Stra\u00dfen im Gebiet der von der Bundeswehr aufgegebenen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Jenfeld nach Deserteuren zu benennen, die am H\u00f6ltigbaum erschossen wurden.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Information\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.gedenkstaetten-in-hamburg.de\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">www.gedenkstaetten-in-hamburg.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Halle\/Saale<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3000\" style=\"width: 314px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Roter-Ochse.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3000\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3000 \" title=\"Eingang zur Gedenkst\u00e4tte Roter Ochse Foto: berlinkolleg.com\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Roter-Ochse.jpg\" alt=\"Eingang zur Gedenkst\u00e4tte Roter Ochse Foto: berlinkolleg.com\" width=\"304\" height=\"406\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3000\" class=\"wp-caption-text\">Eingang zur Gedenkst\u00e4tte Roter Ochse<br \/>Foto: berlinkolleg.com<\/p><\/div>\n<p>In der Gedenkst\u00e4tte Roter Ochse wird seit 1996 an das Unrecht zweier Diktaturen erinnert.\u00a0W\u00e4hrend der nationalsozialistischen Herrschaft wurden in der damals als Zuchthaus genutzten Einrichtung 549 Menschen get\u00f6tet, davon 275 nach wehrmachtgerichtlichen Urteilen. Der Hinrichtungsraum dient heute auch als Gedenkraum f\u00fcr die Opfer. Nach 1950 wurde das Geb\u00e4ude vom Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit der DDR genutzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_2999\" style=\"width: 342px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenkstele-D\u00f6lauer-Heide.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2999\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2999     \" title=\"Gedenkstele in der D\u00f6lauer Heide\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenkstele-D\u00f6lauer-Heide.jpg\" alt=\"Gedenkstele in der D\u00f6lauer Heide Foto: CWG Halle\" width=\"332\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenkstele-D\u00f6lauer-Heide.jpg 212w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Gedenkstele-D\u00f6lauer-Heide-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2999\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkstele in der D\u00f6lauer Heide<br \/>Foto: CWG Halle<\/p><\/div>\n<p>Die Gedenkst\u00e4tte er\u00f6ffnete in Zusammenarbeit mit dem Hallenser Christian-Wolff-Gymnasium und mit Unterst\u00fctzung der Stadt Halle am 5. September 2014 eine Informationsstele. Sie erinnert an die Erschie\u00dfung von 23 belgischen Widerstandsk\u00e4mpferInnen, die das Reichskriegsgericht in Torgau zuvor zum Tode verurteilt hatte. Standort ist die D\u00f6lauer Heide.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Hinweise:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stgs.sachsen-anhalt.de\/gedenkstaette-roter-ochse-halle-saale\/geschichte\/#c44815\">Homepage der Gedenst\u00e4tte Roter Ochse<\/a><\/p>\n<p><strong>Hamburg\/Stephansplatz<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2975\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-1-Gedenkort-f\u00fcr-Deserteure.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2975\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2975 \" title=\"Hamburger &quot;Gedenkort f\u00fcr Deserteure und andere Verfolgte der NS-Milit\u00e4rjustiz&quot; Foto: Magnus Koch\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-1-Gedenkort-f\u00fcr-Deserteure-1024x577.jpg\" alt=\"Hamburger &quot;Gedenkort f\u00fcr Deserteure und andere Verfolgte der NS-Milit\u00e4rjustiz&quot; Foto: Magnus Koch\" width=\"584\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-1-Gedenkort-f\u00fcr-Deserteure-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-1-Gedenkort-f\u00fcr-Deserteure-300x169.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abb.-1-Gedenkort-f\u00fcr-Deserteure-500x282.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2975\" class=\"wp-caption-text\">Hamburger &#8220;Gedenkort f\u00fcr Deserteure und andere Verfolgte der NS-Milit\u00e4rjustiz&#8221;<br \/>Foto: Magnus Koch<\/p><\/div>\n<p>Am Dammtorbahnhof, nahe von Binnen- und Au\u00dfenalster, befindet sich der f\u00fcr Hamburg zentrale Ort, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg geht. Das bekannteste Hamburger Kriegerdenkmal, der sogenannte \u201eKriegsklotz\u201c, entstand 1936 auf Initiative der Traditionsvereine des Infanterie-Regiments Nr. 76. Er erinnert an die 40.000 Hamburger Kriegstoten des Ersten Weltkrieges. Seine Inschrift preist den Heldentod: \u00bbDeutschland muss leben \/ und wenn wir sterben m\u00fcssen\u00ab. Obwohl die britische Milit\u00e4rverwaltung nach 1945 den Abriss militaristischer Denkmale angeordnet hatte, blieb das Monument erhalten. Doch schon in den fr\u00fchen Nachkriegsjahren war diese Entscheidung umstritten. Zwischen den 1970er- und den 1990er-Jahren wurde das Denkmal wiederholt besch\u00e4digt und bemalt und es war Ort antimilitaristischer wie auch militaristischer Kundgebungen. Ein 1985\/1986 von dem Wiener Bildhauer Alfred Hrdlicka im Auftrag des Senats errichtetes Gegendenkmal am \u00bbKriegsklotz\u00ab blieb unvollendet.<\/p>\n<p>Im November 2015 wurde \u2013 als drittes Denkmal am Ort \u2013 der \u201eGedenkort f\u00fcr Deserteure und andere Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c er\u00f6ffnet. Im Juni 2012 hatte die Hamburger B\u00fcrgerschaft daf\u00fcr <i>einstimmig<\/i> einen fraktions\u00fcbergreifenden Antrag verabschiedet. Bereits seit 2010 hatte ein breites zivilgesellschaftliches \u201eB\u00fcndnis f\u00fcr ein Hamburger Deserteursdenkmal\u201c mit Aktionen und Veranstaltungen versucht, Druck auf die Politik auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>In dem Denkmal des Hamburger K\u00fcnstlers Volker Lang werden \u00fcber eine Audio-Anwendung Namen und Schicksale der namentlich bekannten 227 in Hamburg nach wehrmachtgerichtlichen Todesurteilen Hingerichteten verlesen; dazu finden sich dort Kontextinformationen zu Verfolgungshintergrund und Denkmalsetzung. Zwei der Au\u00dfenseiten des dreieckigen Baus bestehen aus einem bronzenen Schriftgitter, das einen Text des Dichters Helmut Hei\u00dfenb\u00fcttel zu lesen gibt. (<a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Helmut-Hei\u00dfenb\u00fcttel.pdf\">&#8220;Hamburg 1944&#8221;)<\/a>.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/4367872\/data\/deserteurdenkmal.pdf\">http:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/4367872\/data\/deserteurdenkmal.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de\/uploads\/Dateien\/Links\/Dokumentation-Deserteure-HH-201311.pdf\">http:\/\/www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de\/uploads\/Dateien\/Links\/Dokumentation-Deserteure-HH-201311.pdf<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1780\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_wandsbek1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1780\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1780 \" title=\"Denkmal in Hamburg\/Wandsbek \/ Foto: www.taz.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_wandsbek1.jpg\" alt=\"Denkmal in Hamburg\/Wandsbek \/ Foto: www.taz.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1780\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Hamburg\/Wandsbek \/ Foto: www.taz.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Hamburg\/Wandsbek<\/strong><br \/>\nStellvertretend f\u00fcr andere Stolpersteinverlegungen in Deutschland soll hier der f\u00fcr Kurt Oldenburg vom 20. Juli 2007 erw\u00e4hnt werden. Oldenburg wurde 1942 wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und sp\u00e4ter begnadigt. Er fiel in den letzten Kriegstagen als Angeh\u00f6riger einer Strafeinheit der Wehrmacht; sein genaues Schicksal ist ungekl\u00e4rt. Der Text des Stolpersteins lautet:<\/p>\n<blockquote><p>Hier wohnte \/ Kurt Oldenburg \/ Jg. 1922 \/ Dienst an der Waffe \/ verweigert \/ Todesurteil 1942 \/ Strafbataillon \/ Tot 1945<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/p>\n<p>http:\/\/stolpersteine-hamburg.de\/index.php?&#038;MAIN_ID=7&#038;p=174&#038;BIO_ID=2712<\/p>\n<div id=\"attachment_1765\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_hannover1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1765\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1765\" title=\"Denkmal in Hannover \/ Foto: www.frieden-hannover.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_hannover1.jpg\" alt=\"Denkmal in Hannover \/ Foto: www.frieden-hannover.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1765\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Hannover \/ Foto: www.frieden-hannover.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Hannover<\/strong><br \/>\nHannover hat (ebenso wie G\u00f6ttingen) seit dem 1. September 1990 ein Deserteursdenkmal. Seine Errichtung ging auf die Idee der\u00a0<em>\u00bbSelbstorganisation der Zivildienstleistenden und Totaler Kriegsdienstverweigerer\u00ab\u00a0<\/em>zur\u00fcck. \u00c4hnlich wie etwa die Initiativen in Braunschweig oder Bremen ging es der Gruppe um eine Verkn\u00fcpfung von aktuellen Diskussionen um die Totalverweigerer der Bundeswehr und dem Schicksal der Wehrmachtsdeserteure im Zweiten Weltkrieg. Das Denkmal besteht aus einer Betonplatte von einem Quadratmeter Grundfl\u00e4che, auf der ein hingeworfener Stahlhelm und ein Paar Kampfstiefel liegen. Es wurde zun\u00e4chst \u00f6ffentlich auf dem Kr\u00f6pke in der Hannover&#8217; schen Innenstadt enth\u00fcllt. Anschlie\u00dfend brachten die Initiatoren das Denkmal an seinen Bestimmungsort vor das neue Rathaus, wo es bis heute steht; dies obwohl anfangs mit Ausnahme der GR\u00dcNEN zun\u00e4chst keine der Fraktionen des Stadtrates f\u00fcr das Projekt stimmte; erst 1994 nahm der Stadtbezirksrat Mitte das \u00bbGeschenk\u00ab der Denkmalsetzer an. Eine kleine Tafel auf der Sockelplatte tr\u00e4gt die Aufschrift\u00a0<em>\u00bbDenk-mal an den unbekannten Deserteur!\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.frieden-hannover.de\/des\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.frieden-hannover.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1766\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ingolstadt1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1766\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1766\" title=\"Denkmal in Ingolstadt \/ Foto: Privatarchiv Stefan Sauer\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ingolstadt1.jpg\" alt=\"Denkmal in Ingolstadt \/ Foto: Privatarchiv Stefan Sauer\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ingolstadt1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ingolstadt1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1766\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Ingolstadt \/ Foto: Privatarchiv Stefan Sauer<\/p><\/div>\n<p><strong>Ingolstadt<\/strong><br \/>\nIm April 1999 weihte Ingolstadt sein\u00a0<em>\u00bbMahnmal f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus und die Toten der Weltkriege\u00ab<\/em>\u00a0ein. Eine \u00bbInitiative f\u00fcr Mahn- und Gedenkst\u00e4tten in Ingolstadt\u00ab um zwei GR\u00dcNE Stadtverordnete hatte sich im Gedenkjahr 1995 gegr\u00fcndet; erste Forschungen von Lutz Tietmann zum Thema gehen in Ingolstadt auf das Jahr 1989 zur\u00fcck. Als Ziel formulierte die Denkmalinitiative, bisherige Ingolst\u00e4dter Denkmalsetzungen, die vor allem den deutschen Bomben- und anderen Kriegsopfern gewidmet waren, in ein neues \u00fcbergreifendes Denkmalkonzept einzubeziehen, ohne dabei historische Tiefensch\u00e4rfe zu verlieren.<\/p>\n<p>Nach einer hochkar\u00e4tig besetzten Fachtagung und einer in der st\u00e4dtischen \u00d6ffentlichkeit breit gef\u00fchrten Diskussion lobte die Stadt schlie\u00dflich einen K\u00fcnstlerInnenwettbewerb aus. Der siegreiche Entwurf wurde von allen Fraktionen des Ingolst\u00e4dter Stadtrates mitgetragen.<\/p>\n<p>Im Luitpoldpark stellten die Initiatoren schlie\u00dflich neun je 1, 80 Meter hohe blaue Stelen auf, in die Fotos von verfolgten Ingolst\u00e4dter B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern montiert sind. An der Stele findet sich lediglich ein kurzer Hinweis auf die Verfolgung in der NS-Zeit. Im Stadtmuseum werden die abgebildeten Personen in einem zweiten Schritt ausf\u00fchrlich vorgestellt. Unter den Dargestellten sind Juden, ZwangsarbeiterInnen sowie andere aus politischen oder rassischen Gr\u00fcnden Verfolgte. Weitere Stelen sind in der Stadt verteilt aufgestellt; eine befindet sich an der ehemaligen Hinrichtungsst\u00e4tte am Auwaldsee. Hier lie\u00df die Wehrmachtjustiz zwischen August 1944 und April 1945 mindestens 75 Todesurteile vollstrecken, 63 davon an Wehrmachtsangeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.gedenkstaettenforum.de\/nc\/gedenkstaetten-rundbrief\/rundbrief\/news\/das_neue_mahnmal_fuer_die_opfer_des_nationalsozialismus_und_die_toten_der_weltkriege_in_ingolstadt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.gedenkstaettenforum.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1767\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_karlsruhe1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1767\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1767\" title=\"Denkmal in Karlsruhe \/ Foto: www.museenkoeln.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_karlsruhe1.jpg\" alt=\"Denkmal in Karlsruhe \/ Foto: www.museenkoeln.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1767\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Karlsruhe \/ Foto: www.museenkoeln.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Karlsruhe<\/strong><br \/>\nIm Gewerbehof in der Steinstra\u00dfe 23 steht ein Deserteursdenkmal, das auf Initiative der Karlsruher Gruppe von<strong>\u00bbReservisten verweigern sich\u00ab<\/strong>\u00a0am 5. Mai\u00a0 1990 dort aufgestellt worden war. Das Denkmal besteht aus einem gemauerten Sockel, auf den ein Soldatenhelm platziert wurde. Eine Texttafel auf der Vorderseite des Sockels tr\u00e4gt die Inschrift:\u00a0<em>\u00bbhier lebte ein mann, der sich geweigert hat, auf seine mitmenschen zu schie\u00dfen. ehre seinem andenken. kurt tucholski, f\u00fcr die deserteure\u00ab<\/em>. Die Stadt Karlsruhe hatte sich zuvor geweigert, dem Denkmal ein st\u00e4dtisches Grundst\u00fcck zuzuweisen. In den n\u00e4chsten Jahren geriet es zunehmend in Vergessenheit und verfiel. 2005 restaurierten Mitglieder des Friedensb\u00fcndisses Karlsruhe den Steinsockel. Am 17. November des Jahres wurde er unter Mitwirkung von Ludwig Baumann, dem Vorsitzenden der \u00bbBundesvereinigung der Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab, neu eingeweiht.<\/p>\n<p><strong>Kassel<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3785\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Kassel.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3785\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3785 \" title=\"Ehrenmal Karlsaue, Einweihung der Gedenktafel zu Kriegsdienstverweigerung,  Kassel 1987. V.l.n.r.: Hans Eichel, damaliger Oberb\u00fcrgermeister der Stadt und sp\u00e4terer Bundesfinanzminister, Hans Fellner, Dekan der evangelischen Kirche Kassel, Hermann Gail, Bruder des ermordeten Deserteurs Alfred Gail, J\u00f6rg Kammler, Historiker, Ulrich Restat, Kassler LINKE.&lt;br \/&gt;Foto: Stadtarchiv Kassel\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Kassel.jpg\" alt=\"Kassel, 9. Mai 1987: Ehrenmal Karlsaue, Ein-weihung der Gedenktafel zur Kriegsdienstver-weigerung im Dritten Reich. V.l.n.r.: Hans Eichel (*1941), damaliger Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Kassel und sp\u00e4terer Bundesfinanzminister, Hans Fellner (*1930), Dekan der evangelischen Kirche Kassel, Hermann Gail (1927\u20132007), Bru-der des ermordeten Deserteurs Alfred Gail (1925\u20131945), J\u00f6rg Kammler (*1940), Historiker, Ulrich Restat (*1940), Kassler LINKE. Foto: Stadtarchiv Kassel \" width=\"320\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Kassel.jpg 320w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Kassel-300x215.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3785\" class=\"wp-caption-text\">Ehrenmal Karlsaue, Einweihung der Gedenktafel zu Kriegsdienstverweigerung,\u00a0 Kassel 1987. V.l.n.r.: Hans Eichel, damaliger Oberb\u00fcrgermeister der Stadt und sp\u00e4terer Bundesfinanzminister, Hans Fellner, Dekan der evangelischen Kirche Kassel, Hermann Gail, Bruder des ermordeten Deserteurs Alfred Gail, J\u00f6rg Kammler, Historiker, Ulrich Restat, Kassler LINKE.<br \/>Foto: Stadtarchiv Kassel<\/p><\/div>\n<p>In Kassel diskutierte man innerhalb eines radikalpazifistischen, linkshumanistischen und gr\u00fcn-alternativen Spektrums bereits Ende der 1970er Jahre \u00fcber die Deserteure der Wehrmacht. Die Fraktion der GR\u00dcNEN brachte 1981 den Antrag in den Stadtrat ein, die Geschichte der Kasseler Verweigerer wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Drei Jahre sp\u00e4ter legte der mit dieser Aufgabe betraute Historiker J\u00f6rg Kammler einen Bericht vor, der die Grundlage war f\u00fcr das weitere Vorgehen war. 1985 setzten sich SPD und GR\u00dcNE im Kasseler Stadtrat gegen CDU und FDP durch; es erging der Beschluss, am traditionsreichen Truppenstandort Kassel eine Gedenktafel f\u00fcr Deserteure zu errichten. Am 9. Mai 1987 weihte die Stadt am st\u00e4dtischen Ehrenmal in der Fuldaaue die Gedenktafel ein. Sie tr\u00e4gt die Inschrift:\u00a0<em>\u00bbZur Erinnerung an die Kasseler Soldaten, die sich dem Kriegsdienst f\u00fcr die nationalsozialistische Gewaltherrschaft verweigerten und daf\u00fcr verfolgt und get\u00f6tet wurden. Stadt Kassel. Beschlossen von der Stadtverordnetenversammlung am 4. Februar 1985\u00ab.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1768\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_kiel1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1768\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1768\" title=\"Denkmal in Kiel \/ Fotos: Privatarchiv Freiherr von Luttitz, Weyarn\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_kiel1.jpg\" alt=\"Denkmal in Kiel \/ Fotos: Privatarchiv Freiherr von Luttitz, Weyarn\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1768\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Kiel \/ Fotos: Privatarchiv Freiherr von Luttitz, Weyarn<\/p><\/div>\n<p><strong>Kiel-Holtenau<\/strong><br \/>\nAm 29. Oktober 1997 wandte sich der Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landtages an die Gemeinde Altenholz unweit der Landeshaupts Kiel. Er bat sie, die Stra\u00dfe \u00bbAm Schie\u00dfstand\u00ab in \u00bbOskar-Kusch-Stra\u00dfe\u00ab umzubenennen. Au\u00dferdem sollte ein Gedenkstein an die Hinrichtung des U-Boot-Kommandanten erinnern, der am 12. Mai 1944 auf der Schie\u00dfanlage wegen \u00bbZersetzung der Wehrkraft\u00ab hingerichtet worden war. Au\u00dfer Kusch starben hier weitere 22 wehrmachtgerichtlich Verurteilte. In einem Festakt am 12. Mai 1998 wurden Stein und Stra\u00dfenschild feierlich eingeweiht. Auf dem Stein ist folgende Inschrift zu lesen:\u00a0<em>\u00bbSein Name steht f\u00fcr die vielen Opfer des nationalsozialistischen Unrechtstaates, die hier und an anderen Orten Ihr Leben lie\u00dfen. Ihr Tod uns zur Mahnung. Gemeinde Altenholz, Landeshauptstadt Kiel, 12. Mai 1998\u00ab.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1769\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_kleinbottwar1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1769\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1769\" title=\"Denkmal in Kleinbottwar \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_kleinbottwar1.jpg\" alt=\"Denkmal in Kleinbottwar \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1769\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Kleinbottwar \/ Foto: Geschichtswerkstatt, Heft 22<\/p><\/div>\n<p><strong>Kleinbottwar<\/strong><br \/>\nIm November 1989 lie\u00df der B\u00fcrgermeister von Kleinbottwar, einem Stadtteil von Steinheim an der Murr (Landkreis Ludwigsburg) einen Gedenkstein f\u00fcr einen bei Kriegsende hingerichteten Deserteur aufstellen. Die Initiative ging dabei von der Marbacher \u00bbAlexander-Seitz Geschichtswerkstatt\u00ab aus. Der Stein tr\u00e4gt folgende Inschrift:\u00a0<em>\u00bbIn dem untenliegenden Steinbruch wurde 3 Tage vor der Befreiung am 17. April 1945 der Soldat Erwin Kreetz von der Wehrmacht erschossen. Die aussichtslose milit\u00e4rische Lage sowie die Nachricht vom Tod seiner Frau veranla\u00dfte den vierfachen Familienvater zu desertieren.\u00ab<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1770\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_koeln1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1770\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1770\" title=\"Denkmal in K\u00f6ln \/ Foto: www.museenkoeln.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_koeln1.jpg\" alt=\"Denkmal in K\u00f6ln \/ Foto: www.museenkoeln.de\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_koeln1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_koeln1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1770\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in K\u00f6ln \/ Foto: www.museenkoeln.de<\/p><\/div>\n<p><strong>K\u00f6ln<\/strong><br \/>\nSeit 1996 findet jeweils am 27. Januar in K\u00f6ln eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes statt, getragen von einem breiten B\u00fcndnis verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, Parteien und Institutionen. Auf der Veranstaltung 2006 standen die K\u00f6lner Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz im Mittelpunkt des Gedenkens. Im Anschluss bildete sich eine Initiativgruppe, die sich f\u00fcr einen Erinnerungsort f\u00fcr Deserteure, \u00bbWehrkraftzersetzer\u00ab und andere von Wehrmachtgerichten Verurteilte einsetzte. \u00c4hnlich wie in Ingolstadt bem\u00fchte sich auch die K\u00f6lner Gruppe um eine breite Einbindung unterschiedlicher Akteure und Institutionen. Als treibende Kraft des Prozesses entstand eine Projektgruppe\u00a0<strong>\u00bbKriegsgegner\/innen als Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz in K\u00f6ln\u00ab\u00a0<\/strong>unter dem Dach des F\u00f6rdervereins des st\u00e4dtischen NS-Dokumentationszentrums. Endergebnis des aufw\u00e4ndigen Diskussions- und Arbeitsprozesses war ein Antrag, den die PDS-Fraktion des K\u00f6lner Stadtrates am 28. September 2006 einreichte. Mit den zus\u00e4tzlichen Stimmen von SPD und Bundnis 90\/Die Gr\u00fcnen wurde er verabschiedet. Die Stadt bezuschusste das Projekt mit 50.000 Euro, au\u00dferdem sollten Spenden gesammelt werden. Ma\u00dfgabe f\u00fcr den Standort des Denkmals war, dass er sich in die bisherigen Gedenkst\u00e4tten f\u00fcr die Opfer der Naziherrschaft einzugliedern hatte.<\/p>\n<p>Am 13. November 2008 beschloss der Stadtrat die Auslobung eines K\u00fcnstlerInnenwettbewerbs, als Standort wurde der Appellhofplatz, gegen\u00fcber dem NS-Dokumentationszentrum festgelegt. Nach Auswahl des siegreichen Entwurfs des Schweizer Designers Ruedi Baur weihte die Stadt K\u00f6ln das Denkmal am 1. September 2009 offiziell ein.<\/p>\n<p>In den Jahren 1933 bis 1945 wurden Todesurteile gegen Deserteure und andere milit\u00e4rgerichtlich verurteilte Personen in K\u00f6ln an verschiedenen Orten vollstreckt. Mindestens 59 von ihnen lie\u00df die Wehrmachtjustiz im K\u00f6lner Gef\u00e4ngnis Klingelp\u00fctz hinrichten, vor allem durch Enthaupten. Die deutsche Armee nutzte w\u00e4hrend des Krieges einen Teil des Gef\u00e4ngnisses als Standortarrest- bzw. Wehrmachthaftanstalt. Mindestens 45 weitere Hinrichtungen durch Erschie\u00dfen sind vor allem auf \u00dcbungspl\u00e4tzen der Wehrmacht in und um K\u00f6ln bekannt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.museenkoeln.de\/NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM\/pages\/1859.aspx?s=1859\">Weiterf\u00fchrende Informationen<\/a> zum K\u00f6lner Deserteursdenkmal.<\/p>\n<div id=\"attachment_1771\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_leipzig1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1771\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1771\" title=\"Denkmal in Leipzig \/ Foto: www.vvn-bda-leipzig.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_leipzig1.jpg\" alt=\"Denkmal in Leipzig \/ Foto: www.vvn-bda-leipzig.de\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_leipzig1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_leipzig1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1771\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Leipzig \/ Foto: www.vvn-bda-leipzig.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Leipzig<\/strong><br \/>\nAn der s\u00fcdlichen Mauer des Leipziger Ostfriedhofs steht ein Denkmal f\u00fcr 26 namentlich bekannte Wehrmachtssoldaten, die die Wehrmachtjustiz in der s\u00e4chsischen Stadt hinrichten lie\u00df. Der Granitstein mit Bronzetafel wurde am Antikriegstag (1. September) 1998 eingeweiht. Initiatoren waren neben der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes\/Bund der Antifaschisten das \u00bbLeipziger Friedenszentrum\u00ab und die \u00bbInitiative Christliche Linke\u00ab, unterst\u00fctzt von der Friedhofsverwaltung. Die Inschrift lautet:\u00a0<em>\u00bbDen hier ruhenden Opfern der nationalsozialistischen Milit\u00e4rjustiz 1939 \u2013 1945\u00ab.<\/em><\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: <a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.vvn-bda-leipzig.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vvn-bda-leipzig.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1772\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_mannheim1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1772\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1772\" title=\"Denkmal in Mannheim \/ Foto: www.friedenszentrum.info\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_mannheim1.jpg\" alt=\"Denkmal in Mannheim \/ Foto: www.friedenszentrum.info\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_mannheim1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_mannheim1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1772\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Mannheim \/ Foto: www.friedenszentrum.info<\/p><\/div>\n<p><strong>Mannheim<\/strong><br \/>\nDer K\u00fcnstler\u00a0<strong>Stefan von Reiswitz\u00a0<\/strong>und die SteinmetzInnen\u00a0<strong>Barbara und Karl Oppenrieder <\/strong>hatten bereits 1987 ein Deserteursdenkmal geschaffen, mit dem die\u00a0<em>\u00bbSp\u00e4tverweigerer-Gruppe\u00ab\u00a0<\/em>M\u00fcnchen und die\u00a0<em>\u00bbDeutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsgegnerInnen\u00ab<\/em>\u00a0einen Gegenpol zum offiziellen Heldengedenken setzen wollten. Nach einer mehrj\u00e4hrigen Auseinandersetzung mit dem M\u00fcnchner Stadtrat widersetzte sich dieser der Aufstellung des Steinobelisken. Im Jahre 1993 holten die Initiatoren das Denkmal schlie\u00dflich nach Mannheim. Jedoch lehnte auch die dortige Stadtverwaltung die Aufstellung auf \u00f6ffentlichem Grund ab. Ein wichtiger Grund daf\u00fcr war dabei offenbar die Verkn\u00fcpfung von Fragen des Gehorsams in aktuellen Kriegen und Armeen mit den Deserteuren des Zweiten Weltkrieges; allerdings bezweifelte die Mehrheit im Mannheimer Stadtrat offenbar auch die Legitimit\u00e4t der Handlungen von Deserteuren w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges. Die Inschrift auf dem Stein, der seit dem 22. Juni 2002 vor einer Buchhandlung steht, lautet:\u00a0<em>\u00bbAlle Kriege sind verlorene Kriege \/ den Deserteuren\u00ab<\/em>. Auf der R\u00fcckseite sind Bronzefiguren aufgebracht, die fliehen, fallen oder taumeln. Dadurch soll die \u00bbEinsamkeit\u00ab der Deserteure dargestellt werden.<\/p>\n<p>Mehr Infos unter: <a href=\"www.friedenszentrum.info\">www.friedenszentrum.info<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1773\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_marburg1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1773\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1773 \" title=\"Denkmal in Marburg \/ Foto: www.geschichtswerkstatt-marburg.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_marburg1.jpg\" alt=\"Denkmal in Marburg \/ Foto: www.geschichtswerkstatt-marburg.de\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_marburg1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_marburg1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1773\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Marburg \/ Foto: www.geschichtswerkstatt-marburg.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Marburg<\/strong><br \/>\nSeit dem 1. September 1999 steht gegen\u00fcber der ehemaligen J\u00e4gerkaserne in der Frankfurter Stra\u00dfe ein Deserteursdenkmal. Bevor es dort als Denkmal der Stadt Marburg seinen wahrscheinlich endg\u00fcltigen Platz erhielt, vergingen mehr als 10 Jahre. Ausgangspunkt waren \u00dcberlegungen einer Gruppe von Zivildienstleistenden aus dem (erweiterten) Kreis der Marburger Geschichtswerkstatt. Seit 1988 gingen von Marburg eine ganze Reihe wichtiger Impulse f\u00fcr die historische Erforschung des Themas wie auch f\u00fcr den politischen Kampf um Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure aus: wissenschaftliche Symposien und Publikationen sowie vielf\u00e4ltige Formen der \u00f6ffentlichen Intervention wurden in der mittelhessischen Universit\u00e4tsstadt initiiert. Dazu setzten die AktivistInnen auch lokal, regional wie landesweit die demokratischen Institutionen unter Druck. Das war auch n\u00f6tig, denn der Kampf um den endg\u00fcltigen Aufenthaltsort des Denkmals war z\u00e4h. Die Diskussionen allerdings, die um dieses Ziel herum gef\u00fchrt wurden, werden von den Initiatoren als ebenso wichtig wie das Denkmal selbst eingesch\u00e4tzt. Je nach Z\u00e4hlweise stand das Denkmal an f\u00fcnf verschiedenen Orten bis es seinen Platz vor der Marburger J\u00e4gerkaserne fand. Die wohl spektakul\u00e4rste Aktion war die 60-st\u00fcndige \u00bbDuldung\u00ab der Figur eines Sandsteintorsos auf einer Panzersperre vor dem zentralen H\u00f6rsaalgeb\u00e4ude anl\u00e4sslich der Marburger Station der Wanderausstellung \u00bbVernichtungskrieg \u2013 Verbrechen der Wehrmacht\u00ab im Jahre 1997.<br \/>\nIn der Zeit von Januar 1940 bis Januar 1943 sowie im Fr\u00fchjahr 1945 wurden in Marburg mindestens zehn zum Tode verurteilte Soldaten erschossen. 34 weitere Todesurteile lie\u00dfen die Gerichte der Divisionen 159 und 409 durch ihre Marburger Zweigstellen an anderen Standorten vollstrecken.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.geschichtswerkstatt-marburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.geschichtswerkstatt-marburg.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Missen-Wilhams, Allg\u00e4u<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2997\" style=\"width: 374px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/csm_lerpscher_gedenktafel_01_380757cddf1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2997\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2997 \" title=\"Gedenktafel f\u00fcr Michael Lerpscher Foto: Magnus Koch\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/csm_lerpscher_gedenktafel_01_380757cddf1.jpg\" alt=\"Gedenktafel f\u00fcr Michael Lerpscher Foto: Magnus Koch\" width=\"364\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/csm_lerpscher_gedenktafel_01_380757cddf1.jpg 364w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/csm_lerpscher_gedenktafel_01_380757cddf1-300x210.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2997\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel f\u00fcr Michael Lerpscher<br \/>Foto: Magnus Koch<\/p><\/div>\n<p>Der Allg\u00e4uer Bauernsohn Michael Lerpscher verweigerte den Kriegsdienst in der Wehrmacht aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden. Ein Wehrmachtgericht verurteilte ihn deshalb wegen \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab zum Tode. Er starb am 5. September 1940 im Alter von 34 Jahren im Zuchthaus Brandenburg-G\u00f6rden unter dem Fallbeil. In seiner Heimat war die Geschichte Michael Lerpschers lange Zeit kein Thema; erst in den 1980er Jahren begaben sich zwei aus der Gegend stammende Lehrer auf Spurensuche und ver\u00f6ffentlichten eine Biografie Michael Lerpschers (siehe Literaturhinweis unten). Die darauf folgende hitzige Diskussion \u00fcber die Legitimit\u00e4t seines Handelns markiert die Schwierigkeiten bei fr\u00fchen Versuchen, die Verfolgten der Wehrmachtgerichte &#8211; ohne Ansehen der Motive &#8211; als Opfer einer verbrecherischen Justiz anzuerkennen. Die Gedenktafel, die zu Ehren Lerpschers im Jahre 1987 neben dem Eingang der gemeindeeigenen Kapelle angebracht wurde, ist eines der ersten Erinnerungszeichen f\u00fcr einen Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz. Der Sohn des Dorfes wurde darauf, trotz erheblicher Widerst\u00e4nde als \u00bbM\u00e4rtyrer der Gewissenstreue und Gewaltlosigkeit\u00ab anerkannt. Ein Stolperstein befindet sich au\u00dferdem seit 2012 vor dem Christk\u00f6nigs-Institut in Meitingen, an dem Lerpscher Mitglied war.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Hinweise:<\/p>\n<p>Ernst T. Mader, Jakob Knab: Das L\u00e4cheln des Esels. Das Leben und die Hinrichtung des Allg\u00e4uer Bauernsohnes Michael Lerpscher (1905-1940). Verlag an der S\u00e4ge, Bl\u00f6cktach 1987.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/22\/Lerpscher_3_xml\/komplettansicht\">Der einsame Weg, Artikel \u00fcber Michael Lerpscher in der Wochenzeitung Die Zeit, 24. Mai 2006<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.uni-passau.de\/local-heroes\/artikel\/lerpscher-michael\/\">Portal der Universit\u00e4t Passau mit Zeitzeugenaussagen und Einblicken in die lokalen Auseinandersetzungen vor Ort<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1774\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_potsdam1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1774\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1774\" title=\"Denkmal in Potsdam \/ Foto: www.potsdam.de \" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_potsdam1.jpg\" alt=\"Denkmal in Potsdam \/ Foto: www.potsdam.de \" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1774\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Potsdam \/ Foto: www.potsdam.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Potsdam<\/strong><br \/>\nDie Vorgeschichte des Potsdamer Deserteursdenkmals beginnt in Bonn. Das dortige\u00a0 Friedensplenum, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen, Aktionsgemeinschaften und Arbeitskreisen, lobte in der damaligen Bundeshauptstadt einen Ideenwettbewerb aus, den der in West-Berlin lebende t\u00fcrkische Bildhauer Mehmet Aksoy gewann Dabei flossen keine \u00f6ffentlichen Gelder, die Kosten wurden vor allem durch Spenden und den Verkauf von Abg\u00fcssen der Entwurfsfassung aufgebracht.<br \/>\nAls n\u00e4chsten Schritt rief das \u00bbBonner Friedensplenum\u00ab f\u00fcr den 1. September 1989 auf dem Bonner Friedensplatz zur Enth\u00fcllung des Deserteursdenkmals auf. Am 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs begann eine kontroverse \u00f6ffentliche Diskussion, in der sich die Standpunkte abzeichneten, die im Prinzip bis zur Rehabilitierung der Deserteure im Jahre 2002 konstant blieben: W\u00e4hrend das b\u00fcrgerlich-konservative Lager, im Verbund mit soldatischen Traditionsverb\u00e4nden und der Bundeswehr eine \u00f6ffentliche W\u00fcrdigung von Deserteuren der Wehrmacht ablehnte, weil diese angeblich die gehorsamen Soldaten desavourierten, setzten sich das linke Parteienspektrum und eine breite gesellschaftliche Basisbewegung daf\u00fcr ein. In Bonn scheiterte schlie\u00dflich die Einweihung des Denkmals, es kam nur zu einer provisorischen Einweihung des Denkmals. \u00c4hnlich wie in Marburg, erhielt das Denkmal an verschiedenen Orten nur provisorisch \u00bbAsyl\u00ab. Daf\u00fcr hatten die Debatten viel Aufmerksamkeit f\u00fcr das bis dahin kaum wahrgenommene Thema erzeugt.<br \/>\nNach dem Fall der Mauer setzte sich der Potsdamer\u00a0<em>\u00bbFreundeskreis Wehrdiensttotalverweigerer\u00ab<\/em>\u00a0f\u00fcr eine Aufstellung des Denkmals in der Bonner Partnerstadt ein. Die knapp 12 Tonnen schwere Arbeit, die den Negativabdruck eines Menschen zeigt, fand schlie\u00dflich in der alten preu\u00dfischen Garnisonsstadt einen dauerhaften Platz. Am 2. September 1990 wurde das Denkmal mit st\u00e4dtischer Unterst\u00fctzung auf dem Platz der Einheit enth\u00fcllt; eine \u00bbDuldung\u00ab erhielt es zwar zun\u00e4chst nur f\u00fcr ein halbes Jahr, ein faktisches Bleiberecht gilt allerdings bis heute.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.deserteur-denkmal.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.deserteur-denkmal.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1775\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_schleswig1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1775\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1775\" title=\"Denkmal in Schleswig \/ Foto: Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_schleswig1.jpg\" alt=\"Denkmal in Schleswig \/ Foto: Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1775\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Schleswig \/ Foto: Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg<\/p><\/div>\n<p><strong>Schleswig<\/strong><br \/>\nIm Jahre 1999 wurde in der Geltinger Bucht, am Strand von Norgaardholz bei Schleswig, ein Gedenkstein f\u00fcr die Marinesoldaten Alfred Gail, Martin Schilling und Fritz Wehrmann eingeweiht. Die drei Soldaten hatten sich am 5. Mai, nach der Teilkapitulation der Wehrmacht in D\u00e4nemark, auf den Weg nach Hause gemacht; unterwegs waren sie verhaftet und wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt worden. Am 10. Mai 1945, zwei Tage nach Kriegsende, lie\u00df ein Kriegsgericht Gail, Schilling und Wehrmann an Bord des Schiffes \u00bbBuea\u00ab erschie\u00dfen. Denkmalsetzer war der Kreis Schleswig-Flensburg. Vorausgegangen waren Forschungen des Flensburger Historikers Gerhard Paul.<\/p>\n<p><strong>Sievershausen<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1776\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_Sievershausen1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1776\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1776\" title=\"Denkmal in Sievershausen \/ www.seminarhaus-sievershausen.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_Sievershausen1.jpg\" alt=\"Denkmal in Sievershausen \/ www.seminarhaus-sievershausen.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1776\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Sievershausen \/ www.seminarhaus-sievershausen.de<\/p><\/div>\n<p>Im Jahre 1997 errichtete eine internationalzusammengesetzte\u00a0<strong>\u00bbWorkcampgruppe\u00ab<\/strong>am Antikriegshaus in Sievershausen bei Hannover ein Deserteursdenkmal. Es steht in der Verl\u00e4ngerung der Mauer zwischen dem alten Friedhof und dem ehemaligen Pastorengarten, \u00bbauf der Grenze zwischen dem Reich der Toten und dem bl\u00fchenden Leben\u00ab, wie es auf der Homepage des Antikriegshauses hei\u00dft.<br \/>\nDas zentrale Bauelement des Denkmals ist eine Mauer, die zwei unterschiedliche Seiten zeigt. Zum Friedhof hin ist eine graue Betonwand gewandt, in die ein Paar eiserner Fesseln eingelassen sind, diese Seite steht f\u00fcr Krieg und gewaltsames Sterben. Die Mauerseite zum Pfarrgarten hin ist dagegen aus rotbraunen Ziegelsteinen errichtet, sie versucht Lebendigkeit und Zuversicht auszustrahlen. An einem Durchbruch in der Mauer ist die Silhouette eine Menschen angedeutet. Auf dem Informationstext des Antikriegshauses hei\u00dft es dazu: \u00bbDas Denkmal ist ein Hinweis auf Menschen, die bis in die Gegenwart hinein die Teilnahme an jeder Form des Kriegsgeschehens verweigern und daf\u00fcr Schm\u00e4hung, Verfolgung, selbst Tod zu erdulden bereit sind.\u00ab Vis a vis ist ein Kirschbaum gepflanzt, der eine Anspielung an das wohl bekannteste literarische Werk zum Thema ist: Alfred Anderschs Roman Die Kirschen der Freiheit.<br \/>\nDie \u00bbDokumentationsst\u00e4tte zu Kriegsgeschehen und \u00fcber Friedensarbeit \u2013 Antikriegshaus\u00ab wurde 1978 als Friedenszentrum gegr\u00fcndet, seither engagiert sie sich f\u00fcr das ehrende Gedenken an die Deserteure (nicht nur) der Wehrmacht.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.seminarhaus-sievershausen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.seminarhaus-sievershausen.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1777\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_stuttgart1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1777\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1777\" title=\"Denkmal in Stuttgart \/ www.deserteurdenkmal-stuttgart.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_stuttgart1.jpg\" alt=\"Denkmal in Stuttgart \/ www.deserteurdenkmal-stuttgart.de\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_stuttgart1.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_stuttgart1-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1777\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Stuttgart \/ www.deserteurdenkmal-stuttgart.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Stuttgart<\/strong><br \/>\nIn Stuttgart wurde am 30. August 2007, nach \u00fcber zehnj\u00e4hriger Vorbereitungszeit, am Theaterhaus ein Deserteursdenkmal eingeweiht; bei der feierlichen Er\u00f6ffnung waren u. a. ein Deserteur der US-Armee und Ludwig Baumann, Wehrmachtsdeserteur und Vorsitzender der \u00bbBundesvereinigung Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab anwesend.<\/p>\n<p>Die Initiative ging aus von Friedensgruppen, Gewerkschaften, dem Stadtjugendring und Gruppen aus dem linksalternativen Spektrum. Die Stadt Stuttgart hatte sich zun\u00e4chst gegen das Projekt gestellt, konnte schlie\u00dflich aber f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung gewonnen werden. Zur Finanzierung des Denkmals rief die Initiative bereits 2006 eine Bausteinkampagne ins Leben, die noch nicht abgeschlossen ist. Geschaffen und gestaltet wurde das Denkmal von dem Aulendorfer K\u00fcnstler Klaus Kernbach und dem Stuttgarter Steinmetz Gustav Treulieb. Vor dem Theaterhaus wird das Denkmal so lange stehen, bis ein w\u00fcrdiger st\u00e4dtischer Platz gefunden ist.<br \/>\nDas Denkmal besteht aus einem drei Meter hohen Granitquader, in den die Silhouette eines menschlichen K\u00f6rpers eingearbeitet ist. Drei Meter vor diesem Block steht der aus dem Stein geschnittene K\u00f6rper. \u00c4hnlich wie die Skulpturen in Sievershausen oder Potsdam symbolisiert auch das Stuttgarter Denkmal einen sich aus Macht und Zwang befreienden Menschen. Eine Tafel am Denkmal tr\u00e4gt die Aufschrift:\u00a0<em>\u00bbDen Deserteuren aller Kriege\u00ab.<\/em><\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.deserteurdenkmal-stuttgart.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0www.deserteurdenkmal-stuttgart.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_5203\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5203\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-5203\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-scaled.jpg\" alt=\"Das am 8. Mai 2021 enth\u00fcllte neue Zusatzschild am Platz des unbekannten Deserteurs in T\u00fcbingen - Franz\u00f6sisches Viertel - CC4.0, Qwave\" width=\"310\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-scaled.jpg 2560w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-300x184.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-1024x628.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-768x471.jpg 768w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-1536x942.jpg 1536w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-2048x1255.jpg 2048w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Tuebingen_-_Platz_des_unbekannten_Deserteurs_-_Zusatzschild_vom_Mai_2021-489x300.jpg 489w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><p id=\"caption-attachment-5203\" class=\"wp-caption-text\">Das am 8. Mai 2021 enth\u00fcllte neue Zusatzschild am Platz des unbekannten Deserteurs in T\u00fcbingen &#8211; Franz\u00f6sisches Viertel &#8211; CC4.0, Qwave<\/p><\/div>\n<p><strong>T\u00fcbingen<\/strong><br \/>\nBei einem Festakt am 21. Oktober 2008 benannte der T\u00fcbinger Oberb\u00fcrgermeister einen Platz im Franz\u00f6sischen Viertel der Stadt in \u00bbPlatz des unbekannten Deserteurs\u00ab. Mit dieser Namensgebung erinnert die Stadt T\u00fcbingen an den Ort in der N\u00e4he der Hindenburgkaserne, an dem Ende des Zweiten Weltkriegs Deserteure erschossen wurden. Die Benennung des Platzes geht auf eine Initiative von Bewohnerinnen und Bewohnern zur\u00fcck. Die 2008 angebrachte Tafel nannte keine Namen, da diese nicht bekannt waren. Am 7. Februar 2020 wurde eine neue Gedenktafel angebracht, die nun die Namen der konkreten Soldaten nannte.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: <a href=\"_wp_link_placeholder\" data-wplink-edit=\"true\">T\u00dc-pedia: Platz des unbekannten Deserteurs<\/a><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #993300;\">Dieser Absatz wurde im M\u00e4rz 2026 ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndert. Manche Infos \u00fcber die 2008er- Tafel wurden gek\u00fcrzt, die Angaben zur 2020er-Tafel erg\u00e4nzt.<\/span><\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1779\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ulm1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1779\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1779\" title=\"Denkmal in Ulm \/ Foto: www.friedensdenkmal-ulm.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_ulm1.jpg\" alt=\"Denkmal in Ulm \/ Foto: www.friedensdenkmal-ulm.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1779\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Ulm \/ Foto: www.friedensdenkmal-ulm.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Ulm<\/strong><br \/>\nAuch in Ulm war eine Vereinigung von Sp\u00e4tverweigerern der Bundeswehr der Ausgangspunkt f\u00fcr die \u00bbInitiative zur Schaffung eines Deserteur-DENKmals\u00ab. F\u00fcr den 1. September 1989 war die Enth\u00fcllung des Deserteursdenkmals in Ulm geplant: Eine 10 mal 2,5 mal 4 Meter gro\u00dfe und \u00fcber 5 Tonnen schwere Plastik der Bildhauerin Hannah St\u00fctz-Mentzel. Die Aufstellung erfolgte zun\u00e4chst widerrechtlich auf dem Gel\u00e4nde des Bundesverm\u00f6gensamtes in Ulm. Dort blieb es nach Intervention des damaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel nur vier Wochen stehen und musste auf ein privates Grundst\u00fcck umziehen. Erst am 19. November 2005 enth\u00fcllte das \u00bbFriedensnetzwerk Ulm\u00ab das Deserteursdenkmal, in die N\u00e4he des historischen Erschie\u00dfungsortes der Ulmer Deserteure, unterhalb des Eingangs zum Botanischen Garten der Universit\u00e4t. Das Denkmal mit dem Motto \u00bbStein des Ansto\u00dfes\u00ab tr\u00e4gt (wie in Karlsruhe) die Inschrift: \u00bbHier lebte ein Mann, der sich geweigert hat, auf seine Mitmenschen zu schie\u00dfen. Ehre seinem Andenken. Kurt Tucholski, 1925\u00ab. Die Skulptur aus dicht beieinander stehenden fallenden Eisenquadern deutet die Dynamik an, die die Verweigerungen von Einzelnen haben k\u00f6nnen. Es soll Mut zum eigenverantwortlichen Handeln ausdr\u00fccken, sowie die Abkehr von Gewalt und den Einsatz f\u00fcr Frieden w\u00fcrdigen.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.friedensdenkmal-ulm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.friedensdenkmal-ulm.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1781\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_wilhelmshaven1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1781\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1781\" title=\"Denkmal in Wilhelmshaven \/ Foto: Stadtarchiv Wilhelmshaven\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_wilhelmshaven1.jpg\" alt=\"Denkmal in Wilhelmshaven \/ Foto: Stadtarchiv Wilhelmshaven\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1781\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Wilhelmshaven \/ Foto: Stadtarchiv Wilhelmshaven<\/p><\/div>\n<p><strong>Wilhelmshaven<\/strong><br \/>\nAm 5. Mai 1999 weihte die Stadt Wilhelmshaven im Verbund mit dem \u00bbAntifaschistischen B\u00fcndnis\u00ab ein Denkmal f\u00fcr die am ehemaligen Standortschie\u00dfstand hingerichteten mindestens 85 Marinesoldaten ein. Gestaltet wurde das Denkmal von dem Wilhelmshavener K\u00fcnstler<strong>Hans Georg W\u00f6lbern<\/strong>.\u00a0<em>\u00bbAuf diesem Gel\u00e4nde befand sich bis zur Befreiung vom Nationalsozialismus der Schie\u00dfstand des Milit\u00e4rstandortes Wilhelmshaven. Eine unbekannte Zahl deutscher Soldaten wurde hier w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges durch Erschie\u00dfungskommandos der Kriegsmarine exekutiert. Nachgewiesen sind 54 Hinrichtungen in der Zeit von 1943 bis 1945. Die Leichen wurden zum Friedhof Aldenburg gebracht. Die von der nationalsozialistischen Milit\u00e4rjustiz im Namen des deutschen Volkes Wehrkraftzersetzung, Gehorsamsverweigerung, Fahnenflucht und nach der Volkssch\u00e4dlingsverordnung verh\u00e4ngten Todesurteile bezweckten die \u00bbAufrechterhaltung der Manneszucht\u00ab.<\/em><\/p>\n<p>Diese Unrechtsurteile sollten die Weiterf\u00fchrung des von Deutschland zu verantwortenden verbrecherischen Krieges gew\u00e4hrleisten. Die letzte Hinrichtung fand hier am 5. Mai 1945 statt, wenige Stunden vor Ende des Krieges. Wilhelmshaven 1999.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen: http:\/\/www.gegenwind-whv.de\/denkmal-militaerjustiz\/<\/p>\n<p><strong>Wolfenb\u00fcttel<\/strong><\/p>\n<p>Die Gedenkst\u00e4tte im ehemaligen Strafgef\u00e4ngnis Wolfenb\u00fcttel (heute Justizvollzugsanstalt) erinnert an 516 Menschen, die hier zwischen 1937 und 1945 hingerichtet wurden, darunter mindestens 25 kriegsgerichtlich Verurteilte. Die Vollstreckung der Todesurteile erfolgte durch Enthaupten oder Erh\u00e4ngen. Die Urteile f\u00e4llten vorwiegend die Zweigstellen des Gerichts der Division Nr. 471 in Hannover. Die Neugestaltung der Dauerausstellung unter der \u00c4gide der Stiftung Nieders\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_3003\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hinrichtungsst\u00e4tte-Wolfenb\u00fcttel.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3003\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3003 \" title=\"Hinrichtungsst\u00e4tte im Wolfenb\u00fcttler Gef\u00e4ngnis Foto: www.forum-justizgeschichte.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hinrichtungsst\u00e4tte-Wolfenb\u00fcttel.jpg\" alt=\"Hinrichtungsst\u00e4tte im Wolfenb\u00fcttler Gef\u00e4ngnis Foto: www.forum-justizgeschichte.de\" width=\"1024\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hinrichtungsst\u00e4tte-Wolfenb\u00fcttel.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hinrichtungsst\u00e4tte-Wolfenb\u00fcttel-300x208.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Hinrichtungsst\u00e4tte-Wolfenb\u00fcttel-430x300.jpg 430w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3003\" class=\"wp-caption-text\">Hinrichtungsst\u00e4tte im Wolfenb\u00fcttler Gef\u00e4ngnis Foto: www.forum-justizgeschichte.de<\/p><\/div>\n<p>Weiterf\u00fchrende Hinweise:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.forumjustizgeschichte.de\/Gedenkstaette-W.156.0.html\">Homepage des Formus Justizgeschichte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.memorialmuseums.org\/denkmaeler\/view\/44\/Gedenkst%C3%A4tte-in-der-JVA-Wolfenb%C3%BCttel\">Gedenkst\u00e4ttenportal der Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/a><\/p>\n<div style=\"line-height: 5px; height: 5px; background-color: lightgrey;\"><\/div>\n<p><strong>Denkmale in Bewegung<\/strong><\/p>\n<p>Nicht alle Denkmalprojekte der letzten 30 Jahre konnten verwirklicht werden; einige bestanden nur vor\u00fcbergehend, bei anderen blieb es bei einer Form der \u00f6ffentlichen Intervention, das hei\u00dft Denkmale wurde spontan geschaffen und etwa bei Demonstrationen mitgef\u00fchrt und verschwanden anschlie\u00dfend wieder. Viele solcher Initiativen sind niemals dokumentiert worden oder nicht mehr zu recherchieren. Gleichzeitig gibt es bundesweit nach wie vor Initiativen, die f\u00fcr weitere Deserteursdenkm\u00e4ler k\u00e4mpfen. Es folgt eine eine (unvollst\u00e4ndige) Aufz\u00e4hlung.<\/p>\n<div id=\"attachment_1754\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bewegung_bremen1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1754\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1754\" title=\"Tempor\u00e4res Denkmal in Bremen \/ Foto: www.bremer-montagsdemo.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bewegung_bremen1.jpg\" alt=\"Tempor\u00e4res Denkmal in Bremen \/ Foto: www.bremer-montagsdemo.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1754\" class=\"wp-caption-text\">Tempor\u00e4res Denkmal in Bremen \/ Foto: www.bremer-montagsdemo.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Bremen<\/strong><br \/>\nAm 1. September 2008 pr\u00e4sentierte der Bremer K\u00fcnstler\u00a0<strong>Joachim Fischer<\/strong>\u00a0sein noch provisorisches, fahrbares Denkmal \u00bb<em>Dem Unbekannten Deserteur\u00ab<\/em>\u00a0w\u00e4hrend eines \u00bbDemo-Spaziergangs\u00ab. Auf dem Bremer Marktplatz hatten sich rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern versammelt. Ludwig Baumann berichtete von seiner Desertion im Zweiten Weltkrieg, Mitveranstalterin war die Georg-Elser-Initiative. Ziel der Aktion war die Altmannsh\u00f6he in den Bremer Wallanlagen, auf dem sich ein Kriegerdenkmal befindet. Der SPD-gef\u00fchrte Bremer Senat lehnt die Forderung der Bremer Friedensgruppen f\u00fcr ein weiteres Denkmal f\u00fcr Deserteure mit Hinweis auf den Gedenkstein im Gustav-Heinemann-B\u00fcrgerhaus ab. Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.bremer-montagsdemo.de\/196\/reden196.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bremer-montagsdemo.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Detmold<\/strong><br \/>\nIn Detmold k\u00e4mpft der Antifaschistische Arbeitskreis seit dem Jahr 2005 f\u00fcr ein Deserteursdenkmal. Insbesondere an Gedenktagen wie dem 8. Mai finden regelm\u00e4\u00dfig Veranstaltungen zum Thema statt. Auch eine vorl\u00e4ufige Version eines Denkmals ist bisher vorab und feierlich enth\u00fcllt worden. Das Projekt ist bis heute nicht abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Halbe<\/strong><br \/>\nIn Halbe, dem Schauplatz einer der blutigsten Schlachten auf deutschem Boden bei Kriegsende , k\u00e4mpft ebenfalls seit 2005 eine Initiative f\u00fcr die Errichtung eines Denkmals f\u00fcr Wehrmachtsdeserteure, \u00bbWehrkraftzersetzer\u00ab und Kriegsdienstverweigerer. In Halbe lie\u00df die Wehrmacht zahlreiche Deserteure hinrichten, die sich geweigert hatten, sich in den letzten Kriegstagen noch \u00bbverheizen\u00ab zu lassen. In namentlich nicht gekennzeichneten Gr\u00e4bern liegen die meisten von ihnen auf umliegenden Friedh\u00f6fen begraben, auch auf dem Waldfriedhof in Halbe.<\/p>\n<p>Die Stadt Halbe ist seit dem Fall der Mauer Anlaufpunkt f\u00fcr nationalsozialistisches \u00bbHeldengedenken\u00ab von Alt- und Neonazis.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.antimilitaristischer-foerderverein.de\/halbe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.antimilitaristischer-foerderverein.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_1753\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bewegung_blankensee1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1753\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1753\" title=\"Entferntes Denkmal in Hamburg-Blankenese \/ www.museenkoeln.de\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_dt_bewegung_blankensee1.jpg\" alt=\"Entferntes Denkmal in Hamburg-Blankenese \/ www.museenkoeln.de\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1753\" class=\"wp-caption-text\">Entferntes Denkmal in Hamburg-Blankenese \/ www.museenkoeln.de<\/p><\/div>\n<p><strong>Hamburg\/Blankenese<\/strong><br \/>\nAuf Privatinitiative der Hamburger K\u00fcnstler Andrea Peschel und Ulrich Wolf wurde 1991 Jahre auf dem Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde in Blankenese eine Plastik errichtet. Sie zeigt einen Soldaten, der auf seinen Knien einen Gewehrkolben zerbricht. Unmittelbarer Anlass f\u00fcr die Denkmalsetzung war der Ausbruch des Golfkrieges 1991. Aufgrund wiederholter Zerst\u00f6rungen des Deserteursdenkmals musste die K\u00fcnstlerin die Plastik in Acryl erneuern. Gleichzeitig befanden sich regelm\u00e4\u00dfig frische Blumen davor. Im Jahre 2005 wurde das Denkmal entfernt, da sich die Naturbaustoffe (Acryl und Textilien) aufzul\u00f6sen begannen. In Hamburg erinnert nun einzig das Denkmal am H\u00f6ltigbaum allgemein an das Schicksal der Wehrmachtsdeserteure.<\/p>\n<p><strong>Nottuln<\/strong><br \/>\nDie Friedensinitiative Nottuln in der N\u00e4he des westf\u00e4lischen Coesfeld schrieb im Jahre 2008 einen Ideenwettbewerb zur Errichtung eines Denkmals aus. Nach Auskunft einer der beauftragten K\u00fcnstlerinnen, scheiterte das Projekt bisher an der Weigerung von Gemeinde und katholischer Kirche, das Projekt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Ost-Berlin<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3348\" style=\"width: 245px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Berlin_Gebogene-Tr\u00e4ger.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3348\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3348 \" title=\"Plastik \u00bbDem unbekannten Deserteur\u00ab im Jugendwiderstandsmuseum, Berlin Foto: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Berlin_Gebogene-Tr\u00e4ger.jpg\" alt=\"Plastik \u00bbDem unbekannten Deserteur\u00ab im Jugendwiderstandsmuseum, Berlin Foto: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas\" width=\"235\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Berlin_Gebogene-Tr\u00e4ger.jpg 235w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Berlin_Gebogene-Tr\u00e4ger-224x300.jpg 224w\" sizes=\"(max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3348\" class=\"wp-caption-text\">Plastik \u00bbDem unbekannten Deserteur\u00ab im Jugendwiderstandsmuseum, Berlin<br \/>Foto: Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas<\/p><\/div>\n<p>Am 8. Mai 1988 stellte der\u00a0<strong>\u00bb<\/strong>Freundeskreis der Wehrdiensttotalverweigerer\u00ab\u00a0an der Samariterkirche in Ostberlin die Plastik<em>\u00a0\u00bbDem unbekannten Deserteur\u00ab<\/em>\u00a0auf. Sie besteht aus einem Zementsockel und einem bearbeiteten Doppel-T-Tr\u00e4ger; nach einem Tag wurde sie von den Beh\u00f6rden jedoch wieder entfernt. Heute ist das Erinnerungszeichen im Jugendwiderstandsmuseum (fr\u00fcher Galil\u00e4akirche) zu sehen. Die Stahlschiene symbolisiert H\u00e4rte und Unnachgiebigkeit milit\u00e4rischen Gehorsams. Die Wehrdienstverweigerer verkehrten dieses Bild ins Gegenteil, indem sie den Stahltr\u00e4ger spalteten und verbogen.<\/p>\n<p>Weitere Inintiativen f\u00fcr neuen Denkm\u00e4ler f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz gibt es derzeit in <a href=\"http:\/\/www.njuuz.de\/beitrag33971.html?print=true\">Wuppertal<\/a> sowie in <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/20161112_M%C3%B6nchengladbach-Mahnmal-f%C3%BCr-den-Hauptfriedhof_RP.pdf\">M\u00f6nchengladbach<\/a>. Wir dokumentieren hier gerne weitere Orte, wenn Sie uns entsprechende Hinweise zukommen lassen.<\/p>\n<p>Zu erg\u00e4nzen w\u00e4ren schlie\u00dflich weitere Aktionen und Ma\u00dfnahmen, die bis heute kaum dokumentiert sind; zu nennen sind ein Kunstprojekt im Jahre 1989 in Wuppertal, Kranzniederlegungen, Wanderausstellungen, die von Gelsenkirchen (1988), Aachen und der Gemeinde Nottuln (1989) ausgingen. Weitere Denkmalsinitiativen sind \u00fcberliefert aus den St\u00e4dten Wiesbaden, Saarbr\u00fccken, Frankfurt, Regensburg, N\u00fcrnberg und L\u00fcbeck. Denkmalsetzungen fanden dort jedoch letztlich nicht statt. In nordrhein-westf\u00e4lischen Emsdetten wurde 1987 ein ambulantes Denkmal errichtet, in Schweinfurt fand 1988 eine symbolische Grundsteinlegung f\u00fcr ein Deserteursdenkmal statt. (Diese Informationen aus: Geschichtswerkstatt, Heft 22, Deserteure. Eine notwendige Debatte).<\/p>\n<p>Literaturhinweise<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de\/uploads\/Dateien\/Stellungnahmen\/Draeger-Vortrag-Augsburg201208.pdf\">Marco Dr\u00e4ger: Sterben oder desertieren f\u00fcr den Frieden? Zwei Generationen, zwei Denkm\u00e4ler, ein Ziel, Vortragsmanuskript.<\/a><\/p>\n<div>\n<p><a href=\"http:\/\/lernen-aus-der-geschichte.de\/Lernen-und-Lehren\/content\/11912\">Marco Dr\u00e4ger: Dem Deserteur ein Denkmal. Die Erinnerung an die Wehrmacht-Deserteure und ihr langer Weg ins kollektive Ged\u00e4chtnis<\/a><\/p>\n<p>Marco Dr\u00e4ger: Denkm\u00e4ler f\u00fcr Deserteure? Exemplarische Pro- und Contra-Diskussion im Unterricht, in: Geschichte lernen, Heft 151 (2013), S. 22\u221227.<\/p>\n<\/div>\n<p>Geschichtswerkstatt e.V. (Hg.): Deserteure. Eine notwendige Debatte: Heft 22, Hamburg 1990.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerungszeichen in Deutschland Die ersten Denkmalsinitiativen auf deutschem Boden gibt es seit Mitte der 1980er Jahre &#8211; sie liefen zun\u00e4chst noch ausschlie\u00dflich unter der Bezeichnung Deserteursdenkm\u00e4ler. 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