{"id":667,"date":"2014-02-18T11:49:32","date_gmt":"2014-02-18T10:49:32","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=667"},"modified":"2017-10-11T09:11:36","modified_gmt":"2017-10-11T07:11:36","slug":"gedenkinitiativen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/gedenkinitiativen\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichische Gedenkinitiativen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #b78847;\"><strong>\u00d6STERREICHISCHE GEDENKINITIATIVEN<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_1679\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/slideshow_oesterreich_ini.gif\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1679\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1679\" alt=\"Diverse versteckte oder tempor\u00e4re Deserteursdenkm\u00e4ler in \u00d6sterreich\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/slideshow_oesterreich_ini.gif\" width=\"245\" height=\"349\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1679\" class=\"wp-caption-text\">Diverse versteckte oder tempor\u00e4re Deserteursdenkm\u00e4ler in \u00d6sterreich<\/p><\/div>\n<p>Erst seit dem 24.10.2014 gibt es in \u00d6sterreich einen Ort, an dem in angemessener und kollektiver Form die Leiden und Handlungen derjenigen M\u00e4nner und Frauen erinnert und gew\u00fcrdigt wird, die von der NS-Milit\u00e4rjustiz verurteilt wurden. Vor 2014 &#8211; und damit 69 Jahre der Zweiten Republik &#8211; waren die verschiedene Denkmalsinitiativen Einzelpersonen gewidmet, nur tempor\u00e4r und auf meist abgelegenen Orten platziert.<\/p>\n<div>\n<p>Die meisten der vorgestellten Denkmalsinitiativen sind bis heute einzelnen Akteuren gewidmet, beziehen sich also nicht auf das Gruppenschicksal der Verfolgten; einige Denkm\u00e4ler erw\u00e4hnen nicht einmal, dass es sich bei den genannten Personen um Opfer deutscher Milit\u00e4rgerichte ging; andere Initiativen konnten nicht erfolgreich zu Ende gef\u00fchrt werden oder waren von vornherein nur als tempor\u00e4re Aktionen geplant.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Vergessene Opfer<\/strong><\/p>\n<p>Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Zahl an Denkm\u00e4lern, die heute in \u00d6sterreich an den Zweiten Weltkrieg erinnern, sind Kriegerdenkmale. Dieses \u00bbHeldengedenken\u00ab schlie\u00dft die Erinnerung an die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz noch immer aus. Denkmalsinitiativen scheitern bis heute immer wieder an Institutionen und Akteuren, die \u00d6sterreich nach 1938 als Opfer nationalsozialistischer Politik sehen und gleichzeitig den besonderen Charakter des Zweiten Weltkriegs als Angriffs- und Vernichtungskrieg verleugnen. Viel zu wenig ist \u00fcber lokale Initiativen zur \u00f6ffentlichen Rehabilitierung der Deserteure bekannt; deshalb kann diese Aufz\u00e4hlung auch keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erheben.<\/p>\n<p>Diese Seite ist <em>work-in-progress.<\/em> Sollten Sie weitere Gedenkorte oder -initiativen kennen die sich Deserteuren, Kriegsdienstverweigerern, \u00bbWehrkraftzersetzern\u00ab, \u00bbSelbstverst\u00fcmmlern\u00ab oder Hoch- und Landesverr\u00e4tern im weitesten Sinne widmen, freuen wir uns sehr \u00fcber Informationen! <strong><a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/kontakt\/\" target=\"_blank\">Kontakt-Seite<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1587\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_bregenz.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1587\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1587\" title=\"Denkmal in Bregenz \/ Foto: Vorarlberger Nachrichten\/Stiplovsek\" alt=\"Denkmal in Bregenz \/ Foto: Vorarlberger Nachrichten\/Stiplovsek\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_bregenz.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_bregenz.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/1_bregenz-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1587\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Bregenz \/ Foto: Vorarlberger Nachrichten (Stiplovsek)<\/p><\/div>\n<p><strong>Bregenz I (Vorarlberg)<\/strong><br \/>\nSeit November 2010 erinnert eine Stele des K\u00fcnstlers Georg Vith an den katholischen Kriegsdienstverweigerer Ernst Volkmann.\u00a0Am 23. September 2007 brachte die Stadt Bregenz auf Initiative des Vorarlberger Historikers Meinrad Pichler eine Gedenkplatte f\u00fcr den Kriegsdienstverweigerer Ernst Volkmann an die Au\u00dfenmauer der Bregenzer Galluskirche an. Erstmals gedachte Vorarlberg eines Opfers der NS-Milit\u00e4rjustiz. Gut drei Jahre sp\u00e4ter, am 14. November 2010, wurde diese Plakette ersetzt durch eine Stele, die dem religi\u00f6sen Verweiger ein ehrendes Gedenken bereitet. Sie dokumentiert Informationen zur Biografie des 1941 in Brandenburg hingerichteten Katholiken. F\u00fcr den Sch\u00f6pfer der Stele, den Vorarlberger K\u00fcnstler Georg Vith, ist die aus dem Alltag stammende Formensprache des Werkes besonders geeignet, Denkanst\u00f6\u00dfe zu bieten. Bis heute wird Ernst Volkmann \u00fcbrigens auf dem benachbarten Kriegerdenkmal unter den Gefallenen des Kriegesjahres 1941 aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>Mehr Infos zur Stele ist auf der <a href=\"http:\/\/malingesellschaft.at\/aktuell\/veranstaltungen\/gedenkstele-fur-wehrdienstverweigerer-ernst-volkmann\" target=\"_blank\">Seite der Johann-August-Malin-Gesellschaft zu finden. <\/a>Aktuelle Informationen zu dem in Bregenz geplanten Deserteursdenkmal sind einer <a href=\"http:\/\/suche.vorarlberg.at\/vlr\/vlr_gov.nsf\/0\/2F3AC9D655002C6BC1257CF400534382\/$FILE\/29.01.631.pdf\">Anfrage und Anfragebeantwortung zu entnehmen.<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bregenz II (Vorarlberg)<\/strong><br \/>\nAm 14. November 2015 wurde am Sparkassenplatz das Bregenzer Widerstandsmahnmal feierlich er\u00f6ffnet. Hauptrednerin der <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/2015\/11\/enthuellung-widerstandsmahnmal-bregenz\/\">Veranstaltung<\/a> war die Philosophin und Holocaust-\u00dcberlebende \u00c1gnes Heller.<\/p>\n<p>Bereits 2011 hatten die Bregenzer Gr\u00fcnen und die Johann-August-Malin-Gesellschaft die Errichtung eines Denkmals gefordert &#8211; allerdings sollte es den Vorarlberger Wehrmachtsdeserteuren und Wehrdienstverweigerern allein gewidmet sein. Eine vom Bregenzer B\u00fcrgermeister eingesetzte Arbeitsgruppe legte allerdings fest, das Denkmal solle an &#8220;jene Vorarlbergerinnen\/Vorarlberger erinnern, die dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Gehorsam verweigert oder aufgek\u00fcndigt haben: im Besonderen an Wehrdienstverweigerer und Deserteure, an Widerstandsk\u00e4mpferinnen\/ Widerstandsk\u00e4mpfer und an B\u00fcrgerinnen\/B\u00fcrger, die gegen\u00fcber Verfolgten und Misshandelten trotz Verbots Menschlichkeit ge\u00fcbt haben&#8221;. Ein offener <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Bregenz_Ausschreibung_Widerstandsmahnmal1.pdf\">Wettbewerb\u00a0<\/a>wurde ausgeschrieben, den die k\u00e4rntner-slowenische K\u00fcnstlerin Nata\u0161a Sien\u010dnik f\u00fcr sich entschied.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Bregenz-II-Schema.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2991\" alt=\"Bregenz II Schema\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Bregenz-II-Schema.jpg\" width=\"230\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Bregenz-II-Schema.jpg 230w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Bregenz-II-Schema-220x300.jpg 220w\" sizes=\"(max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a>Ihr Denkmal besteht aus einer Reihe von Fallblattanzeigen, die die Namen und wichtigsten Stichworte zu den Verfolgten zeigen (siehe Grafik). Abfahrtstafeln an Bahn\u00f6hfen oder Flugh\u00e4fen gleich, bleiben die Information nur f\u00fcr einen kurzen Augenblick zu sehen. Das Ger\u00e4usch des Weiterbl\u00e4tterns wird durch einen Lautsprecher verst\u00e4rkt, was die Aufmerksamkeit der PassantInnen zus\u00e4tzlich weckt. Der Text verweist auf die ProtagonistInnen des Widerstandes,\u00a0 veranschaulicht die Vielzahl an M\u00f6glichkeiten, sich zu widersezten und zeigt die Konsequenzen auf, die damit einhergingen.<\/p>\n<p><em>Mehr Infos zum Denkmal: <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Begleitprogramm_Widerstandsmahnmal.pdf\">Eintrag zum Denkmal auf erinnern.at mit einigen weiteren Links \/ Umfangreiches Begleitprogramm mit vielf\u00e4ltigen Aspekten der Verfolgung und der Nachgeschichte \/ <\/a>Eine Denkmal-Homepage mit grundlegenden Informationen und p\u00e4dagogische Materialien zum Themenkomplex sind in Vorbereitung<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1588\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_dornbirn.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1588\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1588  \" title=\"Denkmal in Dornbirn \/ Foto: Werner Bundschuh\/ Johann-August-Malin-Gesellschaft\" alt=\"Denkmal in Dornbirn \/ Foto: Werner Bundschuh\/ Johann-August-Malin-Gesellschaft\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_dornbirn.jpg\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_dornbirn.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2_dornbirn-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1588\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Dornbirn \/ Foto: Werner Bundschuh (Johann-August-Malin-Gesellschaft)<\/p><\/div>\n<p><strong>Dornbirn (Vorarlberg)<\/strong><br \/>\n1993 enth\u00fcllten SP\u00d6, \u00d6VP und Gr\u00fcne einen Gedenkstein, der sich den \u00bbOpfern der NS-Gewaltherrschaft\u00ab widmet und auf dem sich auch der Name des \u00bbWehrkraftzersetzers\u00ab Rudolf Bodemann befindet.<br \/>\nDie Bregenzer Johann-August-Malin-Gesellschaft stie\u00df, unterst\u00fctzt von \u00fcberlebenden Deserteuren der Wehrmacht, Ende der 1980er Jahre in Dornbirn Diskussionen \u00fcber ein Denkmal f\u00fcr Opfer des Nationalsozialismus an. Diese Pl\u00e4ne stie\u00dfen, wie fast \u00fcberall in \u00d6sterreich, auf erbitterten Widerstand vor allem bei traditionspflegenden Kameradschaftsb\u00fcnden und der FP\u00d6.<br \/>\nDie Auseinandersetzungen in Dornbirn dauerten bis 1993. Dabei ging es zum einen um die Frage der namentlichen Erw\u00e4hnung von NS-Opfern, zum anderen aber auch darum, welche Opfergruppen auf einem Gedenkstein \u00fcberhaupt Erw\u00e4hnung finden sollten: Insbesondere Homosexuelle sowie verurteilte Deserteure und \u00bbWehrkraftzersetzer\u00ab waren zun\u00e4chst auch f\u00fcr die \u00d6VP nicht tragbar. Zudem sah ein Antrag der Mehrheitsfraktion der Konservativen zun\u00e4chst ein pauschales Gedenken \u00bbf\u00fcr die Ermordeten, die Kriegsgefallenen, die Verwundeten aus Dornbirn und die Toten aus ganz Europa\u00ab vor \u2013 oder auch ein \u00bbKriegerdenkmal\u00ab, das zwischen Deserteuren und gefallenen regul\u00e4ren Soldaten nicht unterscheiden sollte. Nach z\u00e4hen Auseinandersetzungen und der Einsetzung einer Historikerkommission\u00a0 beschloss eine Mehrheit von \u00d6VP, SP\u00d6 und der \u00bbB\u00fcrgerliste\u00ab (Gr\u00fcne) schlie\u00dflich einen Gedenkstein, auf dem sich unter anderen auch der Name des wegen \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab zum Tode verurteilten Rudolf\u00a0 Bodemann befindet.<\/p>\n<p>Die Inschrift\u00a0 lautet: \u00bbFriede-Menschenw\u00fcrde-Toleranz\/ Zur Erinnerung an alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt Dornbirn, die Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden, die in Konzentrationslagern und Gef\u00e4ngnissen gelitten haben, die ausgegrenzt und verfolgt wurden. Den wehrlosen Opfern der Euthanasie und den Ermordeten von Widerstand und Verfolgung. [Es folgen Namen von Opfern].\u00ab Bis heute f\u00fchrt \u00fcbrigens das \u00bbOnline-Projekt Gefallenendenkm\u00e4ler\u00ab im Netz Rudolf Bodemann als gew\u00f6hnliches Kriegsopfer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1591\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_\u017delezna-Kapla.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1591\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1591 \" alt=\"    Grabdenkmal am Friedhof von Bad Eisenkappel \/ \u017delezna Kapla (2001) \/ Foto: Lisa Rettl\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_\u017delezna-Kapla.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_\u017delezna-Kapla.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4_\u017delezna-Kapla-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1591\" class=\"wp-caption-text\">Grabdenkmal am Friedhof von Bad Eisenkappel \/ \u017delezna Kapla (2001) \/ Foto: Lisa Rettl<\/p><\/div>\n<p><strong>Eisenkappel\/\u017delezna Kapla (K\u00e4rnten\/Koro\u0161ka)<\/strong><br \/>\nAuf dem Friedhof des S\u00fcdk\u00e4rntner Dorfes befindet sich ein Grabdenkmal f\u00fcr den Deserteur und Partisanen Franc Pasterk.<br \/>\nDer Friedhof der kleinen Marktgemeinde Bad Eisenkappel\/\u017delezna Kapla nahe der slowenischen Grenze verweist bis heute auf einen heimatlichen Kriegsschauplatz: Rund 120 Partisanen und Partisaninnen, die in dieser Gegend zwischen 1942 und 1945 im bewaffneten Widerstand gegen das NS-Regime den Tod fanden, sind hier beerdigt. Auf dem Friedhof befindet sich auch das Grab des k\u00e4rntner-slowenischen Deserteurs und Partisanenkommandanten Franc Pasterk-Lenart. Das quaderf\u00f6rmige Grabdenkmal aus Marmor, das der K\u00e4rntner Partisanenverband hier errichtete, verbindet personenzentriertes und allgemeines Gedenken an die k\u00e4rntner-slowenischen Opfer und Partisanen. Auf letzteres verweist die \u00fcbergeordnete slowenischsprachige Inschrift: <em>\u00bbMOSTOVI RASTO IZ VSEH \u010cLOVE\u0160KIH SRC SE PNO IN V VSA SRCA\u00ab (Br\u00fccken wachsen aus allen Menschenherzen und verbinden sie miteinander)<\/em>, kombiniert mit der namentlichen Nennung von in Konzentrationslagern ermordeten EisenkapplerInnen und gefallenen PartisanInnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1590\" style=\"width: 154px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4b_\u017delezna-Kapla-.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1590\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1590 \" title=\"Gedenktafel f\u00fcr die Br\u00fcder Jurij und Franc Pasterk in Lobnig\/Lobnik, 2001 \/ Foto: Lisa Rettl\" alt=\"Gedenktafel f\u00fcr die Br\u00fcder Jurij und Franc Pasterk in Lobnig\/Lobnik, 2001 \/ Foto: Lisa Rettl\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/4b_\u017delezna-Kapla-.jpg\" width=\"144\" height=\"115\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1590\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel f\u00fcr die Br\u00fcder Jurij und Franc Pasterk in Lobnig\/Lobnik, 2001 \/ Foto: Lisa Rettl<\/p><\/div>\n<p>Franc Pasterk wurde auf dem Grabdenkmal eine eigene Inschrift gewidmet: \u00bbSLAVA NARODNEMUHERHOJU FRANCU PASTERK-LENARTU IN TOVARI\u0160EM\u00ab (Ehre dem Volkshelden Franc-Pasterk-Lenart und den Kameraden), verbunden mit einem bronzenem Portr\u00e4t-Relief am Fu\u00df der Marmorstele. Seit der \u00dcberstellung seines Leichnams von seinem Todesort Me\u017eica (Slowenien) nach Bad Eisenkappel im Jahr 1949 wurden hier vom K\u00e4rntner Partisanenverband Gedenkfeiern organisiert. Die besondere Stellung Franc Pasterks im Ged\u00e4chtnis der K\u00e4rntner SlowenInnen wird anhand einer weiteren Gedenktafel deutlich, die der Partisanenverband 1959 am Geburtshaus im nahe gelegenen Lobnig \u2013 Ziel allj\u00e4hrlicher gut besuchter Gedenkwanderungen \u2013 installierte: \u00bbDas ist das Geburtshaus des Nationalhelden Franc Pasterk-Lenarts, geb. 12. M\u00e4rz 1912, gefallen als Kommandant des 1. K\u00e4rntner Bataillons am 6. April 1943, und Jurij Pasterks, des Besitzers dieses Hauses, geb. am 12. April 1903, enthauptet in Wien am 29. April 1943. Ehre den K\u00e4mpfern f\u00fcr die Freiheit\u00ab, steht auf der slowenischsprachigen Gedenktafel zu lesen.<\/p>\n<p>Die Br\u00fcder Pasterk nehmen im Ged\u00e4chtnis der K\u00e4rntner SlowenInnen als zentrale \u00bbBegr\u00fcnder\u00ab des K\u00e4rntner Partisanenkampfes bis heute eine herausragende Stelle ein, wohingegen dem Gro\u00dfteil der deutschsprachigen Mehrheit die k\u00e4rntner-slowenischen Widerstandsk\u00e4mpferInnen vorrangig als \u00bbVerr\u00e4ter\u00ab gelten und ihre Gedenkst\u00e4tten als Ausdruck einer territorialen \u00bbSlowenisierung K\u00e4rntens\u00ab gelesen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1592\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Goldegg.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1592\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1592 \" alt=\"Altes Denkmal in Goldegg im Pongau (Salzburg) \/ Foto: Archiv Michael Mooslechner \" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Goldegg.jpg\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Goldegg.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/5_Goldegg-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1592\" class=\"wp-caption-text\">Altes Denkmal in Goldegg im Pongau (Salzburg) \/ Foto: Archiv Michael Mooslechner<\/p><\/div>\n<p><strong>Goldegg im Pongau (Salzburg)<\/strong><br \/>\nEin Gedenkstein zwischen Hochleitner-Hof und B\u00f6ndlsee im Salzburger Pongau erinnert an Simon und Alois Hochleitner; ein Hinweis auf die Fahnenflucht der Br\u00fcder und ihre Ermordung durch die SS fehlt allerdings. 2005 schrieb der Linzer Komponist Thomas Doss eine \u00bbSymphonie der Hoffnung im Gedenken an die Deserteure von Goldegg.<br \/>\nDie Mutter der beiden Deserteure Simon und Alois Hochleitner lie\u00df kurz nach Kriegsende auf Weg von ihrem Hof zum B\u00f6ndlsee ein Holzkreuz mit folgender Inschrift aufstellen: \u00bbUnvergesslich meine S\u00f6hne Simon und Alois Hochleitner, welche hier am 2. Juli 1944 meuchlings erschossen wurden\u00ab. Einige Jahrzehnte sp\u00e4ter lie\u00df die Familie das Kreuz durch einen Gedenkstein ersetzen, auf dem der Hinweis auf die Ermordung der Br\u00fcder fehlte. Au\u00dferdem bem\u00fchte sich die Familie Hochleitner um eine Aufnahme von Simon und Alois Hochleitner in die Liste der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges am \u00f6rtlichen Friedhof. Offensichtlich hatte die Familie schon bald nach Kriegsende die feindliche Stimmung gegen\u00fcber den NS-Opfern zu sp\u00fcren bekommen. Ein Denkmal akustischer Art komponierte der Linzer Musiker Thomas Doss im Gedenkjahr 2005 auf Initiative des damaligen Bezirksobmanns der Pongauer Blasmusik, Hans Mayr. Der Komponist nahm die Verfolgung und Ermordung von Deserteuren und ihrer Familien in Goldegg zum Anlass die sogenannte \u00bbSymphonie der Hoffnung\u00ab schreiben. Das Werk wurde durch Trachtenmusikkapellen aus Goldegg und Taxenbach mit mehr als 120 Musikerinnen und Musikern einstudiert und vor \u00fcber 3.000 Menschen an verschiedenen Orten der Region aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Jahre 2013 ergriff Brigitte H\u00f6fert, Tochter eines der ermordeten Deserteure (Karl Rupitsch) die Initiative: Sie trat an den renommierten Bildhauer Anton Thuswaldner aus Kaprun heran und bat ihn um einen Entwurf f\u00fcr ein Erinnerungszeichen. Der in der Folge angerfertigte Gedenkstein sollte zun\u00e4chst im Hof des Schlosses Goldegg, also dem historisch-symbolischen Zentrum des Ortes, verlegt werden. Mit der Gemeinde konnte jedoch keine Einigung erzielt werden und so wurde der Stein schlie\u00dflich an anderer Stelle gesetzt. Am 8. August 2013 konnte der Stein auf dem Gel\u00e4nde des Regenerationszentrums in Goldegg eingeweiht werden.<\/p>\n<p>Mehr Infos auf der <a href=\"http:\/\/www.goldeggerdeserteure.at\/\">Homepage &#8220;Die Goldegger Wehrmachtsdeserteure&#8221; (v.a. zu den zahlreichen &#8211; auch konfliktreichen &#8211; Entwicklungen) \/ <\/a><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Rede-Goldegg-Walter-Manoschek.pdf\">Er\u00f6ffnungsrede von ao.Univ.-Prof. Dr. Walter Manoschek zur Enth\u00fcllung Gedenktafel an die Wehrmachtsdeserteure, Verweigerer und Selbstverst\u00fcmmeler in Goldegg\/Weng am 8. August 2014<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1596\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_graz.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1596\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1596\" alt=\"Gedenkkreuz am Grazer Stadtrand \/ Foto: Hans Fraeulin, Georg Fuchs\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_graz.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_graz.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/9_graz-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1596\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkkreuz am Grazer Stadtrand \/ Foto: Hans Fraeulin, Georg Fuchs<\/p><\/div>\n<p><strong>Graz (Steiermark)<\/strong><br \/>\n1988 wurde auf der Ries am Stadtrand von Graz ein Gedenkkreuz f\u00fcr \u00bb7 junge Soldaten\u00ab eingeweiht, die \u00bbwegen Widerstandes hingerichtet\u00ab wurden.<br \/>\nBereits Anfang der 1950er Jahre wurde auf der Ries am Stadtrand von Graz ein Gedenkkreuz errichtet, das an sieben junge Soldaten erinnerte, die sich Anfang April 1945 unerlaubt von ihrer Truppe entfernt hatten und deshalb von einem Milit\u00e4rstandgericht in Graz zum Tode verurteilt wurden. Der Standort wurde gew\u00e4hlt, weil die Beh\u00f6rden die Leichen der Soldaten aus Abschreckungsgr\u00fcnden an der Riesstra\u00dfe zur Schau gestellt hatten. Unbekannte Personen entfernten dieses Denkmal aber bereits kurze Zeit sp\u00e4ter. Erst im Gedenkjahr 1988 enth\u00fcllten Stadt Graz und Pfarre St. Leonhard ein neues, steinernes Gedenkreuz auf der Ries. Eine Texttafel tr\u00e4gt die Aufschrift:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u00bbHier wurden \/ am 4. April 1945 \/ 7 junge Soldaten \/ wegen Widerstandes \/ hingerichtet\u00ab<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em> <\/em>\u2013 von der Desertion ist also keine Rede. Seit 1995 organisiert der Musiker und Theaterk\u00fcnstler Hans Fr\u00e4ulin jeweils am 4. April Gedenkfeiern an diesem Ort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1733\" style=\"width: 430px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_greifenburg1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1733\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1733  \" alt=\"Denkmal in Greifenburg. Foto: A. H. Pirker\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_greifenburg1.jpg\" width=\"420\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_greifenburg1.jpg 700w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_greifenburg1-300x199.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_greifenburg1-451x300.jpg 451w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1733\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Greifenburg. Foto: A. H. Pirker<\/p><\/div>\n<p><strong>Greifenburg (K\u00e4rnten\/Koro\u0161ka)<\/strong><br \/>\nIm Oberen Drautal er\u00f6ffneten die Vereine kuland und aegide im Oktober 2012 nach einem mehrj\u00e4hrigen Forschungs- und Diskussionprozess f\u00fcr 40 lokale NS-Opfer das &#8220;Denkmal f\u00fcr die Verfolgten des Nationalsozialismus im Oberen Drautal&#8221;. Auf der Erl\u00e4uterungstafel des Denkmales in Greifenburg wird die Verfolgung von Wehrmachtsdeserteuren explizit thematisiert. Mehr als ein Viertel der Erinnerten wurde von den Nationalsozialisten wegen Fahnenflucht, Befehlsverweigerung, Kriegsdienstverweigerung, Wehrkraftzersetzung und Unterst\u00fctzung von Deserteuren get\u00f6tet, etwa der Wehrmachtsdeserteur Stefan Hassler aus Dellach im Drautal oder der Kriegsdienstverweigerer Hermann Fertin aus Oberdrauburg.<\/p>\n<p><em>Mehr Informationen hier: Homepage <a href=\"http:\/\/www.aegide.at\" target=\"_blank\">&#8220;Aus dem Ged\u00e4chtnis &#8211; in die Erinnerung.&#8221;<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hartberg (Steiermark)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3675\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_7190-150x150.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3675\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3675\" title=\"Quelle: Generationendialog-Steiermark.at\" alt=\"img_7190-150x150\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_7190-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3675\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Generationendialog-Steiermark.at<\/p><\/div>\n<p>Im steirischen Hartberg wird ein <a href=\"http:\/\/www.generationendialog-steiermark.at\/orte\/gedenkstein-opfer-von-1945\/\">Denkmal f\u00fcr die Gefallenen einer Widerstandsgruppe um Gustav Pfeiler<\/a> der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben, der neben Wehrmachtsdeserteuren auch M\u00e4nner des Volkssturms angeh\u00f6rten. Rund 40 Personen hatten bei Kriegsende gegen zunehmend st\u00e4rker werdende SS-Verb\u00e4nde gek\u00e4mpft. 13 Personen wurden am<br \/>\n4. Mai 1945 in Hartberg von einem Standgericht zum Tode verurteilt und anschlie\u00dfend ermordet. Weitere Unterst\u00fctzerInnen der Widerstandsgruppe t\u00f6tete die SS um den 7. Mai herum, nachdem sie sich vor der anr\u00fcckenden Roten Armee zur\u00fcckzog.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1595\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/8_Krems.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1595\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1595 \" alt=\"Tempor\u00e4re Denkm\u00e4ler in Krems (N\u00d6) \/ Foto: Robert Streibel \" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/8_Krems.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/8_Krems.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/8_Krems-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1595\" class=\"wp-caption-text\">Tempor\u00e4re Denkm\u00e4ler in Krems (N\u00d6) \/ Foto: Robert Streibel<\/p><\/div>\n<p><strong>Krems (Nieder\u00f6sterreich)<\/strong><br \/>\nDer Historiker Robert Streibel stellte im Oktober 2009 im Stadtzentrum insgesamt sechs Informationstafeln auf, die an Kremser Deserteure erinnerten.<\/p>\n<p>Binnen 24 Stunden lie\u00df die Stadtverwaltung diese Tafeln entfernen.<br \/>\nDer Historiker Robert Streibel machte im Oktober 2009 auf das fehlende Gedenken an die Deserteure, \u00bbWehrkraftzersetzer\u00ab und andere Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz aufmerksam. Zur Erinnerung an f\u00fcnf namentlich bekannte Kremser Fahnenfl\u00fcchtige rief er eine \u00bbDeserteurs-Meile\u00ab aus und stellte auf dem zentral gelegenen S\u00fcdtirolerplatz, auf dem 1945 drei Deserteure geh\u00e4ngt worden waren, sowie beim Denkmal f\u00fcr den Wehrmachtsgeneral Karl Eibl sechs Tafeln auf. Am S\u00fcdtirolerplatz waren bei Kriegsende drei Deserteure geh\u00e4ngt worden. Streibel schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbGanz selbstverst\u00e4ndlich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Erinnerung an die Gefallenen begonnen und gepflegt. Nicht nur einfache Soldaten der Deutschen Wehrmacht, sondern auch Gener\u00e4le werden ganz selbstverst\u00e4ndlich geehrt. Dies ist ein Teil unserer Geschichte. Mit der gleichen Selbstverst\u00e4ndlichkeit soll nun auch der Deserteure und Wehrdienstverweigerer gedacht werden. Nach mehr als 60 Jahren eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Ein Initiativkomitee l\u00e4dt Sie zu dieser Aktion Zivilcourage ein. Wer k\u00f6nnte etwas dagegen haben? Selbstverst\u00e4ndlich niemand.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Stadt Krems entfernte am n\u00e4chsten Tag die Installation und berief sich darauf, dass Streibel die erforderlichen Genehmigungen nicht eingeholt habe. Dennoch brachte Streibel mit seiner Initiative eine Diskussion in Gang, die die Kommunalpolitik unter Druck setzte. Bis heute harrt das Denkmal seiner Verwirklichung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1594\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_Mauthausen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1594\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1594 \" alt=\"Gedenktafel in der Gedenkst\u00e4tte Mauthausen \/ Foto: KZ-Gedenkst\u00e4tte Mauthausen\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/7_Mauthausen.jpg\" width=\"300\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1594\" class=\"wp-caption-text\">Gedenktafel in der Gedenkst\u00e4tte Mauthausen \/ Foto: KZ-Gedenkst\u00e4tte Mauthausen<\/p><\/div>\n<p><strong>Mauthausen (Ober\u00f6sterreich)<\/strong><br \/>\nIm Mai 1997 wurde eine Tafel enth\u00fcllt, die \u00bbden pazifistischen Widerst\u00e4nden in der Wehrmacht gegen Verbrechen und Krieg, Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern, in Erinnerung an zehntausende Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab gewidmet ist.<\/p>\n<p>In Mauthausen wurde am 17. Mai 1997 eine Tafel enth\u00fcllt, die an rund 15.000 hingerichtete Deserteure und Kriegsdienstverweigerer der Wehrmacht erinnert. Initiator der Gedenkveranstaltung war das Europ\u00e4ische B\u00fcro f\u00fcr Kriegsdienstverweigerung (EBCO). Bereits am Tag zuvor hatte EBCO in Kooperation mit der Friedenswerkstatt Linz und unter Mitwirkung von Amnesty International, Pax Christi, der Evangelischen Kirche Deutschlands, des Ober\u00f6sterreichsichen KZ-Verbandes, des Ober\u00f6sterreichischen Studentenwerkes, Mitgliedern des Europ\u00e4ischen Parlamentes, des Deutschen Bundestages und anderen in Linz eine internationale Zusammenkunft von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren des Zweiten Weltkrieges und den Armeen des B\u00fcrgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien veranstaltet. Auf die Gedenktafel ist folgender Text eingraviert: <em>\u00bbDen pazifistischen Widerst\u00e4nden in der Wehrmacht gegen Verbrechen und Krieg. Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern, in Erinnerung an zehntausende Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz.\u00ab <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Salzburg<\/strong><br \/>\nDenkmalsinitiativen der ungew\u00f6hnlichen Art hat der deutsche Aktionsk\u00fcnstler Wolfram Kastner in den Jahren 1996\/1997 in Salzburg vorangetrieben. Kastner und eine Reihe anderer K\u00fcnstler und Friedensaktivisten verbanden ihre Initiativen f\u00fcr ein Deserteursdenkmal in Salzburg stets mit Protestinitiativen gegen Aufm\u00e4rsche der \u00bbSS-Kameradschaft IV\u00ab in Salzburg. Im Jahre 1996 wehrte sich die Stadt gegen den Versuch der der B\u00fcrgerliste, ein Totengedenken zu Ehren der 1944 von der SS ermordeten Salzburger Deserteure durchzusetzen. Spontane Aktionen zu deren Ehrung im November 1996 unterband die Bundespolizei, es folgten Strafverf\u00fcgungen und Straferkenntnisse f\u00fcr die Teilnehmenden. Ein Jahr sp\u00e4ter meldete Kastner eine \u00bbunsichtbare Versammlung\u00ab und die \u00bbErrichtung eines unsichtbaren Denkmals f\u00fcr die ermordeten Deserteure\u00ab an. Beides wurde aus formalen Gr\u00fcnden verboten, Einspr\u00fcche gegen die betreffenden Bescheide wurden von \u00f6sterreichischen H\u00f6chstgerichten (VwGH und VfGH) abgelehnt. Nach einer Kranzniederlegung wiederum gemeinsam mit Vertretern der B\u00fcrgerliste ermittelte die Polizei abermals wegen \u00bbVersto\u00dfes gegen das Versammlungsgesetz und r\u00fccksichtsloser St\u00f6rung\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1589\" style=\"width: 191px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Schlaiten.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1589\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1589 \" alt=\"Bsptext\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Schlaiten.jpg\" width=\"181\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Schlaiten.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/3_Schlaiten-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1589\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal f\u00fcr Stolzlechner \/ Foto: Personenkomitee<\/p><\/div>\n<p><strong>Schlaiten (Osttirol)<\/strong><br \/>\nAuf dem Friedhof des Osttiroler Dorfes befindet sich eine Erinnerungstafel an den in Wien-Kagran erschossenen Deserteur Franz Stolzlechner. Die Umst\u00e4nde seines Todes werden allerdings nicht erw\u00e4hnt. Der 19-j\u00e4hrige Landwirt Franz Stolzlechner war im Sommer 1943 nach einem Heimaturlaub nicht zu seiner Einheit zur\u00fcckgekehrt und versteckte sich in den folgenden Monaten gemeinsam mit zwei Kameraden in der Umgebung seines Heimatortes. Im J\u00e4nner 1944 wurde Stolzlechner verhaftet und im Juli 1944 auf dem Milit\u00e4rschie\u00dfplatz Wien-Kagran hingerichtet. Nach Kriegsende lie\u00df Stolzlechners Familie auf dem Friedhof von Schlaiten eine Erinnerungstafel anbringen, aus dem allerdings die n\u00e4heren Umst\u00e4nde des Todes des Deserteurs nicht hervorgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1593\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_St.-Radegund.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1593\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1593\" alt=\"Denkmal f\u00fcr Franz J\u00e4gerst\u00e4tter in St. Radegund \/ Foto: Wikipedia\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_St.-Radegund.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_St.-Radegund.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/6_St.-Radegund-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1593\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal f\u00fcr Franz J\u00e4gerst\u00e4tter in St. Radegund \/ Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<p><strong>St. Radegund (Ober\u00f6sterreich)<\/strong><br \/>\nDer katholische Kriegsdienstverweigerer Franz J\u00e4gerst\u00e4tter, der 1943 in Brandenburg bei Berlin hingerichtet wurde, ist vielleicht das bekannteste Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz \u00fcberhaupt. 2007, im Jahre des 100. Geburtstages von Franz J\u00e4gerst\u00e4tter, weihte die Gemeinde St. Radegund ein Denkmal f\u00fcr den bekanntesten Sohn des Ortes ein. Der aus Holz geschnitzte Obelisk tr\u00e4gt die Inschrift \u00bbBesser die H\u00e4nde als der Wille gefesselt. Franz J\u00e4gerst\u00e4tter\u00ab. Das Denkmal steht auf einem alten Schulgeb\u00e4ude, das heute Sitz des K\u00fcnstlerhauses \u00bbFarbwerk\u00ab ist, auf dessen Initiative die Holzskulptur auch entstanden ist. Inner- und au\u00dferhalb von J\u00e4gerst\u00e4tters Geburtsort gibt es seit den 1960er Jahren Jahren eine Reihe von Gedenkinitiativen, so auch in Deutschland. Um nur einige der vielen Ehrungen und Denkzeichen zu nennen: Seit 1995 befindet sich dauerhaft eine Gedenktafel vor dem Geb\u00e4ude des ehemaligen Reichskriegsgerichts in Berlin, das J\u00e4gerst\u00e4tter wegen \u00bbWehrkraftzersetzung\u00ab zum Tode verurteilt hatte; seit 1993 ehrte ihn die \u00f6sterreichische Post durch Herausgabe einer Sondermarke; im 14. Wiener Stadtbezirk wurde ebenfalls 1993 dem Pazifisten eine Stra\u00dfe gewidmet; 2006 verlegte der K\u00f6lner K\u00fcnstler Gunter Demnig vor dem J\u00e4gerst\u00e4tter-Haus in St. Radegund einen Stolperstein; die Stadt Braunau am Inn benannte im Jahre 2008 einen Park nach Franz J\u00e4gerst\u00e4tter; am Vorabend seines 103. Geburtstages, am 20.Mai 2010, wurde das Studierendenheim der Katholischen Hochschulgemeinde Linz in \u00bbWohnheim f\u00fcr Studierende Franz J\u00e4gerst\u00e4tter\u00ab umbenannt; am dem 26. Oktober 2007 sprach Papst Benedikt XVI. Franz J\u00e4gerst\u00e4tter selig. Gleichwohl fanden und finden sich in der katholischen Kirche \u00d6sterreichs immer wieder Vertreter einer Linie, die soldatischen Gehorsam auch im Kontext des Vernichtungskrieges einfordern. Die ungew\u00f6hnliche Aufmerksamkeit und die gro\u00dfe Zahl an Ehrungen ist sicher vor allem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, das J\u00e4gerst\u00e4tter als religi\u00f6ser Verweigerer insbesondere f\u00fcr den Wertehimmel des b\u00fcrgerlich-konservativen Lagers wesentlich eher tragbar war und ist als etwa kommunistische Verweigerer oder etwa so genannte Selbstverst\u00fcmmeler, bei denen christlich-religi\u00f6se Motive eine untergeordnete Rolle spielten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hallein (Salzburg)<\/strong><br \/>\nSeit Mitte 2015 erinnert ein &#8220;Stolperstein&#8221; an den Wehrmachtsdeserteur\u00a0Ernst Hallinger. Der am 26. April 1907 geborene Tischler und Funktion\u00e4r der KP\u00d6 diente in der Luftwaffe. W\u00e4hrend eines Heimaturlaubs im Fr\u00fchjahr 1944 beschloss er nicht mehr einr\u00fccken zu wollen. Im Fr\u00fchjahr 1944 gelang es ihm sich mit Hilfe seiner Familie in Haslach (bei Glasenbach, Salzburg) zu verstecken, wobei ihn seine Familie versorgte. Die SS sp\u00fcrte ihn auf, das Gericht der Division Nr. 418 in Salzburg verurteilte ihn zum Tode. Zwei Tage vor seiner f\u00fcr den 25.Oktober 1944 anberaumten Hinrichtung wurde er ins Wehrmachtsuntersuchungsgef\u00e4ngnis Wien-Favoriten (WUG X) \u00fcberstellt und sodann in Kagran hingerichtet. (<a href=\"http:\/\/www.doew.at\/erinnern\/fotos-und-dokumente\/1938-1945\/aufrechterhaltung-der-manneszucht\/ernst-hallinger-1907-1944\">Quelle (Wiki)\/Quelle (D\u00d6W)<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1734\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_villach1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1734\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1734  \" alt=\"Denkmal in Villach\/Beljak \/ Foto: Verein k\u00e4rn\u00f6l\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_villach1.jpg\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_villach1.jpg 800w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_villach1-300x225.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/denkmaeler_oe_villach1-400x300.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1734\" class=\"wp-caption-text\">Denkmal in Villach\/Beljak \/ Foto: Verein k\u00e4rn\u00f6l<\/p><\/div>\n<p><strong>Villach\/Beljak (K\u00e4rnten\/Koro\u0161ka)<\/strong><br \/>\nDer Verein Erinnern Villach erinnert auf dem 1999 er\u00f6ffneten Denkmal der Namen im Stadtzentrum an eine Reihe von Wehrmachtsdeserteuren und Unterst\u00fctzerInnen, die von der NS-Justiz hingerichtet wurden, etwa die Angeh\u00f6rigen der Partisanengruppe von Treffen Erich Ranacher und Heinrich Brunner sowie ihre Helferinnen Maria Peskoller, Rosa Eberhard und Margarethe Jessernig. <em>Mehr Informationen hier:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.erinnern-villach.at\/\" target=\"_blank\">Verein Erinnern Villach.<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wien<\/strong><br \/>\nBereits um das Jahr 1990 hatte die K\u00fcnstlerin Friedrun Huemer als Mitglied einer Bezirksgruppe der Gr\u00fcnen in Wien ein mobiles Denkmal f\u00fcr die Deserteure geschaffen. Das Mobile Denkmal war an verschiedenen Orten in Wien zu sehen. Aus der Initiative konnte allerdings kein dauerhaftes Denkmal hervorgehen.<\/p>\n<p>Am 26. Oktober 1998 wurde in Wien von der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit\/Deserteurs- und Fl\u00fcchtlingsberatung und anderen Initiativen ein tempor\u00e4res Deserteursdenkmal aus Pappmach\u00e9 der K\u00fcnstlerin Tanja Windb\u00fcchler enth\u00fcllt. Anlass war die Heeresleistungsschau am gegen\u00fcberliegenden Heldenplatz, Aufstellungsort der Maria-Theresien-Platz zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum.<\/p>\n<div id=\"attachment_4168\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Deserteursdenkmal-2002-Maria-Theresienplatz.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4168\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4168    \" title=\"Aktion am 26.10.1998 am Maria-Theresien-Platz, Plastik: Deserteur der Jugoslawienkriege (von Tanja Windb\u00fcchler) Foto: Irene Messinger\" alt=\"Aktion am 26.10.1998 am Maria-Theresien-Platz, Plastik: Deserteur der Jugoslawienkriege (von Tanja Windb\u00fcchler) Foto: Irene Messinger\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Deserteursdenkmal-2002-Maria-Theresienplatz.png\" width=\"480\" height=\"715\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Deserteursdenkmal-2002-Maria-Theresienplatz.png 480w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Deserteursdenkmal-2002-Maria-Theresienplatz-201x300.png 201w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4168\" class=\"wp-caption-text\">Aktion am 26.10.1998 am Maria-Theresien-Platz, Plastik: Deserteur der Jugoslawienkriege (von Tanja Windb\u00fcchler)<br \/>Foto: Irene Messinger<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1597\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/10_wien_heldenplatz.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1597\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1597\" alt=\"Tempor\u00e4res Denkmal f\u00fcr Deserteure am Heldenplatz \/ Foto: AK Denkmalpflege\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/10_wien_heldenplatz.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/10_wien_heldenplatz.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/10_wien_heldenplatz-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1597\" class=\"wp-caption-text\">Tempor\u00e4res Denkmal f\u00fcr Deserteure am Heldenplatz \/ Foto: AK Denkmalpflege<\/p><\/div>\n<p><strong>Wien: Heldenplatz<\/strong><br \/>\nIm September 2009 enth\u00fcllte der \u00bbAK Denkmalpflege\u00ab ein tempor\u00e4res Deserteursdenkmal auf dem Heldenplatz. Das Denkmal bestand aus zwei roten eckigen Klammern und einer erl\u00e4uterenden Tafel. Die Tafel am Fu\u00dfe des Denkmals trug die Aufschrift:<\/p>\n<blockquote><p>Dieses Denkmal steht f\u00fcr<br \/>\n[k]eine Auseinandersetzung<br \/>\n[k]eine Rehabilitierung<br \/>\n[k]ein Gedenken<br \/>\nf\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz.<br \/>\nBewaffneter Widerstand, Zersetzung, Entziehung, Unerlaubte Entfernung, Desertion\/Fahnenflucht, Landes-, Hoch-, Kriegsverrat, Sabotage, Meuterei, u.A.<br \/>\nDank und Anerkennung dem antifaschistischen Widerstand.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf dem Wiener Heldenplatz hatte Adolf Hitler im Fr\u00fchjahr 1938 seine Rede anl\u00e4sslich des \u00bbAnschlusses\u00ab gehalten, und hier wird in der nahen Krypta nach wie vor den \u00f6sterreichischen &#8220;Helden&#8221; der beiden Weltkriege gedacht. Das Denkmal musste binnen einer Stunde den Aufbauarbeiten f\u00fcr das Erntedankfest der \u00d6VP Wien weichen. 2013 wurde es in gleicher Konfiguration ein weiteres Mal tempor\u00e4r aufgestellt, diesmal am Standort Ballhausplatz &#8211; vor den jeweiligen Amtssitzen von Bundespr\u00e4sident und Bundeskanzler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1598\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/11_wien_kagran.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1598\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1598\" alt=\"Kranzniederlegung beim Denkmal in Kagran (Wien) \/ Foto: \u00bbPersonenkomitee Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/11_wien_kagran.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/11_wien_kagran.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/11_wien_kagran-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1598\" class=\"wp-caption-text\">Kranzniederlegung beim Denkmal in Kagran (Wien) \/ Foto: \u00bbPersonenkomitee Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab<\/p><\/div>\n<p><strong>Wien: Kagran<\/strong><br \/>\nSeit 1984 erinnert ein Gedenkstein im Donaupark daran, dass hier zwischen 1938 und 1945 \u00bbzahlreiche \u00f6sterreichische Freiheitsk\u00e4mpfer aus den Reihen der Wehrmacht erschossen\u00ab wurden.<br \/>\nSeit 2002 veranstaltet das Personenkomitee \u00bbGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u00ab um den 26. Oktober im Donaupark, auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Milit\u00e4rschie\u00dfplatzes Kagran, Gedenkfeiern f\u00fcr die hier hingerichteten Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz. Zwischen 1940 und 1945 wurden hier mindestens 129 Menschen erschossen. 1964 wurde der Milit\u00e4rschie\u00dfplatz geschleift, der genaue Standort der Hinrichtungsst\u00e4tte ist umstritten. Er befand sich entweder auf dem Gebiet des heutigen &#8216;Sparefroh-Spielplatzes&#8217; oder im hinteren Bereich des Sportcenters (Kratochwjlestra\u00dfe 3\/Leonard-Bernstein-Stra\u00dfe). Die Inschrift des bereits am 5. November 1984 Stadt von der Stadt Wien und dem Ministerium f\u00fcr Landesverteidigung gesetzten Gedenksteins lautet: \u00bb<em>In den Jahren der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft 1938\u20131945 wurden in unmittelbarer N\u00e4he zahlreiche \u00f6sterreichische Freiheitsk\u00e4mpfer aus den Reihen der Wehrmacht erschossen. Unter den Opfern, die hier hingerichtet wurden, waren auch Angeh\u00f6rige der Wiener Feuerwehr. Niemals vergessen!<\/em>\u00ab Neben dem Gedenkstein erinnert die Floridsdorfer Kugelfanggasse an die ehemalige Hinrichtungsst\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12_wien_zentralfriedhof.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1599 \" alt=\"Denkmal am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40)\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12_wien_zentralfriedhof.jpg\" width=\"259\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12_wien_zentralfriedhof.jpg 259w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/12_wien_zentralfriedhof-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"attachment_1599\" style=\"width: 269px;\">\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Denkmal am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40)<\/dd>\n<\/dl>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wien: Zentralfriedhof<\/strong><br \/>\n<em>\u00bbIn Memoriam \u2013 Im Bereich der Gruppe 40 sind mehr als Tausend Frauen und M\u00e4nner beerdigt, die in der Zeit 1938-1945 von einer unmenschlichen NS-Justiz zum Tode verurteilt und im Wiener Landesgericht oder auf dem Schie\u00dfplatz Kagran hingerichtet wurden \u2013 Sie bleiben unvergessen.\u00ab<\/em><br \/>\nSo lautet der Text auf einem Gedenkstein auf dem Wiener Zentralfriedhof, der am 21. April 2005 vom B\u00fcrgermeister der Stadt Wien enth\u00fcllt wurde. Initiator war die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verb\u00e4nde und Widerstandsk\u00e4mpfer \u00d6sterreichs. Unter den genannten Opfern befinden sich auch weit \u00fcber 100 Oper der NS-Milit\u00e4rjustiz, ohne dass diese allerdings explizit Erw\u00e4hnung finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wien: Mariahilferstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3340\" style=\"width: 258px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2097Tafel-Opfer-und-Deserteure-vergangener-und-k\u00fcnftiger-Kriege_L\u00f6hr-Tafel.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3340\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3340\" title=\"Tempor\u00e4res Erinnerungszeichen in der Stiftskirche\" alt=\"2097tafel-opfer-und-deserteure-vergangener-und-kuenftiger-kriege_loehr-tafel\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2097Tafel-Opfer-und-Deserteure-vergangener-und-k\u00fcnftiger-Kriege_L\u00f6hr-Tafel.png\" width=\"248\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2097Tafel-Opfer-und-Deserteure-vergangener-und-k\u00fcnftiger-Kriege_L\u00f6hr-Tafel.png 248w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/2097Tafel-Opfer-und-Deserteure-vergangener-und-k\u00fcnftiger-Kriege_L\u00f6hr-Tafel-192x300.png 192w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3340\" class=\"wp-caption-text\">Tempor\u00e4res Erinnerungszeichen in der Stiftskirche<\/p><\/div>\n<p>Unbekannte AktivistInnen brachten am 3. M\u00e4rz 1986 in der Siftskirche in der Mariahilfer Str. 2, im 7. Wiener Gemeindebezirk eine Gedenktafel f\u00fcr \u201eOpfer und Deserteure vergangener und kommender Kriege\u201c an. Das Erinnerungszeichen, das vermutlich kurz nach der Aktion wieder entfernt wurde, war bei der Gedenktafel f\u00fcr den Generaloberst der Wehrmacht Alexander L\u00f6hr im Innenraum der Kirche befestigt. L\u00f6hr war w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges als Befehlshaber vor allem auf dem Balkan f\u00fcr zahlreiche Kriegsverbrechen mit verantwortlich und wurde daf\u00fcr nach 1945 in Belgrad zum Tode verurteilt und hingerichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei weitere Gedenkorte f\u00fcr die Verfolgten der Wehrmachtgerichte sind in den Jahren 2015 in Wien <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/2015\/04\/enthuellung-gedenktafel-wug-x\/\">Wien Favoriten<\/a> (am ehemaligen Standort des Wehrmachtuntersuchungsgef\u00e4ngnis X) sowie 2014 in <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/2014\/04\/enthuellung-gedenktafel-wug-vii\/\">Wien Neubau<\/a> entstanden. Beide Tafeltexte verweisen ihrerseits auf das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz am Ballhausplatz. Ebensolche Tafeln m\u00fcssten f\u00fcr die restlichen der unter <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/verfolgungsorte\/\">Verfolgungsorte<\/a> aufgef\u00fchrten Geb\u00e4uden und Pl\u00e4tzen der Wehrmachtjustiz in Wien ebenfalls noch angebracht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Prominente Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Denkmal in Wien<\/strong><\/p>\n<p>Eine wichtige Grundlage f\u00fcr die erfolgreiche Durchsetzung des schlie\u00dflich am Ballhausplatz realisierte Denkmalprojekt war die <a href=\"http:\/\/www.pk-deserteure.at\/index.php?id=45\">Wortspendenkampagne<\/a> vom Fr\u00fchjahr 2011. Sie hatte ihr Vorbild im <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Begleitprogramm_Was-damals-Recht-war.pdf\">Ehrenschutzkomitee<\/a> der Wanderausstellung &#8220;Was damals Recht war &#8211; Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht&#8221;, die am 1. September 2009 im Wiener Theater Nestroyhof Hamakom <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YpkrcRKEKlE\">er\u00f6ffnet<\/a> wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturhinweise<\/p>\n<p>Juliane Alton; Thomas Geldmacher; Magnus Koch; Hannes Metzler (Hg.): \u201eVerliehen f\u00fcr die Flucht von den Fahnen\u201c. Das Wiener Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz, Wien 2016.<\/p>\n<p>Werner Bundschuh: Noch fehlen \u201eDeserteursdenkm\u00e4ler\u201c\u2026 In: KULTUR 8 (2007), S. 46-49.<\/p>\n<p>Werner Bundschuh, \u00bbDie Namen der Deserteure kommen mir nicht auf das Denkmal!\u00ab. In: Geldmacher, Thomas u.a. (Hg.): \u00bbDa machen wir nicht mehr mit\u00ab. \u00d6sterreichische Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht, Wien 2010, S. S. 76-84.<\/p>\n<p>Mathias Lichtenwagner: Leerstellen. Zur Topografie der Wehrmachtjustiz in Wien vor und nach 1945, Wien 2012.<\/p>\n<p>Mathias Lichtenwagner: Belasteter Beton. Formen der Erinnerung an die NS-Milit\u00e4rjustiz in Wien. In: Alton, Juliane; Geldmacher, Thomas; Koch, Magnus; Metzler, Hannes (Hg.): \u201eVerliehen f\u00fcr die Flucht von den Fahnen\u201c. Das Wiener Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz, Wien 2016, S. 104-125.<\/p>\n<p>Peter Pirker: Vom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe. Das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz in der Erinnerungslandschaft Wien. In: Alton, Juliane; Geldmacher, Thomas; Koch, Magnus; Metzler, Hannes (Hg.): \u201eVerliehen f\u00fcr die Flucht von den Fahnen\u201c. Das Wiener Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz, Wien 2016, S. 126-159.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6STERREICHISCHE GEDENKINITIATIVEN\u00a0 Erst seit dem 24.10.2014 gibt es in \u00d6sterreich einen Ort, an dem in angemessener und kollektiver Form die Leiden und Handlungen derjenigen M\u00e4nner und Frauen erinnert und gew\u00fcrdigt wird, die von der NS-Milit\u00e4rjustiz verurteilt wurden. 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