{"id":3995,"date":"2017-01-04T12:48:34","date_gmt":"2017-01-04T11:48:34","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=3995"},"modified":"2018-01-26T23:05:08","modified_gmt":"2018-01-26T22:05:08","slug":"denkmalstandort","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/1-hintergrund\/denkmalstandort\/","title":{"rendered":"Denkmalstandort"},"content":{"rendered":"<div><span style=\"color: #b78847;\"><strong>Der Denkmalstandort Ballhausplatz<\/strong><\/span><\/div>\n<blockquote><p>\u00bbDie Fenster des sch\u00f6nen alten Palais am Ballhausplatz [\u2026] warfen oft noch sp\u00e4t abends Licht in die kahlen B\u00e4ume des gegen\u00fcberliegenden Gartens [&#8230;]. Denn so wie der heilige Josef den gew\u00f6hnlichen Zimmermann Josef durchdringt, durchdrang der Name &#8216;der Ballhausplatz&#8217; den dort stehenden Palast mit dem Geheimnis, eine des halben Dutzends mysteri\u00f6ser K\u00fcchen zu sein, wo hinter verh\u00e4ngten Fenstern das Geschick er Menschheit bereitet wurde.\u00ab (Aus Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften)<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist in den Medien heute vom \u00bbBallhausplatz\u00ab die Rede, so ist damit heute in der Regel das Bundeskanzleramt gemeint (bis 2005 auch das \u00f6sterreichische Au\u00dfenministerium, das hier, mit k\u00fcrzeren Unterbrechungen, mehr als 250 Jahre seinen Sitz hatte). Die Adresse Ballhausplatz 2 ist daher \u2013 analog zum Quai d&#8217; Orsay in Paris oder der Downingstreet Nr. 10 \u2013 ein Synonym f\u00fcr die gro\u00dfe B\u00fchne nationaler wie internationaler Politik. Auf der dem Bundeskanzleramt gegen\u00fcberliegenden Seite des Ballhausplatzes, im Leopoldinischen Trakt der Hofburg, hat zudem seit 1946 der \u00f6sterreichische Bundespr\u00e4sident seinen Sitz.<\/p>\n<div id=\"attachment_4008\" style=\"width: 408px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Blick-aus-Richtung-Volksgarten-auf-den-Ballhausplatz-um-1825..jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4008\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4008 \" title=\"Blick aus Richtung Volksgarten auf den Ballhausplatz, um 1825. Links im Anschnitt die Staatskanzlei (heute Bundeskanzleramt), in der Bildmitte das Ballhaus, rechts der \u00f6stliche Trakt des Hofspitals, nach einem anonymen Aquarell.Quelle: Schloss Sch\u00f6nbrunn, Kultur- und Betriegsgesellschaft mbh\" alt=\"Blick aus Richtung Volksgarten auf den Ballhausplatz, um 1825. Links im Anschnitt die Staatskanzlei (heute Bundeskanzleramt), in der Bildmitte das Ballhaus, rechts der \u00f6stliche Trakt des Hofspitals, nach einem anonymen Aquarell.Quelle: Schloss Sch\u00f6nbrunn, Kultur- und Betriegsgesellschaft mbh\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Blick-aus-Richtung-Volksgarten-auf-den-Ballhausplatz-um-1825..jpg\" width=\"398\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Blick-aus-Richtung-Volksgarten-auf-den-Ballhausplatz-um-1825..jpg 947w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Blick-aus-Richtung-Volksgarten-auf-den-Ballhausplatz-um-1825.-300x187.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Blick-aus-Richtung-Volksgarten-auf-den-Ballhausplatz-um-1825.-479x300.jpg 479w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4008\" class=\"wp-caption-text\">Blick aus Richtung Volksgarten auf den Ballhausplatz, um 1825. Links im Anschnitt die Staatskanzlei (heute Bundeskanzleramt), in der Bildmitte das Ballhaus, rechts der \u00f6stliche Trakt des Hofspitals, nach einem anonymen Aquarell. Quelle: Schloss Sch\u00f6nbrunn, Kultur- und Betriegsgesellschaft mbh<\/p><\/div>\n<p><strong>Eine kurze Geschichte des Ballhausplatzes<\/strong><\/p>\n<p>Seinen Namen tr\u00e4gt der Ballhausplatz seit dem sp\u00e4ten 18. Jahrhundert obwohl bereits rund 250 Jahre zuvor an dieser Stelle ein erstes Ballhaus entstanden war. Ferdinand I. von Habsburg hatte 1520 angeordnet, zur Zerstreuung des Hochadels, unweit der Hofburg, eine Halle f\u00fcr Ballspiele zu errichten. In den folgenden Jahrhunderten erfolgten nach Zerst\u00f6rungen zwei Neuerrichtungen. Das Geb\u00e4ude wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts f\u00fcr verschiedene Zwecke genutzt \u2013 unter anderem als Hofbauplatzkanzlei sowie als Kunstspeicher \u2013 und um 1903 abgerissen.<\/p>\n<p>Anfang des 18. Jahrhunderts wurde am Ballhausplatz das bis heute erhaltene Geb\u00e4ude nach den Pl\u00e4nen des Architekten Johann Lucas von Hildebrandt im barocken Stil errichtet. Der Bauplatz lag auf dem Areal des Hofspitals, dicht am damaligen Stadtwall und gegen\u00fcber der Hofburg. Es beherbergte die Geheime Hof- und Staatskanzlei nebst Archivr\u00e4umen. Hier wurden seitdem die Hausangelegenheiten der Dynastie und Fragen der Au\u00dfenpolitik bearbeitet \u2013 unter so namhaften Pers\u00f6nlichkeiten wie Clemens Graf Metternich und Felix F\u00fcrst zu Schwarzenberg. Die Hintertrakte grenzten schon damals an das Minoritenkloster. Im Kanzleigeb\u00e4ude am Ballhausplatz fand der Wiener Kongress (1814\/15) statt, und hier versammelten sich im M\u00e4rz 1848 revolution\u00e4re B\u00fcrger, um gegen das Metternich&#8217;sche System der Restauration aufzubegehren. In den R\u00e4umen der Staatskanzlei am Ballhausplatz formulierten im Jahre 1914 k.u.k Beamte au\u00dferdem das Ultimatum an Serbien, das zum Ausgangspunkt des Ersten Weltkrieges werden sollte. Von einem Balkon desselben Geb\u00e4udes verk\u00fcndete der letzte Au\u00dfenminister Graf Andr\u00e1ssy gut vier Jahre sp\u00e4ter, am 29. Oktober 1918, die Aufl\u00f6sung des mit dem Deutschen Reich geschlossenen B\u00fcndnisses.<\/p>\n<div id=\"attachment_4249\" style=\"width: 526px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Die-geheime-Hof-und-Staatskanzlei-um-17331.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4249\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4249\" alt=\"Die geheime Hof- und Staatskanzlei, um 1733. Das Geb\u00e4ude wurde in den folgenden Jahren mehrfach umgestaltet, heute hat es eine f\u00fcnfeckige Form. Rechts im Bild das Scalvinionische Haus (bis 1764), im Hintergrund rechts die Einfahrt zum Hofspital, Quelle: Federzeichnung von Salomon Kleiner\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Die-geheime-Hof-und-Staatskanzlei-um-17331.jpg\" width=\"516\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Die-geheime-Hof-und-Staatskanzlei-um-17331.jpg 516w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Die-geheime-Hof-und-Staatskanzlei-um-17331-300x198.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Die-geheime-Hof-und-Staatskanzlei-um-17331-452x300.jpg 452w\" sizes=\"(max-width: 516px) 100vw, 516px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4249\" class=\"wp-caption-text\">Die geheime Hof- und Staatskanzlei, um 1733. Das Geb\u00e4ude wurde in den folgenden Jahren mehrfach umgestaltet, heute hat es eine f\u00fcnfeckige Form. Rechts im Bild das Scalvinionische Haus (bis 1764), im Hintergrund rechts die Einfahrt zum Hofspital, Quelle: Federzeichnung von Salomon Kleiner<\/p><\/div>\n<p>Doch auch nach Ende des Ersten Weltkrieges konzentrieren sich am Ballhausplatz zentrale staatliche Institutionen; die \u00f6sterreichischen Staats- bzw. Bundeskanzler (lange Zeit in Personalunion als Au\u00dfenminister) und Bundespr\u00e4sidenten residierten w\u00e4hrend der Ersten Republik wie auch zur Zeit des Austrofaschismus \u00fcber weite Strecken in dem historischen Geb\u00e4ude am Ballhausplatz. Insbesondere in der Endphase des Austrofaschismus wurden Heldenplatz und Ballhausplatz gemeinsam zum Ort f\u00fcr Aufm\u00e4rsche und Demonstrationen der unterschiedlichen politischen Lager \u2013 gewisserma\u00dfen ein Vorgeschmack auf das, was am 15. M\u00e4rz 1938, dem Tag der Verk\u00fcndung des \u00bbAnschlusses\u00ab durch Adolf Hitler von der Hofburg aus geschehen sollte.<\/p>\n<p>Doch bereits zuvor, am 25. Juli 1934, hatten sich am Ballhausplatz dramatische Ereignisse abgespielt, die auch baugeschichtlich Auswirkungen auf das dem Leopoldinischen Trakt der Hofburg gegen\u00fcberliegende Areal haben sollten. 154 verkleidete Angeh\u00f6rige der Wiener SS-Standarte 89 waren an diesem Tag zum Ballhausplatz aufgebrochen, um die austrofaschistische Regierung des Bundeskanzlers Dollfu\u00df gefangen zu nehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4014\" style=\"width: 404px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Belagerungszustand-am-Ballhausplatz.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4014\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4014 \" title=\"Belagerungszustand am Ballhausplatz, Juli 1934\" alt=\"Belagerungszustand am Ballhausplatz, Juli 1934\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Belagerungszustand-am-Ballhausplatz.jpg\" width=\"394\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Belagerungszustand-am-Ballhausplatz.jpg 939w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Belagerungszustand-am-Ballhausplatz-300x216.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Belagerungszustand-am-Ballhausplatz-415x300.jpg 415w\" sizes=\"(max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4014\" class=\"wp-caption-text\">Belagerungszustand am Ballhausplatz, Juli 1934<\/p><\/div>\n<p>Der Ausgang der Geschichte ist bekannt: Bundeskanzler Engelbert Dollfu\u00df wurde im \u00bbGrauen Ecksalon\u00ab des Kanzleramtes von dem nationalsozialistischen Attent\u00e4ter Otto Planetta erschossen. Am Abend des 11. M\u00e4rz 1938, also am Vorabend des Einmarschs der Wehrmacht auf \u00f6sterreichisches Staatsgebiet, begr\u00fc\u00dfte der von Bundespr\u00e4sident Wilhelm Miklas f\u00fcr eine neue Regierungsbildung beauftragte bisherige Innenminster Arthur Sey\u00df-Inquart vom Balkon des Kanzleramtes herab seine nationalsozialistischen Anh\u00e4nger. Zwar w\u00e4hlte im Sommer 1940 der Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien Baldur von Schirach seinen Sitz wieder am Ballhausplatz; dies sollte dies jedoch eine bis heute fast vergessene Episode bleiben. Der Ballhausplatz wurde vom \u00bbpolitischen Machtzentrum zu einer Liquidationsstelle f\u00fcr die zu einem Schattendasein absinkende &#8216;\u00f6sterreichische Landesregierung&#8217;\u00ab<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<div>In der Zweiten Republik wurde der Ballhausplatz schnell wieder zum Sitz von Bundeskanzler, Vizekanzler und auch Au\u00dfenminister (bis 2005); der Bundespr\u00e4sident zog 1946 samt Pr\u00e4sidentschaftskanzlei um in den gegen\u00fcberliegenden Leopoldinischen Trakt der Hofburg. Auch weiterhin sammelten sich am Ballhausplatz Demonstranten, fanden Protestaufm\u00e4rsche und Umz\u00fcge statt. Doch anders als zur Zeit der Ersten Republik sowie insbesondere zur Zeit des Austrofaschismus bestimmen heute nicht mehr schwer bewaffnete Angeh\u00f6rige der Exekutive das Bild am und um das Geb\u00e4ude. Heute pr\u00e4gen dies vor allem Touristen, die in gro\u00dfer Zahl Ballhausplatz, Heldenplatz und Volksgarten bev\u00f6lkern.<\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_4015\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4015\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-4015    \" title=\"Schema des Ballhausplatzbereichs.\" alt=\"Schema des Ballhausplatzbereichs.\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich-1024x567.jpg\" width=\"1024\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich-1024x567.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich-300x166.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich-500x276.jpg 500w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Schema-Ballhausplatzbereich.jpg 1531w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4015\" class=\"wp-caption-text\">Schema des Ballhausplatzbereichs. \/ Quelle: Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsb\u00fccher, hg. von Peter P\u00f6tschner, Bd. 33, Wien 1984, S. 93.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_4017\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wagner-S\u00e4ule.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4017\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4017  \" title=\"Blick auf das Otto-Wagner-Denkmal auf dem Heldenplatz (unmittelbar neben dem aktuellen Denkmalstandort), Anfang der 1930er Jahre.\" alt=\"Blick auf das Otto-Wagner-Denkmal auf dem Heldenplatz (unmittelbar neben dem aktuellen Denkmalstandort), Anfang der 1930er Jahre.\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wagner-S\u00e4ule.png\" width=\"390\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wagner-S\u00e4ule.png 650w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wagner-S\u00e4ule-300x193.png 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wagner-S\u00e4ule-464x300.png 464w\" sizes=\"(max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4017\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf das Otto-Wagner-Denkmal auf dem Heldenplatz (unmittelbar neben dem aktuellen Denkmalstandort), Anfang der 1930er Jahre. \/ Quelle: www.viennatouristguide.at<\/p><\/div>\n<p><strong>Der Ballhausplatz als historischer Denkmalstandort<\/strong><\/p>\n<p>Am Ballhausplatz, genauer, auf einem rechteckigen R\u00fccksprung am s\u00fcdwestlichen Rand des Volksgartens, wurde am 24. Oktober 2014 auf Beschluss der Wiener rot-gr\u00fcnen Koalition das Denkmal zur Erinnerung an die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz er\u00f6ffnet. Bereits zweimal seit 1930 ist dieses und das unmittelbar angrenzende Areal Standort eines Denkmals gewesen. Zwischen 1930 und 1937 fand sich dort eine Steins\u00e4ule in Erinnerung an den Wiener Architekten Otto Wagner.<\/p>\n<\/div>\n<div>Bereits kurz nach der Ermordung des Bundeskanzlers Engelbert Dollfu\u00df durch illegale Nationalsozialisten am 25. Juli 1934 begannen die Planungen f\u00fcr ein \u00bbDollfu\u00df Nationaldenkmal\u00ab in unmittelbarer N\u00e4he. Die \u00bbVaterl\u00e4ndische Front\u00ab richtete 1934 einen Architekten-Wettbewerb aus. Das Denkmal sollte \u00bbin machtvoller Weise das Andenken an den Heldenkanzler \u00fcberbringe[n] und das wesentliche Werk und Verdienst Dollfu\u00df&#8217; im Wege plastischer Darstellung aufzeige[n]\u00ab<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. Die Sakralisierung des \u00bbtoten F\u00fchrers\u00ab diente auf der einen Seite der propagandistischen Abgrenzung gegen\u00fcber NS-Deutschland, auf der anderen Seite der Rechtfertigung autorit\u00e4rer Strukturen des austrofaschistischen Regimes. Das zu errichtende Denkmal sollte laut Ausschreibungsunterlagen den Ballhausplatz zu einem \u00bbgeschlossenen Platz regulieren, [\u2026] die Intimit\u00e4t dieses Platzes steigern und gegen den anliegenden Heldenplatz abgrenzen\u00ab<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>. Den Zuschlag erhielten die Entw\u00fcrfe des Architekten Clemens Holzmeister und des Bildhauers Hans Andre.<\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_4019\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4019\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-4019  \" alt=\"Siegreicher Denkmalsentwurf von Holzmeister\/Andre.  Quelle:  profil, \u00d6sterreichische Monatsschrift f\u00fcr bildende Kunst, 4\/1936, Heft 10, S.444\/445\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah-1024x381.jpg\" width=\"1024\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah-1024x381.jpg 1024w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah-300x111.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah-500x186.jpg 500w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Dollfu\u00dfdenkmal-nah.jpg 1092w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4019\" class=\"wp-caption-text\">Siegreicher Denkmalsentwurf von Holzmeister\/Andre. Quelle: profil, \u00d6sterreichische Monatsschrift f\u00fcr bildende Kunst, 4\/1936, Heft 10, S.444\/445<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_4018\" style=\"width: 453px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Denkmalstandort-von-oben.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4018\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4018   \" title=\"\u00dcbersichtsskizze Denkmalstandort von Holzmeister\/Andre.\" alt=\"\u00dcbersichtsskizze Denkmalstandort von Holzmeister\/Andre.\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Denkmalstandort-von-oben.jpg\" width=\"443\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Denkmalstandort-von-oben.jpg 923w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Denkmalstandort-von-oben-293x300.jpg 293w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4018\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcbersichtsskizze Denkmalstandort von Holzmeister\/Andre. \/ Quelle: profil, \u00d6sterreichische Monatsschrift f\u00fcr bildende Kunst, 4\/1936, Heft 10, S.444\/445<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>Das Denkmal bestand aus einem Steinblock mit den Ma\u00dfen 10 x 3, 50 x 2, 33 m, der auf einem 2, 50 m hohen Unterbau ruhte. Darauf sollten die eingemei\u00dfelten Bilder des ermordeten Bundeskanzlers inmitten der \u00f6sterreichischen Jugend sowie \u2013 in schematischer Darstellung \u2013 der St\u00e4nde und der Familie zu sehen sein. Der Denkmalblock sollte in einer von Mauern umgebenen Vertiefung stehen, Treppenanlagen den Zugang erm\u00f6glichen. Am 18. Oktober 1936 weihte der Wiener Kardinal Theodor Innitzer diesen und am selben Tag auch den Grundstein einer \u00bbDollfu\u00df-F\u00fchrerschule\u00ab im 15. Wiener Gemeindebezirk (ebenfalls nach Entw\u00fcrfen von Clemens Holzmeister).<\/p>\n<p>Die Entw\u00fcrfe indes kamen niemals zur Ausf\u00fchrung, das \u00bbDollfu\u00df-Nationaldenkmal\u00ab ebenso wenig wie ein am \u00f6stlichen Rand des Ballhausplatzes (in den \u00bbBallhausplatzgr\u00fcnden\u00ab) projektiertes \u00bbHaus der Vaterl\u00e4ndischen Front\u00ab. Zwar war bereits ein Steinblock gesetzt worden am Ort des heutigen Standortes des Denkmals f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz; lediglich die Bildhauerarbeiten Hans Andres\u2018 fehlten noch. Der \u00bbAnschluss\u00ab im Fr\u00fchjahr 1938 und die \u00dcbernahme der Regierung durch die Nationalsozialisten beendeten alle Planungen, die fertig gestellten Teile des Denkmals wurden schnell wieder entfernt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4020\" style=\"width: 392px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kanzleramt.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4020\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4020 \" title=\"Der Ballhausplatz mit geplanten \u00bbHaus der Vaterl\u00e4ndischen Front\u00ab, oben rechts und Dollfu\u00df-Nationaldenkmal, unten Mitte, Modell von Clemens Holzmeister von 1937.\" alt=\"Der Ballhausplatz mit geplanten \u00bbHaus der Vaterl\u00e4ndischen Front\u00ab, oben rechts und Dollfu\u00df-Nationaldenkmal, unten Mitte, Modell von Clemens Holzmeister von 1937.\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kanzleramt.png\" width=\"382\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kanzleramt.png 908w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kanzleramt-300x253.png 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kanzleramt-355x300.png 355w\" sizes=\"(max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4020\" class=\"wp-caption-text\">Der Ballhausplatz mit geplanten \u00bbHaus der Vaterl\u00e4ndischen Front\u00ab, oben rechts und Dollfu\u00df-Nationaldenkmal, unten Mitte, Modell von Clemens Holzmeister von 1937.<\/p><\/div>\n<p>Stattdessen brachten die neuen Machthaber an der Au\u00dfenseite des Bundeskanzleramtes eine Gedenktafel f\u00fcr die \u00bb154 deutschen M\u00e4nner\u00ab an, die dort am 25. Juli 1934 \u00bbf\u00fcr Deutschland\u00ab gehandelt h\u00e4tten. Der Dollfu\u00df-Attent\u00e4ter Otto Planetta war nach dem Mord verhaftet und am 31. Juli 1934 im Wiener Landesgericht hingerichtet worden. Die Nationalsozialisten stilisierten ihn in den folgenden Jahren zum \u00bbostm\u00e4rkischen Freiheitshelden\u00ab. Bis 1944 fanden j\u00e4hrlich am 25. Juli Prozessionen zum Ballhausplatz statt, die Gedenktafel f\u00fcr Planetta wurde unmittelbar nach Kriegsende entfernt. Im Bundeskanzleramt erinnert bis heute eine Inschrift im Fu\u00dfboden des \u00bbGrauen Ecksalons\u00ab an den Mord an Engelbert Dollfu\u00df. Bis 2006 gab es im Geb\u00e4ude noch eine kleine Gedenkst\u00e4tte mit Portraitfoto und Kerze am Tatort, bis 2010 noch einen j\u00e4hrlichen Gedenkgottesdienst in der Amtskapelle am Ballhausplatz.<\/p>\n<p>Seit 1937\/1938 ist der Ort also nicht mehr f\u00fcr Denkm\u00e4ler genutzt worden. Seit den Zeiten der schwarz-blauen Koalition (2000-2007) diente die Fl\u00e4che als Park- und Abstellplatz f\u00fcr Einsatzfahrzeuge bzw. Absperrgitter, die anl\u00e4sslich von Gro\u00dfveranstaltungen oder Staatsbesuchen auf dem Heldenplatz ben\u00f6tigt wurden. Auf der seit 1995 allj\u00e4hrlich durch das Bundesheer abgehaltenen \u00bbInformations- und Leistungsschau\u00ab am Nationalfeiertag auf dem Heldenplatz wurde das k\u00fcnftige Denkmalareal auf dem Ballhausplatz ebenfalls als Abstellfl\u00e4che genutzt.<\/p>\n<p><strong>Inhaltliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wahl des Ballhausplatzes als Denkmalstandort<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der oben kurz zusammengefassten historischen Ereignisse rund um den Denkmalstandort am Ballhausplatz seien hier die wichtigsten Kriterien f\u00fcr seine thematische Eignung zusammengefasst. Die Entscheidung f\u00fcr diesen Ort war von intensiven inhaltlichen und politischen Diskussionen begleitet, was sich auch in der medialen Berichterstattung widerspiegelte:<\/p>\n<ol>\n<li>Heldenplatz und Ballhausplatz sind von der r\u00e4umlichen Wahrnehmung her kaum voneinander zu trennen, sie gehen ineinander \u00fcber. Beide Areale sind also mindestens im Sinne der dort verhandelten Pr\u00e4sentation staatlicher Macht eng verkn\u00fcpft \u2013 und damit auch ihre Bedeutung f\u00fcr die hier noch immer pr\u00e4senten Themenkomplexe Krieg, \u00bbHeldentum\u00ab, Milit\u00e4r und Opfergedenken.<\/li>\n<li>Vom Ballhausplatz aus besteht eine Sichtbeziehung zu dem Balkon in der \u00bbNeuen Burg\u00ab, von dem aus Adolf Hitler am 15. M\u00e4rz 1938 den \u00bbAnschluss\u00ab \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich erkl\u00e4rte. Nur ein Jahr sp\u00e4ter begann die Wehrmacht einen beispiellosen Angriffs- und Vernichtungskrieg, der rund 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Verfolgten einer verbrecherischen Wehrmachtjustiz z\u00e4hlen zu den Opfern dieser verbrecherischen Kriegf\u00fchrung. Aufgrund der besonders hohen Zahl hingerichteter Deserteure ist das Denkmal in starkem Ma\u00dfe auch ihnen gewidmet und ihren ganz spezifi\u00adschen Entscheidungen, sich \u2013 wenn auch nicht immer bewusst und im Sinne einer h\u00f6heren poli\u00adtischen Moral \u2013 einem verbrecherischen Krieg zu verweigern; insofern setzt das Denkmal an diesem zentralen und geschichtstr\u00e4chtigen Ort ein Fragezeichen hinter Konzepte absoluten Gehorsams und autorit\u00e4rer Gewalt.<\/li>\n<li>Am Ballhausplatz konzentrier(t)en sich wichtige staatliche Institutionen der Exekutive \u2013 im historischen wie im gegenw\u00e4rtigen \u00d6sterreich. Jeder Staatsgast passiert das Denkmal; der Ort bietet eine exzellente M\u00f6glichkeit, um die Abkehr von den Zielen und Mitteln eines verbrecherischen Staates deutlich zu machen, zu dem \u00d6sterreich zwischen 1938 und 1945 geh\u00f6rte. Hier kann vergangenheitspolitisch klar Position bezogen und damit ein Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit, Friedfertigkeit und Zivilcourage abgelegt werden.<\/li>\n<li>In unmittelbarer Nachbarschaft zum Ballhausplatz, in der Krypta am \u00c4u\u00dferen Burgtor, gedenkt die Republik \u00d6sterreich bis heute seiner \u00bbKriegshelden\u00ab \u2013 auch wenn diese Gedenkpraxis zur Zeit einer eingehenden Pr\u00fcfung unterzogen wird (Stand Januar 2018). In diese Richtung einer Konservierung milit\u00e4rischer Traditionen weisen auch die Reiterstandbilder f\u00fcr Erzherzog Karl und den Prinzen Eugen auf dem Heldenplatz. Ein in Sichtweite errichtetes Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz am Ballhausplatz sollte dort als Gegenentwurf verstanden werden zum Handeln gehorsamer (\u00f6sterreichischer) Wehrmachtssoldaten, die, wie es (Stand Januar 2018) in einer offenbar zeitlos verstandenen Widmung in der Krypta sinngem\u00e4\u00df hei\u00dft, \u00bbin Erf\u00fcllung Ihres Auftrages ihr Leben lie\u00dfen\u00ab. Dagegen zu setzen w\u00e4re der Satz von Elfriede Jelinek: \u00bbWir k\u00f6nnen nicht wissen, wie wir uns damals verhalten h\u00e4tten, aber wir wissen, wie wir uns verhalten h\u00e4tten sollen\u00ab<b><br \/>\n<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsb\u00fccher, hg. von Peter P\u00f6tschner, Bd. 33, Wien 1984, S. 100.<\/p>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> &amp; <a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> <i>Profil<\/i>. \u00d6sterreichische Monatsschrift f\u00fcr bildende Kunst, 4\/1936, H.10, S.444..<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende links zum Ballhausplatz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.architektenlexikon.at\/de\/626.htm\">Architektenlexikon (Eintrag Hermann Stiegholzer) zum Wettbewerb f\u00fcr das Dollfu\u00df-Nationaldenkmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.austria-lexikon.at\/af\/AEIOU\/Ballhausplatz\/Bilder_Ballhausplatz\">Bilder zum Ballhausplatz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ackerl, Isabella (Red.): Wien Ballhausplatz 2. Ein Haus und seine Geschichte, Wien 2001.<\/li>\n<li>Brait, Andrea: Das Bundeskanzleramt in Wien. Ein \u00f6sterreichischer Ged\u00e4chtnisort. Hamburg 2010.<\/li>\n<li>Das Dollfu\u00df-Nationaldenkmal auf dem Ballhausplatz in Wien. In: <i>Profil<\/i>. \u00d6sterreichische Monatsschrift f\u00fcr bildende Kunst, 4\/1936, H.10, S.444f.<\/li>\n<li>Bundespressdienst (Hg.): Schicksal eines Hauses. Wien, Ballhausplatz 2, Wien 1977.<\/li>\n<li>Engel-Janosi, Friedrich: Geschichte auf dem Ballhausplatz, Essays zur \u00f6sterreichischen Au\u00dfenpolitik, Wien 1963.<\/li>\n<li>Grassegger, Friedrich: Denkm\u00e4ler des autorit\u00e4ren St\u00e4ndestaates. Repr\u00e4sentation staatlicher und nationaler Identit\u00e4t \u00d6sterreichs 1934-1938. In: Ders. (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die \u00f6ffentliche Repr\u00e4sentation staatlicher und nationaler Identit\u00e4t \u00d6sterreichs in seinen Denkm\u00e4lern, Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 1998, S. 495-546.<\/li>\n<li>Grassegger, Friedrich: Nationalsozialistische Denkm\u00e4ler in \u00d6sterreich. Denkmalspuren der NS-Herrschaft und die Frage nach der \u00f6sterreichischen Identit\u00e4t (1938-1945). In: Ders. (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die \u00f6ffentliche Repr\u00e4sentation staatlicher und nationaler Identit\u00e4t \u00d6sterreichs in seinen Denkm\u00e4lern, Wien \/ K\u00f6ln \/Weimar 1998, S. 547-573.<\/li>\n<li>Holzbauer, Wilhelm: Das ungebaute Wien. 1800 bis 2000. Projekte f\u00fcr die Metropole, Katalog f\u00fcr die Sonderausstellung des Historischen Museums Wien, Wien 2000.<\/li>\n<li>Hufschmied, Richard; Rathkolb, Oliver (Hg.): Mehrfach gewendet: Eine historisch-k\u00fcnstlerische Collage der Schl\u00fcsseljahre 1918 \/ 1938 \/ 1945 \/ 1955. Pr\u00e4sidentschaftskanzlei, Hofburg, Ballhausplatz. 26. 10. 2008, Wien 2008.<\/li>\n<li>Kellerhoff, Sven Felix: Sch\u00fcsse am Ballhausplatz. Der Putsch gegen \u00d6sterreichs Kanzler Dollfu\u00df 1934. In: Demandt, Alexander (Hg.): Das Attentat in der Geschichte, Wien\/K\u00f6ln 1996, S. 345-366.<\/li>\n<li>Reiter-Zatloukal, Ilse; Rothl\u00e4nder, Christiane; Sch\u00f6lnberger, Pia (Hg.): \u00d6sterreich 1933\u20131938. Interdisziplin\u00e4re Ann\u00e4herungen an das Dollfu\u00df-\/Schuschnigg-Regime, Wien 2012.<\/li>\n<li>Stachel, Peter: Signs and the City. Meaning and Function of \u00bbHeroes Squares\u00ab in Centrale Europe, In: Barbara L\u00e1\u0161ticov\u00e1, Sophie Wahnich, Andrej Findor (Hg.), Politics of Collective Memory. Cultural Patterns of Commemorative Practices in Post-War Europe, Wien\/Berlin 2008, S. 69-91.<\/li>\n<li>Stachel, Peter: Der Heldenplatz. Zur Semiotik eines \u00f6sterreichischen Ged\u00e4chtnis-Ortes. In: Riesenfellner, Stefan (Hg.): Steinernes Bewusstsein I. Die \u00f6ffentliche Repr\u00e4sentation staatlicher und nationaler Identit\u00e4t \u00d6sterreichs in seinen Denkm\u00e4lern, Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 1998, S. 619-656.<\/li>\n<li>Wandruszka, Adam; Reininghaus, Mariella: Der Ballhausplatz. Wiener Geschichtsb\u00fccher, hg. von Peter P\u00f6tschner, Bd. 33, Wien 1984.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ausgew\u00e4hlte Berichterstattung zur Standortentscheidung am Ballhausplatz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2561099\/\">Deserteursdenkmal: K\u00fcnstler gesucht. In: <i>ORF<\/i>, 29. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1353207720022\/Deserteursdenkmal-Zeitrahmen-bekanntgegeben\">Deserteursdenkmal: Zeitrahmen bekannt gegeben. In: <i>derStandard.at<\/i>, 29. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.vienna.at\/kuenstler-fuer-wiener-deserteursdenkmal-soll-im-fruehjahr-feststehen\/3423517\">K\u00fcnstler f\u00fcr Wiener Deseteursdenkmal soll im Sommer feststehen. In: <i>viennaonline.at<\/i>, 29. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/panorama\/wien\/1317360\/Deserteursdenkmal_Stadt-Wien-zahlt-220000-Euro\">Deserteursdenkmal: Stadt Wien zahlt 220.000 Euro. In: <i>DiePresse.com<\/i>, 27. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/b01ntgxc\">Bethany Bell: Austrian Deserter&#8217;s Memorial at the Ballhausplatz. In: <i>BBC<\/i>, 27. November 2012.<\/a> (Zeit-Code: 38:45)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/spectrum\/zeichenderzeit\/1311055\/Wem-gehoert-was-war\">Manfried Rauchensteiner: Wem geh\u00f6rt, was war? In: DiePresse.com, 9. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121105_Le_Monde.pdf\">Julia Druelle: Les d\u00e9serteurs de la Wehrmacht, une controverse autrichienne. In: <i>Le Monde<\/i>, 3. November 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121027_Salzburger_Nachrichten.pdf\"> Andreas Koller: Eingeholt von der Geschichte. In: <i>Salzburger Nachrichten<\/i>, 27. Oktober 2012. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350259503031\/Was-wir-Wehrmachtsdeserteuren-wirklich-schuldig-sind\">Rudolf Langthaler: Was wir Deserteuren wirklich schuldig sind. In: <i>derStandard.at<\/i>, 26. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121013_Salzburger_Nachrichten.pdf\">Andreas Koller: Ein Platz f\u00fcr NS-Deserteure. In: <i>Salzburger Nachrichten<\/i>, 13. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121013_Kurier.pdf\">Josef Gebhardt: Eine sp\u00e4te Ehre f\u00fcr Deserteure. In: <i>Kurier<\/i>, 13. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2554229\/\">Deserteursdenkmal auf dem Ballhausplatz. In: <i>ORF<\/i>, 12. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/wcmimage.krone.at\/Oesterreich\/Deserteursdenkmal_Ballhausplatz_als_Standort_fix-Soll_2013_stehen-Story-337299\">Deserteursdenkmal: Ballhausplatz als Standort fix. In: <i>Kronenzeitung<\/i>, 12. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20121012_OTS0208\/deserteursdenkmal-umsetzung-durch-koer-am-ballhausplatz\">Deserteursdenkmal: Umsetzung durch K\u00d6R am Ballhausplatz. In: OTS-Meldung vom 12. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1348285919673\/Historische-Richtigstellung\">Peter Mayr: Deserteursdenkmal: Historische Richtigstellung. In: derStandard.at, 12. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121001_SN.pdf\">Andreas Koller, 90 Jahre Leben f\u00fcr ein Denkmal. In: <i>Salzburger Nachrichten<\/i>, 1. Oktober 2012.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<\/div>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Denkmalstandort Ballhausplatz \u00bbDie Fenster des sch\u00f6nen alten Palais am Ballhausplatz [\u2026] warfen oft noch sp\u00e4t abends Licht in die kahlen B\u00e4ume des gegen\u00fcberliegenden Gartens [&#8230;]. 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