{"id":2338,"date":"2015-03-22T10:36:10","date_gmt":"2015-03-22T09:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/?page_id=2338"},"modified":"2017-05-15T20:57:07","modified_gmt":"2017-05-15T18:57:07","slug":"chronologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/chronologie\/","title":{"rendered":"Chronologie des Denkmalprozesses"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dezember 2010: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/politik\/strategien-konzepte\/regierungsuebereinkommen-2010\/kultur-wissenschaft\/\">Koalitionsvereinbarung<\/a> der rot-gr\u00fcnen Stadtregierung: Entscheidung zur Errichtung eines Denkmals f\u00fcr Deserteure der Wehrmacht in Wien.<\/p>\n<p><strong>Mai 2011:<\/strong> Auf Initiative des Personenkomitees \u201eGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c (im folgenden \u201ePersonenkomitee\u201c) und den Gr\u00fcnen erstes Treffen zwischen Vertretern des Personenkomitees und SP-Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (Kulturabteilung der Stadt Wien, kurz: MA 7). Letzterer stellt die baldige Bildung einer Arbeitsgruppe in Aussicht, die wissenschaftliche Grundlagen und andere wichtige Voraussetzungen f\u00fcr den Denkmalprozess erarbeiten sollte. Das Personenkomitee kritisiert kurz darauf in einem Schreiben an den Stadtrat den aus seiner Sicht fehlenden Nachdruck der MA 7 hinsichtlich eines konkreten Umsetzungsplans. Der Stadtrat verwahrt sich in einem Antwortschreiben vom 23. Mai gegen den Vorwurf der \u201e\u00c4rmelschonermentalit\u00e4t\u201c von Seiten des Personenkomitees \u2013 Initiativen des Stadtratb\u00fcros f\u00fcr das Projekt bleiben dann allerdings bis zum Herbst aus.<\/p>\n<p><strong>Oktober 2011:<\/strong> Gedenkveranstaltung f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz in Kagran: Kulturstadtrat Mailath-Pokorny spricht sich in einer Rede f\u00fcr die z\u00fcgige Errichtung des Denkmals aus und nennt als Termin der Fertigstellung das Jahr 2012. Gr\u00fcne und Personenkomitee bringen verschiedene Pers\u00f6nlichkeiten zur Leitung einer Kommission ins Gespr\u00e4ch, die den Denkmalprozess koordinieren soll,darunter die damalige Leiterin des Dokumentationsarchivs des \u00d6sterreichischen Widerstands (D\u00d6W) Brigitte Bailer, die Rektorin der Akademie f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Eva Blimlinger, die ehemalige Gr\u00fcne Wiener Stadtr\u00e4tin Friedrun Huemer, den Politikwissenschaftler Walter Manoschek, die damalige Volksanw\u00e4ltin Terezija Stoisits sowie den ehemaligen Obmann des gr\u00fcnen Parlamentsklubs Andreas Wabl. Daraufhin benennt die MA 7 als ihren Kandidaten mit Manfried Rauchensteiner den ehemaligen Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.<\/p>\n<p><strong>November 2011:<\/strong> Konstituierende Sitzung des Gremiums, das den Denkmalprozess koordinierend begleiten soll. Darin vertreten sind verschiedene Magistratsabteilungen der Stadt Wien wie die MA 9 (Wien Bibliothek im Rathaus), die MA 8 (Wiener Stadt- und Landesarchiv), die MA 7 (Kulturabteilung der Stadt Wien), die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung), ferner das D\u00d6W, das Personenkomitee, sowie FachwissenschaftlerInnen (Magnus Koch, Peter Bruck) und mit der ehemaligen gr\u00fcnen Stadtr\u00e4tin Friedrun Huemer eine Aktivistin der ersten Stunde; mit Karl Albrecht-Weinberger und Magnus Koch werden zwei Koordinatoren benannt, die die organisatorische und inhaltliche Arbeit vorantreiben sollen. Die Kommission setzt sich zum Ziel, das Denkmal innerhalb eines Jahres zu errichten.<\/p>\n<p>Drei Arbeitsgruppen in der Kommission haben die Aufgabe, Vorschl\u00e4ge zu den Themenbereichen Standort, Inhalt und Nachnutzung\/Vermittlung zu erarbeiten \u2013 die letztendliche Entscheidung \u00fcber den Standort des Denkmals bleibt allerdings den politischen Entscheidungstr\u00e4gerInnen vorbehalten (B\u00fcrgermeister, Klubobleute der Koalitionsparteien). Im Rahmen dieser ersten Sitzung wird auch entschieden, die k\u00fcnstlerische Gestaltung des Denkmals in einem Wettbewerb auszuschreiben. Auf Vorschlag von Stadtrat Mailath-Pokorny wird zur Abwicklung des geplanten Wettbewerbs die st\u00e4dtische K\u00d6R (Kunst im \u00f6ffentlichen Raum GmbH) beauftragt.<\/p>\n<p><strong>Dezember 2011:<\/strong> Erste Sitzung der AG (Arbeitsgemeinschaft) zur Standortfrage des Denkmals. Eine Vorschlagsliste m\u00f6glicher \u00d6rtlichkeiten liegt vor: Heldenplatz, Ballhausplatz, Friedrich-Schmidt-Platz, Grete-Rehor-Park, Julius- Raab-Platz, Schottengasse\/Bastei, Schwarzenbergplatz, Elderschplatz, Ostarrichi Park, Rossauer L\u00e4nde, Schlickplatz und Schmerlingplatz, erarbeitet vom Politikwissenschaftler Mathias Lichtenwagner. Das Personenkomitee favorisiert den Heldenplatz als gew\u00fcnschten Standort f\u00fcr das Denkmal. Die MA 7 und MA 19 \u00e4u\u00dfern demgegen\u00fcber Bedenken, weil dies pragmatisch und politisch schwer durchsetzbar sei. Inhaltlich schl\u00e4gt das Personenkomitee vor, die vielen Wiener Standorte der NS-Milit\u00e4rjustiz (Dienststellen, Gerichtstandorte, Haft- und Hinrichtungsst\u00e4tten) in das Denkmalkonzept einflie\u00dfen zu lassen und damit sichtbar zu machen.<\/p>\n<p><strong>Januar 2012:<\/strong> Erste Sitzung der AG zur Frage der wissenschaftlichen Grundlagen: \u00dcber den im Vorfeld ausgesandten Widmungstext (Mission Statement) herrscht im Wesentlichen Konsens und es werden verbindliche Kriterien f\u00fcr den Standort festgelegt: Zentralit\u00e4t, gedenkpolitische und inhaltliche Relevanz, W\u00fcrde des Ortes.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. J\u00e4nner, Beginn einer medialen Debatte um den Heldenplatz als k\u00fcnftigem Denkmalstandort: Kameradschaftsbund und FP\u00d6 sprechen sich allgemein gegen das Deserteursdenkmal aus. Der gr\u00fcne Nationalratsabgeordneter Harald Walser favorisiert in der <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/meinung\/gastkommentar\/731057\/Heldenplatz_Spielplatz-welcher-Helden\">Presse<\/a> den Heldenplatz, Verteidigungsminister Norbert Darabos und der Wiener Professor f\u00fcr Zeitgeschichte Oliver Rathkolb sprechen sich gegen diesen Standort aus \u2013 bef\u00fcrworten das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz allerdings grunds\u00e4tzlich. Der Kulturstadtrat korrigiert den im Oktober formulierten Zeitrahmen und spricht nun vom ersten Halbjahr 2013 als neue Zielvorgabe zur Fertigstellung des Denkmals. Das Personenkomitee k\u00fcndigt an, das Gespr\u00e4ch mit dem f\u00fcr den Heldenplatz auf Seiten des Bundes zust\u00e4ndigen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (\u00d6VP) zu suchen.<\/p>\n<p><strong>Februar 2012:<\/strong> Ortstermin am Heldenplatz: VertreterInnen der AG Standort treffen Burghauptmann Reinhold Sahl und einen Vertreter des Bundesdenkmalamtes. Im Zuge des Gespr\u00e4chs deutet der Burghauptmann an, dass gegenw\u00e4rtig an einem neuen Raumnutzungskonzept f\u00fcr den Heldenplatz gearbeitet werde und daher die Umsetzung neuer Projekte unwahrscheinlich sei.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz 2012:<\/strong> Zweite Sitzung der AG Standort. Die Liste m\u00f6glicher Denkmalstandorte verk\u00fcrzt sich auf f\u00fcnf \u00d6rtlichkeiten: Heldenplatz, Ballhausplatz, Grethe-Rehor-Park, Rossauer L\u00e4nde und Julius-Raab- Platz. Die MA 7 stellt fest, dass die vom Personenkomitee in die Diskussion gebrachte Fl\u00e4che am Ballhausplatz im st\u00e4dtischen Besitz ist \u2013 hier also die Entscheidung wesentlich einfacher herbeizuf\u00fchren w\u00e4re als am Heldenplatz. Gr\u00fcnen-Klubchef David Ellensohn spricht sich in einem Beitrag des Fernsehmagazins Report f\u00fcr die Standorte Heldenplatz oder Ballhausplatz aus, Stadtrat Mailath-Pokorny will sich hingegen nicht festlegen; die Autoren des Beitrags f\u00fcrchten \u201ekleinliches Gezerre\u201c um den Standort. Auf Initiative des Personenkomitees kommt es zu einem Treffen zwischen Thomas Geldmacher (Obmann des Personenkomitees), Magnus Koch (mit der wissenschaftlichen Beratung der Stadt Wien in Sachen Deserteursdenkmal betrauter Zeithistoriker) und dem damaligen Vorstand des Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte der Universit\u00e4t Wien Oliver Rathkolb. Dabei werden die Standorte Heldenplatz\/Ballhausplatz er\u00f6rtert.<\/p>\n<p><strong>April 2012:<\/strong> Zweite Kommissionssitzung in der MA 7: Verabschiedung des Mission Statements f\u00fcr das Denkmal. Standort Heldenplatz wird nun priorit\u00e4r sondiert \u2013 bis Ende Mai sollen erste Ergebnisse dieser Sondierung vorliegen; der Stadtrat stellt in einem Interview mit der Kronen Zeitung fest, dass das Denkmal bis Ende 2013 fertiggestellt sein soll; der ORF bringt einen Zeit im Bild-Beitrag zur Frage des k\u00fcnftigen Denkmalstandortes.<\/p>\n<p>In der Kommissionssitzung sprechen sich mehrere Anwesende f\u00fcr den Standort Ballhausplatz aus, vor allem aufgrund des Vorteils, dass die Liegenschaft im alleinigen Besitz der Stadt Wien ist: Im Gegensatz zum Heldenplatz m\u00fcssten hier nicht divergierende Interessen unterschiedlicher Anrainer aufeinander abgestimmt und Belange des Denkmalschutzes nicht im Kontext eines neuen Raumnutzungskonzeptes ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p><strong>Mai 2012:<\/strong> Vertreter des Personenkomitees und der Nationalratsabgeordnete Alexander Van der Bellen (Gr\u00fcne) treffen den f\u00fcr den Heldenplatz zust\u00e4ndigen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (\u00d6VP). Dieser signalisiert Offenheit hinsichtlich des Standortes Heldenplatz, formuliert als notwendigen n\u00e4chsten Schritt allerdings eine direkte Ansprache durch die Stadt Wien und regt die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe an, die den Prozess der Verwirklichung des Denkmals vorantreibt.<\/p>\n<p>Stadtrat Mailath-Pokorny \u00e4u\u00dfert sich in der <em>Kronen Zeitung<\/em> zur Diskussion um die Neugestaltung der Krypta am Heldenplatz. Er regt an, \u201edie nahen Asphaltfl\u00e4chen auch f\u00fcr weitere Opfergruppen zu nutzen.\u201c Damit k\u00f6nne \u2013 so der Stadtrat \u2013 \u201eein zentraler Ged\u00e4chtnisort der j\u00fcngeren \u00f6sterreichischen Geschichte entstehen.\u201c Der Entscheidungszeitraum daf\u00fcr sei \u201esp\u00e4testens in einem Jahr\u201c. Daraufhin werfen Gr\u00fcnen-Klubchef Ellensohn und der Ehrenobmann des Personenkomitees, Richard Wadani, dem Stadtrat ebenfalls in der <em>Kronen Zeitung<\/em> eine \u201eVerz\u00f6gerungstaktik\u201c vor. Stadtrat Mailath-Pokorny dementiert und sichert im Gespr\u00e4ch mit dem <em>Kurier<\/em> zu, dass der Zeitplan zur Enth\u00fcllung des Deserteursdenkmals im Jahr 2013 nach wie vor gelte, zumal Gespr\u00e4che mit dem Wirtschaftsminister im Laufen seien.<\/p>\n<p><strong>Juni 2012:<\/strong> Verteidigungsminister Darabos spricht sich gegen\u00fcber dem <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20120602_OTS0043\/walser-zu-darabos-gedenken-an-die-ss-am-heldenplatz-ist-inakzeptabel\"><em>Kurier<\/em><\/a> erstmals \u00f6ffentlich f\u00fcr den Denkmalstandort Heldenplatz aus; die MA 7 stellt ein baldiges Treffen Mailath-Pokornys und des Wirtschaftsministers in Aussicht; am 6. Juni trifft der Zeithistoriker Magnus Koch die Generaldirektorin der \u00f6sterreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, um ihre Position zum Standort Heldenplatz zu sondieren \u2013 sie \u00e4u\u00dfert sich in dieser Frage grunds\u00e4tzlich positiv; gleichzeitig positioniert sich Kunstsenatspr\u00e4sident Josef Winkler in einem <em>APA<\/em>-Gespr\u00e4ch zugunsten eines Deserteursdenkmals auf dem Heldenplatz; Bundesdenkmalamt und Burghauptmannschaft verhalten sich abwartend und verweisen darauf, dass dies noch Sache der Stadt sei. Am 23. Juni widmen die <em>Salzburger Nachrichten<\/em> den Deserteuren der Wehrmacht und der Frage nach dem Umgang mit dem Thema eine umfangreichen Wochenendbeilage.<\/p>\n<p>Im Juni 2012 beschlie\u00dft zeitgleich die Hamburger B\u00fcrgerschaft einstimmig (SPD, CDU, Gr\u00fcne und FDP), dass auch in der Hansestadt ein Deserteursdenkmal an zentraler Stelle errichtet werden soll.<\/p>\n<p><strong>Juli 2012:<\/strong> Am 3. Juli \u00e4u\u00dfert sich die Zeithistorikerin Heidemarie Uhl gegen\u00fcber derm <a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2539791\/\"><em>ORF<\/em><\/a> zum Umbau der Krypta am Heldenplatz. Anlass ist das Auffinden des Namens eines NS-Kriegsverbrechers in den Totenb\u00fcchern der Krypta. Uhl pl\u00e4diert f\u00fcr die Einbindung des Deserteursdenkmals in die bereits bestehende Gedenkst\u00e4tte am \u00c4u\u00dferen Burgtor. Nur wenige Wochen zuvor, am 23. Juni 2012, hatte sie im <em>Standard<\/em> grunds\u00e4tzliche Kritik an der gedenkpolitischen Konstellation am Heldentor ge\u00fcbt. Das Personenkomitee reagiert am n\u00e4chsten Tag mit einer <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20120704_OTS0188\/wadani-die-spoe-will-uns-in-reih-und-glied-mit-wehrmacht-und-waffen-ss-stellen\"><em>OTS<\/em>-Aussendung<\/a>, in der sie die Position Uhls kritisiert: Eine Vermischung des Gedenkens an die toten Wehrmachtssoldaten und die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz w\u00fcrde \u201edas nationale Opferkollektiv der Achtzigerjahre\u201c wieder erstehen lassen.<\/p>\n<p><strong>August 2012:<\/strong> Die Sommermonate stehen im Zeichen des Wartens auf eine Entscheidung in der Standortfrage. Die Fakten liegen sp\u00e4testens seit dem Fr\u00fchjahr auf dem Tisch, allerdings ist kein Fortschritt in der Sache erkennbar. Der <a href=\"http:\/\/www.pk-deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20120730_Kurier.pdf\"><em>Kurier<\/em><\/a> zitiert Experten wie Walter Manoschek, Eva Blimlinger und Brigitte Bailer, die ihrer Sorge Ausdruck verleihen, dass den Deserteuren die Zeit davon l\u00e4uft. Wenig sp\u00e4ter ist im Standard zu lesen, dass die Errichtung des Denkmals \u201everschleppt\u201c werde. Thomas Geldmacher vom Personenkomitee kritisiert vor allem das fehlende Engagement seitens der Stadt. Das B\u00fcro der Kulturabteilung dementiert dies einmal mehr und stellt fest, dass das Projekt voll im Zeitplan sei. Unklar bleibt allerdings weiterhin, welche Initiativen ergriffen werden, um die M\u00f6glichkeiten der jeweiligen Standorte Heldenplatz und Ballhausplatz auszuloten.<\/p>\n<p><strong>September 2012:<\/strong> Nachdem sich abzeichnet, dass sich hinsichtlich des Standorts Heldenplatz kaum etwas bewegen l\u00e4sst (<a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/artikel\/318552\"><em>Bericht in \u00d61<\/em><\/a>), setzt sich das Personenkomitee aus pragmatischen Gr\u00fcnden nun auch \u00f6ffentlich f\u00fcr den Ballhausplatz als Denkmalstandort ein. Der Ballhausplatz ist aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden eine gute Wahl: Die Lage des Denkmals direkt gegen\u00fcber von Bundeskanzleramt und dem Sitz des Bundespr\u00e4sidenten, so der Historiker Magnus Koch, w\u00e4re auch \u201eein Bekenntnis des neutralen \u00d6sterreich zu Rechtsstaatlichkeit, Zivilcourage und der Freiheit des Einzelnen gegen\u00fcber staatlicher Verfolgung.\u201c Gleichzeitig bestehen Sichtbeziehungen sowohl zum \u201eHitler-Balkon\u201c, dem Symbol f\u00fcr die staatliche Selbstaufgabe \u00d6sterreichs im Jahr 1938, als auch zum \u00c4u\u00dferen Burgtor mit seinen zentralen Gedenkst\u00e4tten f\u00fcr die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege sowie f\u00fcr die Toten des Widerstandskampfes gegen den Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Das Personenkomitee entscheidet, die seit 2002 allj\u00e4hrlich am 26. Oktober stattfindende Gedenkfeier zur Erinnerung an die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz erstmals \u2013 auch ohne Denkmal \u2013 am Ballhausplatz abzuhalten, und nicht wie bisher am ehemaligen Milit\u00e4rschie\u00dfplatz in Wien-Kagran. Am 20. September 2012 melden sich als Teilnehmer Clemens Jabloner (damaliger Pr\u00e4sident des Verwaltungsgerichtshofes), Eva Blimlinger (Rektorin der Akademie der Bildenden K\u00fcnste), Albrecht Konecny (ehem. SP-Bundesrat und Abgeordneter im EU-Parlament), Alexander Van der Bellen (ehemaliger Bundessprecher der Gr\u00fcnen) und Johannes Jarolim (Justizssprecher der SP) an. Die Bundespolizeidirektion Wien sagt zwar ab \u2013 die Anmeldungen zeigen jedoch, wie prominent und breit aufgestellt die Unterst\u00fctzung f\u00fcr ein Deserteursdenkmal am Ballhausplatz ist.<\/p>\n<p><strong>Oktober 2012:<\/strong> Der Monat, in dem Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur und Ehrenobmann des Personenkomitees, seinen 90. Geburtstag feiert, bringt die Entscheidung. Wadani \u00e4u\u00dferte sich wegen der langsamen Entwicklung gegen\u00fcber dem <em>Standard<\/em> mit deutlichen Worten: <a href=\"http:\/\/www.pk-deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121001_derStandard.pdf\">\u201eIch glaube, die wollen kein Denkmal.\u201c<\/a> Am 12. Oktober dann die \u00fcberraschende Entscheidung: Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und Gr\u00fcnen-Klubchef Ellensohn <a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2554229\/\">verk\u00fcnden<\/a>, dass das \u201eDenkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c \u2013 so die offizielle Bezeichnung \u2013 am Ballhausplatz errichtet und die Stadt Wien in diesem Kontext einen K\u00fcnstlerInnenwettbewerb ausschreiben wird. Enth\u00fcllt werden sollte das Denkmal im Jahr 2013.<\/p>\n<p>Neben dem Kameradschaftsbund, der sich gegen\u00fcber der Denkmalserrichtung bereits zuvor ablehnend ge\u00e4u\u00dfert hat, reagiert nun auch die FP\u00d6. Sie <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/panorama\/wien\/1300956\/FPO-protestiert-gegen-NSDeserteursdenkmal\">protestiert<\/a> gegen das Denkmal, zumal Desertion bis heute \u201einternational ge\u00e4chtet\u201c sei. Damit bleibt die Partei ihrer jahrzehntelangen Position treu, nicht zwischen dem Zweiten Weltkrieg als v\u00f6lkerrechtswidrigem Angriffs- und Vernichtungskrieg und anderen bewaffneten Konflikten, bzw. zwischen dem Verhalten von Soldaten in der Wehrmacht und Bundesheer, differenzieren zu wollen.<\/p>\n<p>Auf einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=joMC40CbT2A\">Rathausempfang<\/a> anl\u00e4sslich des 90. Geburtstages von Richard Wadani w\u00fcrdigt der Wiener B\u00fcrgermeister Michael H\u00e4upl (SP\u00d6) Wadanis Lebenswerk und bringt Scham dar\u00fcber zum Ausdruck, dass eine Anerkennung der Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz in Wien erst so sp\u00e4t stattfindet.<\/p>\n<p><strong>November 2012:<\/strong> Auch internationale Medien berichten \u00fcber den Wiener Beschluss: <em><a href=\"http:\/\/www.pk-deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20121105_Le_Monde.pdf\">Le Monde<\/a><\/em> und die <em><a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/programmes\/b01ntgxc\">BBC<\/a><\/em> greifen das Thema auf und die deutsche <em><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5082797\/\">tageszeitung<\/a><\/em> meldet die Entscheidung der Stadt Wien, das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz am Ballhausplatz errichten zu wollen. Gleichzeitig stellen Wiener FP-Bezirksr\u00e4te der Inneren Stadt einen Antrag, das Deserteursdenkmal nicht zu errichten, da dies vom Bundesheer als Provokation empfunden werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Wiener Kulturausschuss beschlie\u00dft ein Budget von 220.000 Euro f\u00fcr das zu errichtende Denkmal. Darin enthalten sind das Honorar f\u00fcr die beteiligten Kunstschaffenden, die Bau- und Erdarbeiten sowie die Ausrichtung des Wettbewerbs, die die K\u00d6R sp\u00e4ter an eine externe Firma vergeben wird. Nicht enthalten im Budget ist Geld f\u00fcr die notwendige Konzeptionierung f\u00fcr die Vermittlungsarbeit rund um das Denkmal (begleitende Website, Bildungs- und Informationsarbeit f\u00fcr Schulen und Universit\u00e4ten, Vermittlungsarbeit f\u00fcr TouristInnen usw.).<\/p>\n<p>Die K\u00d6R plant einen geladenen Wettbewerb mit folgendem Zeitplan: Bis zum Februar 2013 sollen Wettbewerbsunterlagen mit inhaltlichen und formalen Kriterien zur Denkmalsgestaltung vorliegen; bis Fr\u00fchjahr 2013 soll entschieden sein, welche K\u00fcnstlerInnen geladen werden. Im Sommer desselben Jahres sollte der Wettbewerb abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>Zeitgleich meldet der <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1350261164596\/Bregenz-erinnert-an-Wehrmachtsdeserteure\"><em>Standard<\/em><\/a>, dass auch die Stadt Bregenz im Vorarlberg ein Deserteursdenkmal errichten will. Der Bregenzer Kulturausschuss setzt daf\u00fcr eine Arbeitsgruppe ein, die bis Februar 2013 Vorschl\u00e4ge erarbeiten soll.<\/p>\n<p><strong>Dezember 2012:<\/strong> In der K\u00d6R findet am 17. Dezember die konstituierende Sitzung des Wettbewerb-Beirats statt. Dabei werden Grundz\u00fcge des auszurichtenden Wettbewerbs festgelegt. Die Vorstellungen der Beteiligten gehen \u2013 vor allem was die Zahl der einzuladenden K\u00fcnstlerInnen betrifft \u2013 auseinander. Die K\u00d6R denkt an insgesamt f\u00fcnf bis sieben K\u00fcnstlerInnen, w\u00e4hrend das Personenkomitee eine umfangreichere Vorschlagsliste vorlegt und von mindestens 15 Teams oder Einzelpersonen ausgeht, um eine ausreichende Vielfalt an Einreichungen, die auch internationalen Standards gen\u00fcgen, zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Zudem kritisiert das Personenkomitee, dass der Betrag von 220.000 Euro nicht ausreichend erscheint, um der Bedeutung des Denkmals gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Die von der MA 7 im November 2011 eingesetzten Kommissionen zur begleitenden Beratung zum Denkmal werden nicht wieder tagen. Eine Arbeitsgruppe zur Frage der Nachnutzung des Denkmals wird \u2013 anders als in der konstituierenden Sitzung der Hauptkommission im November 2011 vorgesehen \u2013 nicht eingesetzt. Die Nachnutzungsfrage ist damit aus dem Denkmalprojekt ausgeklammert.<\/p>\n<p><strong>Januar 2013:<\/strong> Der von der Stadt Wien f\u00fcr die inhaltlichen Belange des Denkmals beauftragte Historiker Magnus Koch sondiert bei ersten Wiener Institutionen das Interesse an einer Kooperation in Sachen Vermittlungsarbeit rund um das Denkmal am Ballhausplatz. Von J\u00e4nner bis M\u00e4rz f\u00fchrt er Gespr\u00e4che mit Vertretern des Bundesministeriums f\u00fcr Unterricht, Kunst und Kultur, dem Wiener Stadt- und Landesarchiv, dem Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands, der Wien Bibliothek, der WienTourismus sowie den ViennaTouristguides.<\/p>\n<p>Zeitgleich beschlie\u00dft in Bregenz eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Kulturamtes der Stadt die Ausschreibung eines internationalen Ideenwettbewerbs zu einem Deserteursdenkmal, das bis zum Fr\u00fchjahr 2014 errichtet sein sollte. Ab Mai 2013 soll aus den eingegangenen Ideen eine Auswahl getroffen und die jeweiligen K\u00fcnstlerInnen eingeladen werden, einen ausf\u00fchrlichen Entwurf einzureichen. Eingerichtet werden soll au\u00dferdem eine international besetzte Jury.<\/p>\n<p><strong>Februar 2013:<\/strong> Die Planungen f\u00fcr die konstituierende Sitzung des Beurteilungsgremiums in Wien laufen; im Vorfeld des Treffens kritisiert der Historiker Peter Pirker, ebenfalls Mitglied des Personenkomitees, im <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1361241351247\/Aerger-ueber-Auslobungstext-fuer-Deserteursdenkmal-am-Ballhausplatz\"><em>Standard<\/em><\/a> die schlechte finanzielle Ausstattung des Denkmals: \u201eMan versucht das Denkmal m\u00f6glichst klein zu halten.\u201c Auch die vom Personenkomitee als Vertreterin im Beurteilungsgremium benannte Juliane Alton (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IG Kultur Vorarlberg und Vorstandsmitglied der IG Kultur \u00d6sterreich) kritisiert gegen\u00fcber Andreas Koller von den <a href=\"http:\/\/www.pk-deserteure.at\/fileadmin\/user_upload\/pressespiegel\/20130228_Salzburger_Nachrichten.pdf\"><em>Salzburger Nachrichten<\/em><\/a>, dass das Budget zu klein, und die technischen und formalen Bedingungen f\u00fcr die K\u00fcnstlerInnen zu restriktiv seien. Vergleichbare Denkmale in der Bundesrepublik Deutschland, etwa f\u00fcr die ermordeten Sinti und Roma, seien mit 2,8 Millionen Euro budgetiert \u2013 ein \u201elebendiges Denkmal\u201c sei offenbar von Seiten der Stadt Wien nicht erw\u00fcnscht. VertreterInnen der K\u00d6R sowie der Stadt halten dem entgegen, das Projekt sei finanziell gut ausgestattet.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz 2013:<\/strong> Das Beratungsgremium tagt erstmals am 5. M\u00e4rz in Wien. Im Gremium vertreten sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Juliane Alton, Personenkomitee \u201eGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c<\/li>\n<li>Berthold Ecker, Stadt Wien, MA 7<\/li>\n<li>Bernhard Engleder, Stadt Wien, MA 28<\/li>\n<li>Thomas Geldmacher, Personenkomitee \u201eGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c (in der ersten Sitzung vertreten durch Peter Pirker)<\/li>\n<li>Lilli Hollein, K\u00d6R Jury<\/li>\n<li>Anna Jermolaewa, K\u00fcnstlerin<\/li>\n<li>Franz Kobermaier, Stadt Wien, MA 19<\/li>\n<li>Martin Kohlbauer, Architekt (Jury-Vorsitzender)<\/li>\n<li>Dirk Luckow, K\u00d6R Jury<\/li>\n<li>Heidemarie Uhl, Historikerin<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ohne Stimmberechtigung sind vertreten:<\/p>\n<ol>\n<li>Wolfgang Ablinger, Stadt Wien MA 28<\/li>\n<li>Joachim Chen, Stadt Wien, MA 42<\/li>\n<li>Gerhard Dully, Stadt Wien, MA 33<\/li>\n<li>Magnus Koch, Historiker<\/li>\n<li>Martin Scherer, Stadt Wien, MA 34<\/li>\n<li>Monika Trimmel, werkraum wien, Vorpr\u00fcferin<\/li>\n<li>Richard Wadani, Zeitzeuge und Ehrenobmann des Personenkomitees \u201eGerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der NS-Milit\u00e4rjustiz\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Beschl\u00fcsse und Beratungen des Gremiums werden vertraulich behandelt. Laut <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20130306_OTS0056\/denkmal-fuer-die-verfolgten-der-ns-militaerjustiz-am-ballhausplatz-modalitaeten-wurden-besprochen\"><em>OTS-Meldung<\/em><\/a> vom 6. M\u00e4rz gibt die K\u00d6R bekannt, dass 11 K\u00fcnstlerInnen bzw. Teams f\u00fcr den Wettbewerb eingeladen wurden. Im M\u00e4rz verschickt die Firma kultursupport.at die Wettbewerbsunterlagen an die geladenen K\u00fcnstlerInnen.<\/p>\n<p>Unterdessen fordert auch Gr\u00fcnen-Obfrau Ewa Glawischnig eine Verdoppelung des Budgets f\u00fcr das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz, zumal auch der Bund Verantwortung \u00fcbernehmen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Die HistorikerInnen Lisa Rettl und Magnus Koch reichen ein Konzept nebst Projektantrag f\u00fcr die Informationsvermittlung rund um das Denkmal am Ballhausplatz bei Zukunftsfonds und Nationalfonds ein.<\/p>\n<p><strong>April 2013:<\/strong> Am 8. April findet am Ballhausplatz eine Ortsbegehung mit den geladenen K\u00fcnstlerInnen statt: Luis Camnitzer, Claire Fontaine, Vera Frenkel, Johanna und Helmut Kandl, Ernst Logar, Olaf Nicolai, Nicole Six und Paul Petritsch, Michael Seilstorfer, Heimo Zobernig. Aufgezeichnet auf den Asphalt ist jene Fl\u00e4che, die f\u00fcr die Denkmalsgestaltung genutzt werden kann. Diskutiert werden vor allem technische Fragen (Licht, Strom, Bauliches usw.). Im Anschluss findet in der IG Architektur ein inhaltlich angelegter Workshop f\u00fcr allf\u00e4llige Nachfragen statt, in dessen Rahmen Magnus Koch und Richard Wadani als Zeitzeuge auf die historischen und aktuellen Belange des Themas eingehen.<\/p>\n<p>Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg beschlie\u00dft unterdessen, f\u00fcr das von der B\u00fcrgerschaft einstimmig beschlossene Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz 730.000 Euro bereitzustellen. In der Senatsdrucksache wird die Empfehlung ausgesprochen, das Denkmal in der N\u00e4he des Kriegerdenkmals f\u00fcr die Gefallenen des Hamburger Infanterie-Regiments 76 am Dammtorbahnhof zu errichten. Dieser Standort ist zentral gelegen und markiert zugleich den wichtigsten Ort der Auseinandersetzung um die Kriege des 20. Jahrhunderts in der Hansestadt.<\/p>\n<p><strong>April\/Mai 2013:<\/strong> Am 28. Juni findet die entscheidende Jury-Sitzung in den R\u00e4umen der K\u00d6R statt. Eingereicht hatten acht K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler aus dem In- und Ausland. Den Wettbewerb gewinnt schlie\u00dflichder aus Berlin stammende K\u00fcnstler Olaf Nicolai (<a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20130628_OTS0192\/olaf-nicolai-gestaltet-das-denkmal-fuer-die-verfolgten-der-ns-militaerjustiz-am-wiener-ballhausplatz\"><em>OTS<\/em><\/a>).<\/p>\n<p><strong>August 2013:<\/strong> Einreichung eines Projektantrags zur Nachnutzung\/Vermittlung des Denkmals bzw. zur begleitenden Vermittlungsarbeit bei der MA 7 (Kultur) der Stadt Wien, sp\u00e4ter auch beim Bundesministerin f\u00fcr Unterricht, Kunst und Kultur.<\/p>\n<p><strong>Oktober 2013:<\/strong> Der Kulturstadtrat stellt gegen\u00fcber den <em>Salzburger Nachrichten<\/em> erstmals den zuvor ventilierten Er\u00f6ffnungstermin 8. Mai 2014 in Frage und gibt bekannt, dass nun Herbst 2014 als Fertigstellungstermin angepeilt werde.<\/p>\n<p><strong>Februar 2014:<\/strong> Treffen der K\u00d6R mit dem K\u00fcnstler Olaf Nicolai, Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und Klubchef Ellensohn am Ballhausplatz. Im <em>Abendjournal<\/em> des ORF nennt der Kulturstadtrat als m\u00f6glichen Er\u00f6ffnungstermin den 26. Oktober 2014. Sp\u00e4testens bis dahin sollten auch \u201eVorschl\u00e4ge oder weiterf\u00fchrende Initiativen\u201c in Sachen Nachnutzung pr\u00e4sentiert werden. Konzeptionelle Vorarbeiten zum Denkmal k\u00f6nnten demnach also erst nach der Er\u00f6ffnung im Herbst begonnen werden.<\/p>\n<p>Unterdessen mahnen das Personenkomitee gemeinsam mit dem K\u00fcnstler Olaf Nicolai eine rechtzeitige Planung und Gestaltung der Er\u00f6ffnungsfeier ein. In einer Sitzung mit der K\u00d6R unterbreiten Personenkomitee und Olaf Nicolai Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein k\u00fcnstlerisches und musikalisches Programm. Von Seiten der K\u00d6R hei\u00dft es, dass es kein Budget f\u00fcr die Feier gebe.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz\/April 2014:<\/strong> Das Personenkomitee l\u00e4dt anl\u00e4sslich des bevorstehenden Jahrestages der Befreiung \u00d6sterreichs vom Nationalsozialismus am 8. Mai zu einer Festveranstaltung unter dem Motto \u201eHier entsteht ein Denkmal f\u00fcr Deserteure!\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Ballhausplatz-8.-Mai.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-3764\" alt=\"ballhausplatz-8-mai\" src=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Ballhausplatz-8.-Mai.jpg\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Ballhausplatz-8.-Mai.jpg 484w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Ballhausplatz-8.-Mai-300x200.jpg 300w, https:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Ballhausplatz-8.-Mai-449x300.jpg 449w\" sizes=\"(max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet an der Denkmal-Baustelle am Ballhausplatz statt. Zu den FestrednerInnen geh\u00f6ren die Historikerin Heidemarie Uhl, Gr\u00fcnen Klubchef Ellensohn und Justizsprecher Albert Steinhauser.<\/p>\n<p><strong>Mai 2014:<\/strong> Anl\u00e4sslich der Feierstunde zum 8. Mai am Ballhausplatz kritisiert Thomas Geldmacher in einem Interview mit dem <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140805_Deserteursdenkmal-Misst%C3%B6ne-auch-noch-nach-Baubeginn_Kurier.pdf\"><em>Kurier<\/em><\/a> die nach wie vor ungekl\u00e4rte Fragen zu Er\u00f6ffnungstermin sowie das Fehlen von Pl\u00e4nen zur Einweihungsfeier. Das B\u00fcro des Kulturstadtrats stellt fest: \u201eZeitnah zur Er\u00f6ffnung wird auch die Nachnutzung feststehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Juli 2014:<\/strong> Unterdessen gehen die Arbeiten zur Errichtung des Denkmals weiter. Ein Er\u00f6ffnungstermin wird \u00f6ffentlich nicht genannt. Auch in die Frage der Nachnutzung kommt etwas Bewegung: Nachdem das Unterrichtsministerium logistische Unterst\u00fctzung in Aussicht gestellt hatte, teilt der Nationalfonds der Republik \u00d6sterreich dem Personenkomitee mit, das Nachnutzungsprojekt teilfinanzieren zu wollen; der Zukunftsfonds beteiligt sich schlie\u00dflich ebenfalls und auch die Stadt Wien \u00fcbernimmt einen Teil der Kosten f\u00fcr ein Ma\u00dfnahmenpaket rund um die Informationsvermittlung.<\/p>\n<p><strong>August\/ September 2014:<\/strong> Als Er\u00f6ffnungstermin steht nun der 24. Oktober fest.<\/p>\n<p><strong>Oktober 2014:<\/strong> Das Denkmal wird am 24. Oktober am Ballhausplatz er\u00f6ffnet (vgl. die ausf\u00fchrliche Dokumentation der <a href=\"http:\/\/deserteursdenkmal.at\/wordpress\/2014\/10\/eroeffnungsfeier_2014\/\">Er\u00f6ffnungsfeier<\/a>).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturhinweise<\/p>\n<p><a title=\"Deserteure vor dem Kanzleramt - Magnus Koch\" href=\"https:\/\/www.gedenkdienst.at\/index.php?id=803\">Magnus Koch: Deserteure vor dem Kanzleramt. In: Gedenkdienst Jg. 2013, Nr. 1., S.1\/2.<\/a><\/p>\n<p>Hannes Metzler: \u201eDaraus kann etwas entstehen\u201c. Das Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz am Ballhausplatz (2000-2014). In: Alton, Juliane; Geldmacher, Thomas; Koch, Magnus; Metzler, Hannes (Hg.): \u201eVerliehen f\u00fcr die Flucht von den Fahnen\u201c. Das Wiener Denkmal f\u00fcr die Verfolgten der NS-Milit\u00e4rjustiz, Wien 2016, S. 30-47.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dezember 2010: Koalitionsvereinbarung der rot-gr\u00fcnen Stadtregierung: Entscheidung zur Errichtung eines Denkmals f\u00fcr Deserteure der Wehrmacht in Wien. 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