Demokratiepreis des Parlaments an Personenkomitee verliehen

Am 13.2.2017 wurde der Demokratiepreis 2016 der Margaretha-Lupac-Stiftung im Parlament überreicht. Ausgezeichnet wurden drei Vereine bzw. Institutionen:

  1. Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Link),
  2. das Freie Radio Salzkammergut (Link),
  3. sowie das “Personenkomitee ‘Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz’”.

Einer Rede der Präsidentin des Nationalrats Doris Bures folgten drei Festreden zur Verleihung von Manfried Welan, Brigitte Bierlein und Klaus Unterberger für die drei ausgezeichneten Projekte. Dem folgten Dankesreden im Namen der Projekte durch Patricia Hladschik (für das Boltzmann-Institut), Thomas Geldmacher (für das Personenkomitee) und Mario Friedwagner (für das Freie Radio Salzkammergut). Details der Reden könnten der Presseaussendung des Parlaments entnommen werden. Bei Gelegenheit reichen wir die Redetexte nach.

Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz in Kagran 2015

Auch heuer – und trotz der Ersten Gedenkfeier beim Deserteursdenkmal am Ballhausplatz – fand am 26.Oktober 2015 wieder eine Gedenkfeier in Kagran beim ehemaligen Schießplatz statt. Im Folgenden die Einladung, die Fotos reichen wir nach.

Nie wieder Gleichschritt!
14. Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz
Das Personenkomitee »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« lädt herzlich zur 14. Gedenkveranstaltung »Nie wieder Gleichschritt!« an der ehemaligen Hinrichtungsstätte auf dem Gelände des Militärschießplatzes Kagran ein. Dort starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtsoldaten im Kugelhagel von Exekutionskommandos. Wir treffen uns zum Gedenken an alle ungehorsamen Soldaten und ZivilistInnen, die von Wehrmacht und SS ermordet wurden.

Zeit: 26. Oktober 2015, 10 Uhr 30 Uhr
Ort: Gedenkstein im Donaupark
Es spricht
Richard Wadani – Ehrenobmann des Personenkomitees „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“

Das Video der Gedenkfeier 2015 ist dem Youtube-Profil der AUGE/UG entnommen, wer sichs direkt dort ansehen möchte: Link zum Youtube-Video.

Presse 2014

Aufgenommen wurden hier alle Beiträge aus dem Jahr 2014, in denen das Deserteursdenkmal am Wiener Ballhausplatz (oder andere in Österreich geplante Denkmäler) erwähnt wurde – oder solche Artikel, die im engeren Sinne mit dem Thema der NS-Militärjustiz in Verbindung stehen.

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ALT – NICHT ONLINE! Materialien

Die in deutsch und englisch vorliegende Informationsbroschüre zum Denkmal (s.o.) kann über das Stadtinformationszentrum im Wiener Rathaus, das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, die Österreichische Nationalbibliothek, das Wiener Stadt- und Landesarchiv, das Mauthausenkomitee Österreich, die Informationszentren von WienTourismus, über die Kunst im öffentlichen Raum (KÖR) sowie über die dem Denkmal jeweils direkt gegenüberliegende Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg und das Bundeskanzleramt in gedruckter Form bezogen werden. Derzeit setzt sich das Personenkomitee auch für eine Box mit Flyern am Denkmal selbst ein.

Führungen, die das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz mit einbeziehen, können beim Mauthausenkomitee Österreich, bei den FremdenführerInnen von Guides in Vienna sowie über das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands gebucht werden.

Materialien zur politisch-historischen Bildung

Im folgenden stellen wir thematische Vertiefungen der Fallgeschichten verfolgter Soldaten und Zivilisten für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Das Material ist gedacht für historisch Interessierte im Allgemeinen und ebenso als Handreichungen für LehrerInnen zur Vorbereitung des Unterrichts oder für Exkursionen zum Denkmal. Ausgearbeitet wurden Biografien von Menschen aus allen Teilen Österreichs und zudem von Angehörigen regionaler Minderheiten sowie europäischer Widerstandsbewegungen, die von Wehrmachtgerichten verfolgt wurden. Ziel der Auseinandersetzung mit den Materialien ist es,

  • historisches Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte in der Zweiten Republik zu vermitteln
  • die Bedeutung individueller Freiheitsrechte und demokratischer Grundwerte für jedeN Einzeln herauszustellen – damals wie heute
  • und im Zusammenenhang damit die Leistungen und Leiden derer zu würdigen, die – aus welchen Gründen auch immer – Widerstand leisteten oder für sich Freiräume jenseits der herrschenden Normen reklamierten.

Angestrebt wird – entlang der im Lehrplan der Allgemeinbildenden Höheren Schulen formulierten Prinzipien – »ein an den Menschenrechten orientiertes Politik-und Demokratieverständnis zu erarbeiten«.

Thematische Einführung mit pädagogisch-didaktischen Handreichungen zum Material

Fallgeschichte und Dokumente zu Richard Wadani (Wien), verfolgt als Deserteur

Fallgeschichte und Materialien zu Maria Kacprzyk Krystyna Wituska (Polen), verurteilt wegen Spionage und Feindbegünstigung

Fallgeschichte und Dokumente Anton Tischler (Wien), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Ernst Volkmann (Vorarlberg), verurteilt wegen Kriegsdienstverweigerung

Fallgeschichte und Dokumente zu Anton Brandhuber (Niederösterreich), verfolgt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Maria Musial (Wien), verurteilt wegen sogenannter Wehrkraftzersetzung

Fallgeschichte und Dokumente zu Alois Tiefengruber (Steiermark), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Erich Schiller (Niederösterreich), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Erwin Kohout (Oberösterreich), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Franz Severa (Wien), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Johann Kuso (Burgenland), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu David Holzer (Tirol), verurteilt wegen Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Johann Lukaschitz (Wien), verurteilt wegen Nichtanzeige von sogenanntem Kriegsverrat

Fallgeschichte und Dokumente zu Jurij und Frank Pasterk (Kärnten), verfolgt wegen (Beihilfe zur) Fahnenflucht

Fallgeschichte und Dokumente zu Anton Schmid (Wien), verurteilt wegen Feindbegünstigung

GESAMTDOKUMENT – Geschichten bewegen – Biografische Skizzen von Verfolgten der NS-Militärjustiz

 

 

PartnerInnen

Unterstützung für die verschiedenen Vermittlungsmaßnahmen rund um das Denkmal haben bisher folgende Institutionen zugesagt:

  • Bundesministerium für Bildung und Frauen
  • Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands
  • WienBibliothek im Rathaus (Magistratsabteilung 9)
  • Verein geprüfter Wiener Fremdenführer
  • WienTourismus
  • Wiener Stadt- und Landesarchiv Wien (Magistratsabteilung 8)

Weitere Institutionen sollen in den nächsten Monaten Teil des Netzwerkes werden.

Vermittlung

Das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz steht für ein Thema, das in der österreichischen Zeitgeschichte bisher kaum präsent ist. Nur wenige Bücher und Aufsätze sind in den letzten Jahrzehnten erschienen, in den Schulbüchern oder in der Erwachsenenbildung sucht man Informationen zur „Großdeutschen“ Wehrmachtsgerichtsbarkeit weiterhin vergeblich. In den folgenden Monaten werden auf dieser Seite vielfältige Angebote und Materialien zum Nachlesen und auch zum download entstehen: Für Schulen, Bildungsreisende, TouristInnen, Studierende sowie MulitiplikatorInnen.

Die Maßnahmen für die Vermittlungsarbeit rund um das Denkmal am Ballhausplatz werden unterstützt aus Mitteln

  • des Nationalfonds der Republik Österreichs für Opfer des Nationalsozialismus,
  • der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7/ Wissenschafts- und Forschungsförderung, Stipendien),
  • des Zukunftsfonds der Republik Österreich und
  • des Bundesministeriums für Bildung und Frauen.

Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz in Kagran 2013

Am 26.10.2013 fand am ehemaligen Schießplatz in Kagran bei der Gedenktafel für die dort hingereichteten Soldaten und Zivilisten eine Gedenkveranstaltung statt. Im Folgenden der Einladungtext des Personenkomittee ‘Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz’ und einige Fotos und auch ein Video von der Veranstaltung.

Nie wieder Gleichschritt!
12. Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Militärjustiz
Zeit: 26. Oktober 2013, 11 Uhr
Ort: Gedenkstein im Donaupark

Das Personenkomitee »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« lädt herzlich zur 12. Gedenkveranstaltung »Nie wieder Gleichschritt!« an der ehemaligen Hinrichtungsstätte auf dem Gelände des Militärschießplatzes Kagran ein. Dort starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtsoldaten im Kugelhagel von Exekutionskommandos. Wir treffen uns zum Gedenken an alle ungehorsamen Soldaten und ZivilistInnen, die von Wehrmacht und SS ermordet wurden.

Programm

  • Begrüßung: Terezija Stoisits, Ehrenmitglied des Personenkomitees »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz«
  • David Ellensohn, Klubobmann des Grünen Gemeinderatsklubs, “Warum ein Deserteursdenkmal in Österreich 69 Jahre braucht”
  • Mathias Lichtenwagner, Politkwissenschaftler, “Vernetztes Gedenken: Das Deserteursdenkmal am Ballhausplatz und die Orte der Verfolgung in Wien”

Das Video der Gedenkfeier 2013 ist dem Youtube-Profil der AUGE/UG entnommen, wer sichs direkt dort ansehen möchte: Link zum Youtube-Video.

 

Rechte an den Bildern beim Archiv des Personenkomitees. Video von youtube bzw. AUGE/UG (Danke!), folglich Rechte auch dort.

Presse 2012

PRESSESPIEGEL 2012

Aufgenommen wurden hier alle Beiträge aus dem Jahr 2012, in denen das Deserteursdenkmal am Wiener Ballhausplatz (oder andere in Österreich geplante Denkmäler) erwähnt wurde – oder solche Artikel, die im engeren Sinne mit dem Thema der NS-Militärjustiz in Verbindung stehen.

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Presse 2010

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Presse 1999 – 2009

PRESSESPIEGEL 1999 – 2009

Dieser Pressespiegel fasst die wesentlichen Etappen der Debatte um die juristische und gesellschaftliche Rehabilitierung der Deserteure und Opfer der NS-Militärjustiz bis 2009 zusammen. Die Erfassung ist dabei nicht streng chronologisch sondern fasst die Debatte anhand ausgewählter Artikel zusammen, die Erfassung endet kurz nach dem Gesetzesbeschluss am 21. Oktober 2009.

Audio/Video
  • Audio: Ö1 – Journal Panorama (MP3) – 8. 10. 2009
  • Video: ZiB2 - 7. 10. 2009
  • Video: ZiB1 - 7. 10. 2009
  • Audio: Ö1 – Abendjournal (als OGG bzw. MP3) – 7. 10. 2009
  • Audio: Ö1 – Mittagsjournal (MP3) – 7. 10. 2009

Zeitungs- und Zeitschriftenberichte international

Zeitungs- und Zeitschriftenberichte aus Österreich

Wanderausstellung zur Wehrmachtjustiz (“Was damals Recht war”) und Rehabilitierungsdebatte 2009

Hier können Sie die Debatte rund um die Ausstellung sowie die Rehabilitierung von Verfolgten der NS-Militärjustiz nachlesen.

Audio/Video
Zeitungs- und Zeitschriftenberichte international
Zeitungs- und Zeitschriftenberichte aus Österreich
GegnerInnen der Rehabilitierung
… von ganz rechts
Vertiefende Artikel

Rehabilitierungsdebatte 1999 bis 2008

Bereits vor Eröffnung der Ausstellung, besonders von 1999 bis 2005, fand in Österreich eine immer wieder aufflammende öffentliche Auseinandersetzung zur Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure und anderer Opfer der NS-Militärjustiz statt. Dieser Pressespiegel (35 MB) belegt die Breite und Vielfalt dieser Debatte in österreichischen Zeitungen und Zeitschriften (in umgekehrt chronologischer Reihenfolge). Zur wissenschaftlichen Vertiefung dient diese Literaturliste.

Zur Person Richard Wadani
GegnerInnen der Rehabilitierung
  • Profil – 19. 7. 1999
    »Nicht jede Desertion war in Ordnung« (Interview)
    Inhalt: Herbert Scheibner über das Nein der FPÖ zur pauschalen Rehabilitierung
 … von ganz rechts
  • Aula 5/2005 – Fred Duswald
    Kopfjagd auf Kampl
    Inhalt: Zur Causa Kampl
  • Aula 7/2002 – Otto Keimel
    »Feigheit vor dem Zeitgeist«? (Entgegnung)
    Inhalt: Wörtliche Stellungnahme von Kameradschaftsbundpräsident Otto Keimel zur Berichterstattung in der Aula
  • Aula 6/2002 – Fred Duswald
    Feigheit vor dem Zeitgeist
    Inhalt: Zur Positionsänderung von Kameradschaftsbundpräsident Otto Keimel hin zum Befürworter einer Rehabilitierung
  • Aula 5/2002 – Fred Duswald
    Geld und Ehre für Deserteure?
    Inhalt: Zur Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von Terezija Stoisits durch Sozialminister Herbert Haupt
Wichtige Etappen im Rehabilitierungsprozess bis 2005
Anerkennungsgesetz 2005
Der Fall Kampl
Widerstandstagung im Parlament
  • Die Presse – hws – 20. 1. 2005
    »Demonstrativer Akt für NS-Deserteure«
    Inhalt: Bundespräsident Fischer verlangt die umfassende Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure
Forschungsbericht “Opfer der NS-Militärjustiz”
Debatte zur sozialrechtlichen Anerkennung der Wehrmachtsdeserteure
Entschließungsantrag im Justizausschuss 1999
Vertiefende Artikel

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